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Noelle Krein

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Work-Life-Balance im Dualen Studium?

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Gute Noten, erfolgreiches Studium und auch erfolgreiches Bewältigen der Aufgaben im Betrieb sind wichtig. Das kostet Zeit und kommt nicht auf einen zu geflogen. Doch gleichzeitig sind das Pflegen von Freundschaften, Zeit zum Entspannen und Herunterfahren sowie Abwechslung im Alltag durch Hobbys wie Sport oder Musik auch wichtig. Das hört sich nach ziemlich vielen Zielen und Aktivitäten an – ein Tag hat leider nur 24h und das alles unter einen Hut zu bekommen kann eine Herausforderung sein. Aber unmöglich ist es nicht - Planung und Einteilung sind essenziel, um eine Work-Life Balance und ein ausgeglichenes Leben zu haben.

Warum Work-Life-Balance so wichtig ist

Work-Life-Balance bedeutet der Ausgleich zwischen dem Berufs- und Arbeitsleben. Es ist wichtig, dass diese im Ausgleich sind, denn wenn wir nur noch arbeiten und unseren privaten Interessen nicht mehr nachgehen, sind wir sehr einseitig unterwegs. Für die Arbeit sind wir weniger motiviert, schlechter gelaunt und arbeiten ineffizienter. Besonders den ganzen Tag im Büro zu sitzen und keinen körperlichen Ausgleich durch Sport zu haben ist schädlich für unsere Gesundheit. 

Wie ich damit umgegangen bin – mein Alltag

Es war immer mein Ziel die Arbeit und das Studium erfolgreich zu meistern und gleichzeitig noch Freizeit zu haben. Das hat auch die meiste Zeit gut geklappt. Mit dem Beginn des dualen Studiums bin ich von meiner Heimat neu nach Stuttgart gezogen. Somit gab es neben dem Wechsel von Schule zum Arbeiten und Studium auch ein Wohnortwechsel. Davor habe ich mit meiner Familie zusammengewohnt, jetzt wohne ich in einer WG. Kochen, putzen und mich um Dinge wie Stromanbieter zu kümmern, gehörten davor nie zu meinem Aufgabenbereich. Das nimmt natürlich auch neben der Arbeit Zeit in Anspruch. Gleichzeitig ist mir der Kontakt sowohl zu meinen alten Freunden aus meiner Heimat und zu meinen neuen Freunden in Stuttgart wichtig. Außerdem habe ich immer gerne gelesen, mich gesund ernährt und Sport gemacht. Das wollte ich auch durch meinen Umzug nicht vernachlässigen.

Eine Gruppe junger Menschen sitzt zusammen und unterhält sich

Mit dem richtigen Management hast Du selbst während des Dualem Studium genug Zeit, mit Deinen Freunden schöne Abende zu erleben.

Momentan klappt das ziemlich gut, aber schon während meiner bislang fünf monatigen Erfahrung mit dem dualen Studium gab es natürlich Phasen, wo ich das ein oder andere leider vernachlässigt habe und viel lernen musste. Besonders während ich meine Hausarbeit schreiben, mehrere Präsentationen vorbereiten und gleichzeitig betrieblichen Aufgaben nachgehen musste, habe ich mein Privatleben vernachlässigt. Jetzt steht eine zweite stressige Phase - die Klausurenphase – an. Hier möchte ich nicht die gleichen Fehler machen.

Aus Fehlern lernt man

Das wesentliche Problem bei dem Schreiben der Hausarbeit war, dass ich so etwas noch nie davor machen musste und somit keine Ahnung hatte, welche Herausforderungen ich im Zuge des Schreibprozesses bewältigen musste und wie viel Zeit ich wirklich brauchen werde. Am Anfang habe ich meine Energie in viele falsche Dinge reingesteckt, die sich später beim Erstellen der Hausarbeit als falsch rausgestellt haben. Außerdem war mein Fokus so sehr auf dieser Hausarbeit, dass ich die Präsentationen vernachlässigt habe und mich erst zu knapp mit diesen beschäftigt habe. Ich habe alles hinbekommen, doch kurz vor den Abgaben hatte ich immer Stress und es gab auch Tage, an denen ich bis spät abends daran gesessen habe und zu nichts anderem mehr gekommen bin.

Doch das hätte auch anders ablaufen können. Hätte ich besser geplant, hätte ich weniger Stress und eine Balance zwischen Studium und Privatleben gehabt. Jetzt bei der Prüfungsvorbereitung gehe ich trotzdem – oder eher ganz bewusst - zum Sport und unternehme Dinge mit Freunden. Es funktioniert um einiges besser, als in den Monaten davor.

Wieso es jetzt funktioniert

Zwei Kollegen die ihre Aufgaben planen.

Mit Listen kannst Du effektiver arbeiten und Du ersparst Dir viel Zeit, wenn Du Deine Aufgaben planst.

Ich habe mir rechtzeitig ein Bild drüber gemacht, was alles betrieblich und im Rahmen des Studiums auf mich zukommen wird und früh mit dem Lernen angefangen. Auch schon im Abitur habe ich den Stoff in einzelne Kapitel aufgeteilt und mir einen Plan gemacht, wann ich welches Kapitel lernen möchte. So habe ich alles rechtzeitig gelernt und die Prüfungen mit Erfolg abgeschlossen. Listen und Pläne helfen allgemein sehr, um sowohl geschäftlich als auch privat einen Überblick über die zu erledigenden Dinge zu bekommen. Oft schreibe ich mir für jeden Tag auf, was ich erledigt haben möchte und in welcher Reihenfolge ich dieses tun möchte. Deswegen ist meiner Meinung nach Planung das A und O für eine erfolgreiche Work-Life-Balance.

Außerdem ist Ablenkung oder das Verschwenden von Zeit auch ein wichtiger Punkt. Besonders beim Lernen neige ich oft dazu, unnötig an mein Handy zu gehen und mich davon ablenken zu lassen. Das ist Zeit, die ich ineffizient nutze und am Ende hätte ich viel weniger Zeit zum Lernen gebraucht oder hätte mehr Zeit für Sport oder Freude treffen gehabt. Damit ich mich weniger ablenken lasse, habe ich mir z.B. einen Wecker gestellt. Bis dieser klingelt, gehe ich nicht an mein Handy oder ich stelle den Flugmodus ein, um mich nicht von neuen Nachrichten ablenken zu lassen. Dadurch lerne ich viel effizienter und habe mehr Zeit auch in stressigen Phasen, mit meinen Freunden etwas zu unternehmen.

Mittlerweile weiß ich auch was meine Aufgaben im Betrieb sind und was auf mich zukommt. Es gibt immer mal wieder Phasen in denen ich weniger Arbeit habe, da nehme ich dann einfach meine Lernsachen mit.

Natürlich habe ich auch kleine spezifische Tipps, die allerdings abhängig von der eigenen Lebenssituation sind. In meiner WG haben wir einen Putzplan eingeführt, damit jeder genau weiß, wann was zu tun ist und die Arbeit gerecht aufgeteilt ist. Vorkochen oder Kochen von größeren Portionen hilft, auch bei Stresssituationen, ausgewogen zu essen. Mit Freunden kann man immer noch über die sozialen Medien gut bei weniger verfügbarer Zeit in Kontakt bleiben und auch wenn ein persönliches Treffen zeitlich nicht möglich ist einen Videochat zu machen.

Es ist nur eine Phase und weg vom Perfektionismus

Grundsätzlich solltest Du Lernen, dass es nicht möglich ist 100 Sachen auf einmal erfolgreich zu meistern und dass es natürlich auch mit einem super Management nicht möglich ist, alles im perfekten Ausmaß machen zu können. Dies ist wichtig im Hinterkopf zu haben und sich somit nicht zu schnell frustrieren zu lassen. Ich halte mir immer vor Augen, dass alles eine Phase ist. Einmal mit etwas weniger Zeit für das Privatleben wenn z.B. Klausurphasen oder bei zeitkritische betrieblichen Projekte anstehen. Auf der anderen Seite gibt es zum Ausgleich auch wieder entspannte Phasen, in denen Überstunden abgebaut, Erholungsurlaub genommen werden kann und man sich mehr dem Privatleben widmen kann.

Ich kann Dir nur mitgeben, hab nicht zu viel Angst vor einem dualen Studium. Ich habe immer noch ein ausgewogenes Privatleben. Stressige Phasen kann man mit guten Management überwinden. Ich habe es nie bereut mich für ein duales Studium entschieden zu haben.

Hast Du noch weitere Fragen oder Anregungen? –Dann hinterlasse einen Kommentar 😊

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