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Identitätsdiebstahl im Internet - das kann teuer werden

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Wie Sie sich vor digitalen „multiplen Persönlichkeiten“ schützen.

Wenn jemand im Internet Ihre persönlichen Daten nutzt, kann das teuer werden. Nicht nur, wenn der Kriminelle auf Ihren Namen Waren in einem Online-Shop bestellt.

Schaubild Identitätsdiebstahl

Schützen Sie sich vor Identitätsklau!

Wenn ein Kredit- oder Handyvertrag vom Anbieter abgelehnt wird, obwohl nach der eigenen Einschätzung die Bonität ausreichen sollte, kann Identitätsdiebstahl dahinterstecken. Ein Krimineller hat auf Ihren Namen Waren oder Dienstleistungen bestellt und auch erhalten, aber die Rechnung nicht bezahlt. 

Identitätsdiebstahl kann ernsthafte Folgen für Sie haben. Schützen Sie sich davor mit unseren Tipps.

Wie Sie herausfinden, ob Ihre Identität gestohlen wurde

Leider ist es schwierig, herauszufinden, ob die eigenen Daten missbraucht worden sind. Mehren sich die Anzeichen, ist es meistens schon zu spät. Gibt es plötzlich massenhaft Nachfragen von Händlern und Unternehmen, vielleicht sogar Mahnbriefe oder Anzeigen, wurden die eigenen persönlichen Daten von Kriminellen genutzt.

Nicht nur, wenn Sie den konkreten Verdacht haben, Ihre Identität könnte bereits missbraucht worden sein, ist es ratsam, sich darüber zu informieren, ob persönliche Informationen bereits im Internet, etwa im Darknet, veröffentlicht wurden. Dazu gibt es verschiedene Anlaufstellen, die einen solchen Test kostenlos durchführen. Es genügt hier jeweils, die E-Mail-Adresse einzutragen, die überprüft werden soll. Als Antwort erhalten Sie eine Nachricht, der Sie entnehmen können, ob und wenn ja welche Daten bereits öffentlich zugänglich waren. Nutzen Sie zur Überprüfung etwa den Sicherheitstest des BSI oder den Sicherheitscheck des Hasso-Plattner-Instituts.

So beugen Sie Identitätsdiebstahl vor

  • Seien Sie sparsam beim Teilen von Informationen. Überlegen Sie genau, auf welcher Seite Sie Informationen von sich preisgeben. Wenn Sie soziale Netzwerke nutzen, legen Sie dort etwa eigene Gruppen an. Mit engen Freunden teilen Sie dann andere Dinge als mit Arbeitskollegen.
  • Nehmen Sie nicht jede Freundschaftsanfrage an.Vernetzen Sie sich lieber mit Menschen, denen Sie tatsächlich schon einmal begegnet sind. 
  • Bleiben Sie sparsam mit öffentlichen Identitäten. Nutzen Sie beispielsweise für die Teilnahme an Gewinnspielen oder Diskussionsforen eine andere E-Mail-Adresse als für den Beruf oder für die Kommunikation mit Freunden.
  • Versuchen Sie, anonym zu bleiben. Schalten Sie das Tracking im Browser aus und geben Sie so wenig Infos wie möglich von sich preis.
  • Halten Sie Ihre Geräte auf aktuellem Stand und machen Sie regelmäßig Updates.
  • Nutzen Sie Virenscanner und die Firewall Ihrer Systeme.
  • Klicken Sie niemals Links in E-Mails Ihnen unbekannter Absender an und öffnen Sie keine Dateianhänge, wenn diese von einem Unbekannten stammen.
  • Achten Sie auf starke Passwörter oder nutzen Sie noch besser eine 2-Faktor-Authentifizierung.
  • Bevor Sie sensible Daten wie Anschrift, Geburtsdatum oder Zahlungsdaten eingeben, prüfen Sie unbedingt einen Shop auf Seriosität.
  • Nutzen Sie unterwegs unbedingt eine VPN-Verbindung.
  • Wenn Sie ein Gerät verkaufen, verschenken oder entsorgen wollen, stellen Sie sicher, dass sich darauf keinerlei persönliche Daten mehr befinden. 

So reagieren Sie richtig

Waren die Kriminellen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen erfolgreich, schließt sich für das Opfer ein ärgerlicher und mühsamer Prozess an. Natürlich haftet niemand für die Taten anderer, allerdings muss das Opfer in jedem Einzelfall nachweisen, eben gerade nicht der Urheber der Bestellung, des kriminellen Shops oder der üblen Nachrede gewesen zu sein. 

Und das kann Kosten verursachen, etwa wenn man die Hilfe eines Anwalts in Anspruch nimmt. Solche Risiken können „Cyberversicherungen“ abfedern, in deren Leistungsumfang dann oft auch eine automatische Überwachung des Darknets enthalten ist. Dort wird dann nach kompromittierten Daten gesucht (zum Beispiel owlDetect).

Was konkret zu tun ist:

  • Gehen Sie zur Polizei und erstatten Sie Anzeige. Das ist auch aus Haftungsgründen zu empfehlen.
  • Sitzen Sie Mahnschreiben und Nachfragen von Händlern nicht aus, sondern suchen Sie den Dialog. Im Zweifel mithilfe eines Anwalts.
  • Ändern Sie die Zugangsdaten aller Ihrer Benutzerkonten bei allen Online-Diensten und Angeboten. 
  • Informieren Sie Freunde und Bekannte über den Datendiebstahl, damit diese in Zukunft Nachrichten von Ihnen oder angebliche Beiträge in sozialen Medien kritisch prüfen. 
  • Prüfen Sie alle Ihre Geräte mit aktuellen Programmen auf Viren und Schädlinge. 
  • Überprüfen Sie Ihre Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen genauer. Behalten Sie die Dokumente auch über einen längeren Zeitpunkt intensiv im Blick, um unberechtigte Abbuchungen schneller zu entdecken. 
  • Besorgen Sie sich bei der Schufa einen aktuellen Auszug. So lassen sich auch am besten von Ihnen nicht veranlasste Transaktionen entdecken.

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