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Christoph Pantel

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Leave Your Mark: The Wave Events Berlin&Zürich

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Als ich Sonntagabend in den Flieger nach Berlin stieg, um dort zum ersten Mal als Blogger für Leave Your Mark dabei zu sein, wusste ich ehrlich gesagt gar nicht so zu 100%, was mich dort erwarten würde. Name der Veranstaltung war Wave und ich hatte im Vorfeld erfahren, dass es sich dabei um eine große Elektroauto-Rallye handelt, die gerade stattfindet.

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Thema Elektromobilität also. Finde ich super und extrem interessant! Ich liebe es, mit den eSmarts von Car2Go durch Stuttgart zu fegen, leistungsstark und dabei mucksmäuschenstill. Brutal eigentlich, was mit Strom schon so möglich ist! Und dann ist da ja noch Tesla, im hippen Kalifornien fährt gefühlt jeder zweite das Model S und auch ich bin ein Fan. Dass Autos für die Steckdose extrem sexy sein können, wusste ich also schon. Aber was hat das mit der Telekom zu tun? Telefonieren kann ich ja auch im Auto mit herkömmlichem Verbrennungsmotor?

Tjaja, wissen wohl die wenigsten, dass die Telekom was mit eMobility zu tun hat. Bekommt man es dann aber erklärt, macht das ganze irgendwie total Sinn: Als DER Netzbetreiber überhaupt in Deutschland ist die Telekom natürlich prädestiniert dafür, sich auch mit der Infrastruktur für Elektroautos zu befassen. Zum einen natürlich in Richtung Ladesäulen, zum Anderen was das Management aller Komponenten angeht: Informationen zu Fahrzeugen auf der Straße, zu Kraftwerkskapazitäten, zur Ladung der Pufferspeicher – all das muss gesammelt, im Big Data Stil kombiniert und dann in Echtzeit für den individuellen Fahrer nutzbar gemacht werden.

Der Workshop in Berlin

So war es den Tag über die Aufgabe der Studentinnen und Studenten, sich mit einem "Paper" (natürlich nicht wörtlich gemeint ;) ) zur Elektromobilität zu befassen. Wie können Entscheidungsträger in Wirtschaft, Politik oder auch im Finanzsektor überzeugt werden, auf eMobility zu setzen und damit einen Beitrag zur Zukunft unserer Welt zu leisten?

Stundenlang rauchten die Köpfe, durchdachte Konzepte wurden ausgearbeitet und am Ende im Kolloquium präsentiert. Was mir dabei auffiel: Es scheint extrem schnell und einfach, junge Menschen für eMobility zu begeistern. Jeder wirkte schon nach wenigen Minuten, als stünde er bereits seit Jahren im Dienste der zukunftsweisenden Fahrzeugtechnik.

Entsprechend schlüssig waren die Ergebnisse dann auch und nach erfolgreicher Präsentation folgte das Highlight des Tages: Ein Elektroauto, ein Elektroroller und zwei eBikes standen bereit, um von uns getestet zu werden. Das Ergebnis war allgemeines Staunen über die Power der Fahrzeuge. Plötzlich zweifelte keiner mehr an den Worten des Wave Trophy Fahrers Alexander Decker, der meinte: „Das einzige, was man beim Tesla verbraucht, ist Gummi, weil der so viel Spaß macht!“

Beeindruckend war aber auch, wie leise die Elektrofahrzeuge alle sind. Eine der Gruppen verwendete den Namen ComMute für ihr Konzept – lautloses Pendeln sozusagen. Und zack – wurde so ganz nebenbei noch ein großer Vorteil von eMobility klar: Es könnte ruhiger werden in Großstädten! Man muss sich das mal vorstellen, eine Wohnung direkt an der Autobahn, ganz ohne Lärm und ohne Abgase!

Workshop Nummer zwei in Zürich

Zwei Tage nach meinem Leave Your Mark Auftakt ging es ins Nachbarland nach Zürich. Schließlich hatte auch die Wave Trophy mittlerweile ihren Weg zu den Eidgenossen gefunden und so war es nur logisch, dort wie auch schon in Berlin einen Workshop zu eMobility stattfinden zu lassen. Ich war gespannt, wie die Performance dort im Vergleich sein würde.

Zunächst mal gab es zwei Unterschiede: Wir hatten es in Zürich mit deutlich weniger Teilnehmern zu tun (lediglich 6 motivierte Studenten nahmen Teil) und wir waren dieses Mal direkt in einem Vorlesungsraum der Hochschule für Technik in Windisch. Deutlich intensiveres Flair also – perfekte Bedingungen, um sich mal volle Kanne mit dem Thema eMobility zu befassen. Wie auch bei den Jungs und Mädels in Berlin hatten die Teilnehmer dieses Thema nämlich bis Dato nicht so groß auf dem Schirm.

Von Null auf Hundert (flott wie ein Tesla) waren dann aber tatsächlich alle Feuer und Flamme und schnell merkte ich als Beobachter: Da war mehr Dampf drinnen als am Montag in Berlin! Mehrere vielsagende Ideen wurden von allen Teilnehmern zusammen ausgearbeitet, bevor diese sich dann aufteilten, um die beiden Ansätze mit dem meisten Potenzial weiter zu verfolgen.

Der Start der intensiven Arbeitsphase war für Marco Baldauf, Projektleiter der Hochschulkampagne Leave Your Mark und mich dann das Zeichen, den Raum mal zu verlassen und das Campusgelände zu erkunden. Dort trafen nämlich die Teilnehmer der Wave Trophy ein: Ein Tesla nach dem anderen gesellte sich in die Runde, aber auch sonst gab es so einiges zu sehen: Mehrere in Eigenarbeit umgebaute Fahrzeuge, die nun elektrisch unterwegs sind – als absolutes Highlight ein Porsche Speedster. Man kann nun also gleichzeitig im James Dean Style cruisen und trotzdem nachhaltig unterwegs sein. Klasse!

Nach dem i3 von Alex traf dann auch das zweite Telekom-Team im eGolf ein. Die magnetischen Karriere-Flossen MUSSTEN natürlich für ein funky Foto genutzt werden. Ist halt ne echt lustige Truppe da im Magenta-Land! Im Gepäck hatten die beiden dann auch noch ein digitales Siegel (wird es gebrochen, erscheint eine Push-Benachrichtigung auf dem Smartphone) und die Telekom Cloud der Dinge. Wusste gar nicht, dass Daniel Düsentrieb auch für T-Systems arbeitet...

Vor lauter eMobility-Porn vergaßen wir wohl ein bisschen die Zeit – ab zurück ins Gebäude, um den Präsentationen der Studis zu lauschen. Beeindruckend, was man sich innerhalb eines halben Tages so alles einfallen lassen kann zu einem Thema, das am Morgen noch etwas fremd scheint. Am Ende des Tages hatten wir aber auch in Zürich wieder 6 Leute sitzen, die sich bestimmt nicht zum letzten Mal mit eMobility beschäftigt haben. Ist halt eigentlich echt ein sexy Thema. Und ich brauche so einen Tesla!

Fun-Fact des Tages #1: Telekom-eMobility-Pionier Alex Decker hatte beim Workshop am Montag aus Versehen ein T-Shirt gegriffen, das zwar in Größe M war – aber für Frauen!

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Fun-Fact des Tages #2: Bei den Schweizern gibt es Käsekuchen als Hauptgericht. Das hat mit dem, was es bei Oma zum Kaffee gibt, aber rein gar nichts zu tun. Vielmehr geht es in Richtung Quiche (wenn ich die Beschreibung der Schweizer Kollegin richtig verstanden habe). Den süßen Kuchen nennen die Eidgenossen dann Cheesecake. Verrückte Welt!

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