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Martina Morawietz

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„schulKI“ ist ein KI-Chatbot für den Unterricht: sicher, kostengünstig, vertrauenswürdig und konzipiert von Lehrkräften. René Richter, Mitinhaber der Schulverwalter GmbH, dem Anbieter von „schulKI“, gibt Einblicke in Entwicklung, Funktionen und Sicherheitsaspekte.

Freundlicher Roboterlehrer im Klassenzimmer.

schulKI bietet eine Vielzahl verschiedener KI-Tools, die speziell für Schulen und Unterricht entwickelt wurden. © schulKI.de

„Mit der KI habe ich sofort Feedback bekommen. Sie hat mich gelobt. Ich musste nicht 20 Minuten auf den Lehrer warten." Worum geht es? Richtig: Schule. Referat in Deutsch. Dinge wie Rechtschreibung, Grammatik oder Kommasetzung – Schüler*innen brauchen Feedback, um sich zu verbessern. Bisher hat die Lehrkraft alle Texte geprüft – vielleicht 100 Referate. Nun hilft die KI. Und der Lehrer oder die Lehrerin sieht für die Bewertung der Leistung die Zusammenfassung.

Eine Plattform von Lehrkräften für Lehrkräfte

René Richter unterrichtet Informatik und Physik an einem Gymnasium in Dresden. „Mich begeistert es, verständliche, moderne und praxisnahe Unterrichtskonzepte zu entwickeln“, sagt er. Seit 2021 bringt er diese Begeisterung auch in die Firma Schulverwalter GmbH ein. „Wir sind Lehrkräfte und wir entwickeln für Lehrkräfte.“ Schulverwalter wurde vor sechs Jahren in Leipzig gegründet. Von drei Gründern kamen zwei aus dem Lehrerberuf. „Angefangen hat alles mit dem digitalen Klassen- und Notenbuch beste.schule, weil es nichts gab, was unseren Anforderungen entsprach. Oben an steht der Gedanke, Schulen und Schüler zu unterstützen, überall dort, wo Digitalisierung den Schulalltag leichter machen kann. Natürlich mit dem notwendigen Datenschutz. Dabei bringen digitale Systeme eine echte Zeitersparnis: Krankmeldungen laufen per App, Lehrkräfte melden Fehlzeiten direkt an die Schulverwaltung und die Sekretariate hören zuhause nach. Oder Schüler überprüfen ihre Noten selbst und melden etwaige Unstimmigkeiten sofort zurück.“

René Richter.

René Richter ist Vollzeitlehrer und Mitinhaber von Schulverwalter GmbH. © René Richter privat

Aus einer Idee wird ein Unternehmen mit vielen Mitarbeitenden

Als René zum ersten Mal vom Noten- und Klassenbuch hörte, fragte er im Kollegium: "Wollen wir das nicht bei uns testen?" Heute ist er Mitinhaber, kümmert sich um Vertrieb, Support und Fortbildungen. Das einstige Startup ist zu einem großem Team gewachsen. Schulverwalter gehört zum Techboost-Förderprogramm der Telekom, das Start-ups im Bereich Technologie und Digitalisierung unterstützt. „ Ich möchte Vollzeitlehrer bleiben und unsere Ideen direkt an die Schule bringen. Die Produkte testen wir damit direkt im Alltag.“ Bereits Ende 2022 – als von ChatGPT noch kaum die Rede war – startete das Team mit den ersten Tests zur Integration von KI.

schulKI für individuelles und barrierefreies Lernen

Und nun gibt es  die Plattform„schulKI.de“. schulKI bietet eine Vielzahl verschiedener KI-Tools, die speziell für Schulen und Unterricht entwickelt wurden. Sie werden auf schulKI.de betrieben. Die Plattform ist altersgerecht gestaltet und soll den Einsatz von KI im Unterricht sicher und datenschutzkonform ermöglichen. schulKI hilft auch bei der Unterrichtsvorbereitung, der Bewertung, der Kommunikation und bei individualisiertem Lernen.

Lehrende und Lernende nutzen schulKI als Lernhilfe, Recherchepartner, Tutor oder historische Figur. Schüler*innen lesen Inhalte von Webseiten und Videos ein, lösen Rechen-Aufgaben oder analysieren Quellen wie PDF-Dokumente mit Hilfe von KI. Die Software erstellt Tabellen, Diagramme oder Web-Grafiken. Lehrkräfte konfigurieren dabei spezialisierte Assistenten für ihre Aufgaben. schulKI schafft eine Umgebung, in der jeder die Möglichkeit hat, individuell zu lernen „Denken wir an das Thema Sprache, an Integration“, erklärt René. „Jeder soll teilnehmen können. Idealerweise differenziert die Lehrkraft eine Aufgabe inhaltlich und sprachlich.“ Mit schulKI ist das leicht: "Erkläre mir die Aufgabe einfacher” oder “übersetze die Aufgabe" lautet die Anweisung an die KI.

So nutzen Schüler*innen schulKI sicher und anonym

Über Schnittstellen bietet schulKI Zugriff auf ChatGPT und andere KIs, die normalerweise kostenpflichtige Lizenzen pro Person erfordern. Aber bei schulKI brauchen Schüler*innen keine eigenen Accounts. Über QR-Codes können Schüler*innen für eine bestimmte Zeit der Sitzung der Lehrkräfte beitreten – ganz ohne Eingabe persönlicher Daten. Sie erhalten Aliasnamen, die es der Lehrkraft ermöglichen, Ergebnisse zuzuordnen, ohne Datenschutzrichtlinien zu verletzen. Sie verbinden sich nur mit Servern in Deutschland. Die Lehrkraft kann einen zeitlichen Rahmen für die Aufgabe festlegen, die Chats der Schüler und Schülerinnen einsehen und sie sich auch mit Hilfe von KI zusammenfassen und auswerten lassen.

schulKI unterstützt Lehrkräfte…… bei Aufgabenerstellung und Bewertung: Lehrkräfte können Aufgaben im System anlegen; die KI bewertet Schülerantworten automatisch, vergibt Punkte und erzeugt Hinweise oder zeigt Musterlösungen. Das Tool erkennt auch Text aus Bildern. Damit können auch abfotografierte Hefteinträge oder Arbeitsblätter ausgewertet werden. Schüler*innen erhalten sofortiges Feedback.
… bei der Formulierung von Zeugnissen, Lernentwicklungsberichten, Förderempfehlungen, Protokollen und Elternbriefen sowie bei der Bildung ausgewogener Lerngruppen.

schulKI bietet sowohl europäische, datenschutzkonforme Anbieter wie DeepSeek (gehostet in den Niederlanden) und Llama in Deutschland als auch internationale Plattformen wie ChatGPT und Claude. Sie ermöglichen Texterkennung, Sprachtranskription, Text-zu-Sprache, KI-Bildgenerierung und bieten auch Avatare für Unterricht und Projekte.

„Die erzählt doch Quatsch“: digital literacy fördern

Natürlich gibt es auch Vorbehalte. René erinnert sich an einer Präsentation vor Geschichtslehrkräften. Die KI sollte Marie Antoinette spielen, und im Gespräch historisches Wissen vermitteln. "Die erzählt doch Quatsch“, so die Meinung der Lehrkräfte. „Nutzt das doch bewusst“, entgegnete René: "Der erste, der falsche Fakten erkennt, bekommt eine Belohnung. So haben wir einen doppelter Lerneffekt, denn wir vermitteln auch Medienkompetenz.“ René betont: „Alle aktuellen KIs können sich irren. Wir empfehlen den Einsatz nur im begleiteten Unterricht. Und dann gemeinsam üben, üben, üben.“

schulKI nutzt Telekom-Kapazitäten für Rechenleistung und Serverstandorte ausschließlich in Deutschland. Beispielsweise die gesamte Datenverarbeitung von Sprach- und Handschrifterkennung erfolgt in deutschen Telekom-Rechenzentren. Dadurch bleibt die Plattform unabhängig von US-Dienstleistern und erfüllt die europäischen Datenschutzstandards. schulKI verarbeitet nur technisch notwendige Daten. Sämtliche Daten werden nach der Verarbeitung sofort gelöscht, und es besteht ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit Schulen, um Konformität mit der Datenschutzgrundverordnung zu sichern.

Inzwischen nutzen viele Schulen schulKI, auch in Österreich und der Schweiz.. „Das Produkt entwickelt sich ständig weiter“, erzählt René, „wir Lehrer bringen unsere Ideen ein, holen Feedback bei Anwendertreffen, bei Fortbildungen und direkt in den Schulen. Andersherum fließen Erfahrungen aus der Firma, beispielsweise Projektmanagement, direkt in meine Unterrichtsgestaltung ein: Wie programmiere ich eine App? Wie gründe ich ein Startup, wie entwickele ich eigene Ideen und setze sie um? Auf diese Weise entwickeln wir die Plattform über den gegenseitigen Austausch weiter, ohne dass dafür ein Stundensatz abgerechnet wird. Entscheidend für uns ist, dass die Idee von KI in der Schule wirklich ankommt – und das Projekt sich langfristig trägt.“

Ohne Netz keine Digitalisierung an Schulen: Schulen, die auf Glasfaser setzen, schaffen die Grundlage für eine zukunftsfähige digitale Infrastruktur. Glasfaser ist Basis für stabiles und schnelles Internet und flächendeckendes WLAN, ist weniger störanfällig und energieeffizient.

- Mit 1 Mbit/s pro Nutzer ist eine „gute Grundversorgung“ gewährleistet – ideal für Webzugriffe, E-Mails und Cloud-Dienste.

- 2 Mbit/s pro Nutzer entsprechen der „Komfortzone“, um Videostreams, Lernplattformen und größere Dateitransfers parallel und ohne Engpässe zu nutzen.

- Für Schulen mit intensiver digitaler Nutzung (Tablets, Cloud-Backups, Video-Unterricht) sind mehr als 1 Gbit/s für die gesamte Schule empfehlenswert. Das entspricht etwa 1 Mbit/s pro Schüler bei rund 1.000 Geräten.

Mehr Informationen

https://public.telekom.de/digitalisierungsloesungen/digitale-bildung-und-schule

https://techboost.telekom.com/

Technik unterm Weihnachtsbaum: Teachtoday hilft beim sicheren Umgang mit Handy & Co. .

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