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Diana Schnetgöke

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Vom Start up! Trainee Bewerbungsgespräch zum Entrepreneur

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Fahrrad geklaut? Kein Ding dank eingebautem Tracker und Technologie. Damit kann es leicht aufgespürt werden. Die Lösungen sind jedoch oft teuer, erfordern häufiges Aufladen mit Strom oder sind einfach nicht genau genug. Vier Telekom-Nachwuchskräfte entwickeln nun etwas Besseres.

Der Prototyp des Fahrrad-Trackers wird in der Hand gehalten und gezeigt.

Der Fahrrad-Tracker vereint nu-SIM und Narrowband-IoT-Technologien in einer innovativen, marktrelevanten Produktidee.

Ashmi Banerjee war sehr aufgeregt, als sie sich auf ihr Bewerbungsgespräch bei der Telekom vorbereitete. Sie hatte ihren Master in Informatik an TU München abgeschlossen. Auch hatte sie schon einige Erfahrungen als Software-Entwicklerin gesammelt. Nun wollte sie bei der Telekom als Trainee einsteigen. Trainees oder „Start-ups“ durchlaufen in 18 Monaten verschiedene Bereiche, bevor sie an fester Position im Konzern einsteigen.

Ihrer Bewerbung folgte die Einladung zum Assessment-Center. Alle Kandidat*innen sollten dort eine neue Produktidee für die Telekom präsentieren. 

Ashmi schaute sich die Unternehmenswebsite an. Die begeisterte Radfahrerin und angehende Triathletin fand, dass es dort eher wenig aus dem Bereich Sport gab. Gleichzeitig beschäftigte sie die Sorge, dass ihr Fahrrad, an unbelebten Orten abgestellt, gestohlen werden könnte. Sie befragte ihren Freund, ebenfalls ein Triathlet. Da kam ihr die Idee …

Jährlich verschwinden etwa 260.000 Fahrräder allein in Deutschland. Davon tauchen nur neun Prozent wieder auf. Eine effiziente Fahrradortung könnte die Diebstähle verringern und den Fahrradbesitzern ein gutes Gefühl geben, wenn sie ihre Räder an unsicheren Plätzen abstellen müssen. Für ihr Assessment-Center-Gespräch entwickelte Ashmi dafür eine Lösung mit dem intelligenten Internet der Dinge.  

Diese Lösung sollte drei Zutaten haben: GPS, Nu-SIM und das Narrowband-IoT. GPS soll für die punktgenaue Ortung sorgen. Nu-SIM ist ein spezieller stromsparender Chip samt Mobilfunkverbindung. Er steckt fest verbaut in Geräten des Internet der Dinge (Internet of Things, IoT). Zum Beispiel in Sensoren, die sogar tief in Brücken Korrosion erkennen können. „Narrowband-IoT“ ist eine schmalbandige Verbindung im Netz, mit der Geräte selbst aus weit entfernten Tiefgaragen oder Kellern rausfunken. Das Alleinstellungsmerkmal liegt jedoch darin, dass datensensibel geortet wird, also nur dann, wenn die Standortinformationen angefordert werden. Kurzum: Alles überzeugte die Recruiter*innen und Fachbereichsvertreter*innen. Ashmi kam an Bord des Konzerns. 

Vier Frauen stehen zusammen und freuen sich über ihr innovatives Produkt: den Fahrradtracker.

Alle für einen: Ashmi Banerjee, Fabienne Ganjon, Sheng Yue und Friederike Michaelis freuen sich über den Prototypen ihres "Fahrradtracker 4.0". Nun suchen sie bereits intensiv nach Interessierten.

Vier Enthusiastinnen, ein Ziel

Das war vor einem Jahr. „Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich heute bereits einen Tracker-Prototypen in der Hand halten würde“, sagt die 27-Jährige. Das Team hat nicht nur einen funktionsfähigen Protoypen als Gerät gebaut, sondern auch eine Webseite samt Arbeitstitel: Bike Tracker 4.0 gelauncht. Darüber hinaus wurden Verbraucher im Rahmen einer Studie befragt, die die Geschäftsidee untermauert. 

Vor allem freut Ashmi, dass bei der Telekom sofort Mitstreiterinnen in der Trainee-Community gefunden hat. Drei Nachwuchskräfte, die so begeistert von der Idee sind wie sie selbst: Fabienne Ganjon hat Elektrotechnik studiert. Die Ingenieurin baut als Hardwarespezialistin im Team den Protoypen, der in Rahmen oder Handgriffe passen soll. Sheng Yue ist IoT-Enthusiastin. Sie hat Management & Wirtschaft studiert und übernimmt die geschäftliche Seite im Projekt. Friederike Michaelis, Mathematikerin, bringt ihre Expertise als Beraterin ein.  

„Wollen jetzt schon Interessenten gewinnen“

Sie alle sind froh, dass sie neben ihren eigentlichen Jobs bei der Telekom Raum für Innovation haben. Drei Monate im Programm „Lean Innovation“ (vormals UQBATE) ermöglichte ihnen, die jeweilige Rolle im Team zu finden, sich mit neuen Themen wie Finanzen auseinanderzusetzen und gemeinsam ihr Produkt weiterzuentwickeln. 

Jetzt ist noch alles offen. Eine erste Prototypenförderung kam von der Telekom-Tochter Mobility Solutions, die neben Autos auch Fahrräder verleiht. Dennoch sind Investor*innen gefragt, um das ganze groß zu machen. Und Interessent*innen: „Wer zu den ersten Besitzer*innen des künftigen Trackers gehören will, kann sich jetzt schon in unsere Warteliste eintragen“, sagt Fabienne Ganjon. Sie ist wie die anderen drei sehr gespannt auf die Zukunft des Bike Tracker 4.0. „Wir sind alle sehr motiviert und haben viel Spaß. Fest steht schon jetzt: In puncto persönlicher Entwicklung tragen wir alle inzwischen das gelbe Trikot.“  


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