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Diana Schnetgöke

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„Ich höre erst auf, wenn sich mehr Frauen in die IT-Branche trauen!“

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Laura ist 18 Jahre alt und seit September 2019 macht sie eine Ausbildung zur Fachinformatikerin bei der Telekom. Nun ist sie auch das neue Gesicht der #IWILLNOTSTOP Kampagne – weil sie ein Statement setzen möchte!

I will not stop, charging tech with girl power.

#IWILLNOTSTOP CHARGING TECH WITH GIRL POWER... so lautet Lauras Message, den sie für die neue Kampagne zusammen mit einer Agentur entwickelt hat. Wir haben sie getroffen und interviewt. Wie sie als Frau in der IT-Welt zurechtkommt und was diese neue Kampagne aussagt, könnt ihr hier lesen.

Was ist das für eine Kampagne und wie wurdest du ausgewählt?

Laura: In der neuen Kampagne möchte die Telekom nach außen tragen, wie sie als Arbeitgeber so drauf ist. Dafür wollten sie ihre Mitarbeiter zu Wort kommen lassen. Es ging also darum, zu erklären, warum mein Job etwas in der Gesellschaft verändert. Dass ich eben nicht nur irgendein Mitarbeiter in einem großen Konzern bin, sondern dass mein Job einen Sinn hat.

Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich wirklich genommen werden. Ich war noch nicht so lange da und wir haben nun mal viele gute Azubis.

Alles begann mit einer internen Mail, in der die Kampagne beschrieben wurde und wer dafür gesucht wird. Ich fand dann die Vorstellung, dabei zu sein, schon ganz cool. Ich hatte Bock auf eine neue Herausforderung.

Also sagte ich meinem Lernbegleiter, dass ich da gerne mitmachen würde. Und ja...so begann das neue Abenteuer.

Ich kann nicht alles von heute auf morgen verändern, aber ich kann dazu anstoßen.

Was kam dann alles auf dich zu?

Laura: Am Anfang war es zunächst viel Papierkram. Einverständniserklärungen und die Überlegung, wo ich dann überall zu sehen sein werde. Social Media sollte ein großes Thema sein – zum Beispiel Instagram oder YouTube.

Wie lief das Fotoshooting und der Videodreh ab?

Laura: Zuerst war das Fotoshooting in Köln dran. Dieses ging zwei Tage, weil nicht nur ich dort war, sondern noch weitere Telekommitarbeiter, die für die Kampagne geshootet werden sollten. Einige von ihnen sind sogar aus dem Ausland angereist. 

Am ersten Tag war Anprobe. Uns wurde gesagt, dass wir unser Lieblingsoutfit tragen sollen, damit wir uns direkt wohl fühlen. Man lächelt irgendwie automatisch, wenn man seine Lieblingsklamotten trägt. So war es bei mir auch.

Danach ging es dann zum Shooting. Das Shooting war super. Aber zugegeben – anfangs hatte ich schon so meine Schwierigkeiten. Ich bin ja, wie bereits erwähnt, eher zurückhaltend. Sich dann so vor der Kamera zu zeigen, das war etwas ganz Neues für mich.

Aber nach den ersten Schüssen hatte ich dann echt Spaß. Das Team hat sogar meine Lieblingsmusik angemacht, damit ich mich wohl fühle.

Der Videodreh war ein paar Wochen später. 

Da ich ein paar Fragen schon vorher bekommen hatte, konnte ich mich darauf vorbereiten. Aber das hat trotzdem nichts an meiner Nervosität geändert.

Nach drei Stunden Dreharbeiten und durch die super Unterstützung der zwei Frauen von der Agentur, ist am Ende dann doch ein ganz cooles Video entstanden.

20200427_Interview_Laura

Wie bist du auf deinen Kampagnen-Spruch gekommen?

Laura: Es war uns freigestellt, was für einen Spruch wir nehmen. Wir sollten aber etwas damit verbinden. Ich dachte mir, wenn ich schon einmal über meinen Schatten springe, dann sollte ich auch unbedingt eine Message rüberbringen.

Ich fand den Spruch dann ganz passend, weil ich es im Alltag jeden Tag erlebe, dass ich eine der wenigen Frauen in der IT-Branche bin. Und ich finde, wir müssen dringend mit diesen Klischees - „IT ist nur was für Männer“ - aufhören…

Weil das komplett falsch ist! Ich mag vielleicht physisch schwächer sein als ein Mann und kann nicht so schwere Sachen tragen, aber ich habe als Frau keineswegs weniger Logik. Jeder Mensch hat seine eigenen Fähigkeiten. Da kommt es nicht auf das Geschlecht an. Das wollte ich damit vermitteln.

Wie könnte man mehr Frauen für die IT-Branche motivieren?

Mir ist damals schon in der Schule aufgefallen, dass es da viel zu wenig in die technische Richtung gibt. Es gibt da zwar das Fach "Informatik", aber auch nicht an allen Schulen. 

Vielleicht könnten Schulen eine Art Grundkurs anbieten, der technische Basics vermittelt. Damit sich mehr junge Frauen zutrauen, ein technisches Problem alleine zu lösen. Ganz ohne männliche Hilfe. So manches Problem kann man auch einfach mal bei Google eingeben. Ich denke, das könnte jungen Frauen mehr Selbstvertrauen geben und so die Hemmschwelle zum Einstieg in die IT-Branche verringern.

Ich denke mit der Teilnahme an der Kampagne habe ich schon einen kleinen Schritt in die richtige Richtung gemacht.

Das ist Laura definitiv geglückt und wir sind uns sicher, dass dies noch mehr junge Frauen in der Berufsfindungsphase unterstützen kann, ihren IT-Interessen nachzugehen. Seid mutig und traut Euch, denn „jeder Mensch hat seine eigenen Fähigkeiten. Da kommt es nicht auf das Geschlecht an“!

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