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Trackingsysteme protokollieren jeden Ihrer Schritte im Web.

Systeme für das Webtracking und die Webanalyse versuchen möglichst viel über die Nutzer herauszufinden. Diese Daten sollen es Werbetreibenden ermöglichen, gezielt Werbebanner und Produktinfos zu übertragen. Mit den Daten lassen sich aber auch Profile über die Nutzungsgewohnheiten anlegen. Es besteht die Gefahr, zum „gläsernen“ Nutzer zu werden. 

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Was ist „Tracking“?

Für erfahrene Nutzer ist es eine Binsenweisheit: Beim Surfen im Internet hinterlassen wir Spuren. Das lässt sich rein technisch auch nicht vollständig ausschließen. Wer die Seite eines Shops oder eine Nachrichtenseite abruft, tritt mit einem Server in Interaktion, auf dem die Inhalte gespeichert sind. Dieser Abruf der Elemente hinterlässt im Protokoll des Servers einen Eintrag. Darin ist dann beispielsweise auch die Information enthalten, woher der Besucher eigentlich gekommen ist (zum Beispiel über einen Link oder das Ergebnis einer Suchmaschine). 

Über diese einfache Protokollierung geht das moderne Webtracking deutlich hinaus. Stets werden dabei kleinere Dateien (Cookies) übertragen, oder aber die Inhalte sind mit für den Anwender unsichtbaren Elementen versehen, die zum Browser übertragen werden und auf dem System des Anbieters eine Rückmeldung hinterlassen. Da viele Werbetreibende auf die Dienste einer überschaubaren Zahl an Vermarktungsagenturen zurückgreifen, könnten die Daten dort zusammengeführt werden. 

Durch Tracking zahlen Sie vielleicht zu viel für Ihren Urlaub

Die Trackingskripte sammeln viele Informationen über das System des Nutzers. Sie erkennen beispielsweise die technische Ausstattung oder bemerken, dass der Nutzer sich das gleiche Produkt bereits mehrfach angesehen hat. Alle diese Informationen werden dann in Echtzeit ausgewertet. Aber nicht nur das. Ein im Online-Handel immer häufiger eingesetztes Verfahren wird als „Dynamic Pricing“ bezeichnet. Es besagt im Kern nur, dass die Preise in einem Webshop nicht statisch sind, sondern sich im zeitlichen Verlauf verändern.

Das kann aber auch dazu führen, dass Sie zu viel bezahlen. So haben Verbraucherzentralen etwa herausgefunden, dass die gleiche Hotelbuchung zu unterschiedlichen Preisen zu bekommen ist, je nachdem, ob der Nutzer sich mit seinem Desktop oder mit dem Smartphone das Angebot ansieht. In anderen Shops kosten technische Geräte mehr, wenn der Kunde mit einem Gerät von Apple durch den Shop surft. Dahinter steckt offenbar die Idee, dass Kunden, die mehr für die Hardware ausgegeben haben, auch für andere Produkte mehr bezahlen sollen. Maßnahmen gegen das Tracking sorgen also nicht nur für mehr Privatsphäre, sie können auch bares Geld sparen. 

So können Sie sich gegen Tracking wehren

  • Ändern Sie zunächst die Grundeinstellungen des Browsers. In vielen Programmen können Sie die Funktion „Do Not Track“ aktivieren. In Chrome können Sie beispielsweise unter „Einstellungen, Erweitert“ die Option „Mit Browserzugriffen eine ‚Do Not Track‘-Anforderung senden“ aktivieren. In Edge finden Sie dies in den „Erweiterten Einstellungen“ unter „Datenschutz und Dienste“. In Firefox rufen Sie ebenfalls die „Einstellungen“ auf und nutzen dann die Optionen aus dem Bereich „Schutz vor Aktivitätenverfolgung“. Allerdings halten sich bedauerlicherweise nicht alle Anbieter an diese Maßgabe durch den Browser.
  • Auch das Surfen im „Privat-“ oder „Inkognito-Modus“ des Browsers erschwert Trackern die Arbeit. Denn damit werden zwar Cookies erlaubt, diese aber nach der Sitzung wieder gelöscht. Das ist allerdings auch eine radikale Methode, denn es gibt durchaus praktische Cookies. Diese speichern etwa, wenn Sie sich bei einem Anbieter erfolgreich eingeloggt hatten. Beim nächsten Besuch der Seite signalisiert der Cookie, dass Sie schon dort waren, und Sie ersparen sich die erneute Angabe von Benutzernamen und Passwort. 
  • Kontrollieren Sie, welche Cookie-Einstellungen Sie im Browser gesetzt haben. Empfehlenswert ist auf jeden Fall, die Option „Cookies von Drittanbietern akzeptieren“ zu deaktivieren. Damit werden bereits viele Methoden für das Tracking erfolgreich unterbunden.
  • Installieren Sie ein Spezialprogramm für Ihren Browser, das das Tracking unterbindet und lediglich nützliche Cookies und Skripte ausführt. Die Einrichtung solcher Apps ist auch immer Vertrauenssache. So gab es in der Vergangenheit auch bereits Fälle, in denen die Anwendung zwar das Tracking unterbunden hat, aber selbst Daten über die Nutzer sammelte. Beispiele für nützliche Erweiterungen, die auch bereits von der Stiftung Warentest verglichen wurden, sind: 
    • Adblock Plus
    • BetterPrivacy
    • Cliqz Add-on
    • Disconnect
    • NoScript
    • Privacy Badger
    • ScriptSafe
    • uBlock Origin

Ein neuer Trend für mehr Anonymität: Privacyboxen

Die vorgestellten Erweiterungen und Programme für mehr Privatsphäre beim Surfen arbeiten tadellos. Es gehört aber zum Konzept, dass die Programme stets an den Browser gebunden sind, für den sie installiert wurden. Nutzen Sie einen anderen Computer oder Browser, sind Sie nicht mehr geschützt, es sei denn, Sie wiederholen die Einstellungen und die Installation der Erweiterungen.

Wer also zusätzlich zum eigenen PC auch noch die Computer der Kinder und des Partners sowie Tablets und Smartphones der Familie schützen will, hat eine ganze Menge Arbeit vor sich. Abhilfe schaffen hier sogenannte Privacyboxen. Diese werden zentral im heimischen Netzwerk mit dem Router verbunden und filtern dann ganz automatisch Trackingskripte oder Werbebanner heraus. Außerdem bieten sie teilweise noch Zusatzfunktionen, wie die Möglichkeit, völlig anonym zu surfen oder einen Inhaltsfilter für das Surfen von Kindern zu aktivieren. 

Beispiele für solche zentralen Lösungen sind

  • eBlocker
  • Trutzbox
  • upribox
  • Die Anschaffung einer solchen Box erleichtert die Pflege verschiedener Systeme. Bevor Sie sich ein solches Gerät kaufen, ist es ratsam, sich beim Hersteller direkt zu erkundigen, ob Sie die Box auch mit dem von Ihnen eingesetzten Router und an Ihrem Anschluss problemlos betreiben können.

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