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Georg von Wagner

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Gernseh-Kamera: Sporttotal-TV mit 5G

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Wenn die Fußball-Bundesliga im Fernsehen läuft, sind oft mehr TV-Kameras im Einsatz als Spieler auf dem Platz. Bis zu 26 Kameras übertragen die Partien in die ganze Welt. Darunter sind spezialisierte Systeme, wie die Spider Cam, die Robotic Cam oder die Star Cam, die 90 Minuten lang vollautomatisch nur die Superstars wie Robert Lewandowski oder Erling Haaland ins Visier nehmen. Für kleine Vereine, für Amateure, ist diese Technik viel zu aufwändig und teuer. Aber auch sie können ihre Spiele live ins Internet bringen – mit der Plattform Sporttotal.tv und mit 5G-Technik der Telekom.

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Die Telekom-Kamera im Einsatz beim Fußball.

Das ist Sporttotal.tv

Der Streamingdienst aus Köln hat sich seit 2016 zum Ziel gesetzt, dass nicht nur der Profisport und der große Fußball live im Netz zu sehen sind – sondern auch Regionalligen, Oberligen, Verbandsligen und der gesamte Amateurbereich. Und nicht allein Fußball wird gezeigt, auch andere Sportarten. Motto des Unternehmens: „Wir wollen den Amateursport demokratisieren.“ Weil für die kleinen, aber feinen Klubs selbst eine einzige Kamera mit Kameramann oder -frau samt Streaming-Technik finanziell und personell meist nicht zu stemmen ist, setzt Sporttotal.tv auf eine automatische Kamera. Sie wird einmal zur Inbetriebnahme installiert und erledigt die Übertragungen per 5G-Mobilfunknetz dann von ganz allein. So kommen auch Spiele wie Preußen Münster gegen FC Wegberg-Beeck, Eintracht Norderstedt gegen SC Weiche Flensburg oder TSV Aubstadt gegen FV Illertissen live ins Netz.

So funktioniert das automatische Fußball-Fernsehen

Möglich macht das große Streamen für die kleinen Klubs eine 180-Grad-Rundsicht-Kamera mit 5G-Technik der Telekom. Sie sieht ein wenig aus wie ein magenta-weißes Vogelhäuschen. Ist aber - anders als diese - voll mit künstlicher Intelligenz und bleibt so immer am Ball. „Auf der Kamera ist eine Software installiert, die anhand der Bewegung des Balles und der Spieler das Spielgeschehen verfolgt und entsprechend schwenkt,“ sagt Philipp Schnorbach, Director Business Development bei Sporttotal. Das sorgt mit HD-Bildqualität und Zooms mitten ins Geschehen für eine erstaunlich gute Übertragungsqualität, die den Sportübertragungen im Fernsehen nahekommt.

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180-Grad-Rundsicht-Kamera mit 5G-Technik der Telekom.

So werden die Bilder übertragen

Die „Gernseh-Kamera“ ist an einem Flutlichtmast oder am Stadiondach installiert, in der Regel auf Höhe der Mittellinie. Von hier aus hat sie die beste Sicht aufs Spielfeld. Johannes Brunswick, Projektmanager für Geschäftskunden bei der Telekom, ergänzt: „Mit dieser künstlichen Intelligenz wird ein Regisseur überflüssig. Das macht die Kamera selbst. Die spannendsten und interessantesten Szenen werden von der Kamera selbstständig so zusammengemischt, als wäre ein Regisseur am Werk.“ Die Bilder werden über das 5G-Netz der Telekom live auf die Sporttotal.tv-Plattform übertragen. Fans, die nicht vor Ort sind, können sich die Spiele dann live anschauen – oder später als Video-on-demand. Dabei gibt es auf Wunsch nur die Highlights oder das ganze Spiel.

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Johannes Brunswick, Projektmanager Telekom Deutschland Geschäftskunden GmbH.

Das haben die Sportvereine davon

Selbst Mannschaften aus Kreisligen, wie der SV Gremberg-Humboldt 60/62 aus Köln, können so ihren Bekanntheitsgrad steigern. Und sie können ihren treuen Fans einen bisher nie gekannten Service bieten – „vor allem den Älteren, die nicht jede Woche hierherkommen können, zum Beispiel bei schlechtem Wetter, oder wenn es zu heiß ist“, so Klub-Geschäftsführer Thomas Schütze. Und er nennt einen weiteren Riesenvorteil der professionellen Bilder von den Spielen: „In erster Linie versprechen wir uns davon, die Vor- und Nachbetrachtung machen zu können, die wir im Training wirklich sehr stark nutzen werden.“ So bekommt der SV Gremberg-Humboldt sozusagen einen digitalen Julian Nagelsmann. Thomas Schütze empfiehlt auch anderen Klubs die 5G-Kamera der Telekom und ist überzeugt: „Das ist eine Win-Win-Situation, das ist die digitale Zukunft der Amateurvereine.“

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Thomas Schütze, Geschäftsführer SV Gremberg-Humboldt 60/62 e.V.

Die Zukunft der Technik

Die Telekom und Sporttotal.tv entwickeln das System immer weiter: „Zum einen werden wir weitere Tools und Möglichkeiten hinzufügen, mit denen Trainer und Betreuer die Spiele noch besser analysieren können“, so Telekom-Projektmanager Brunswick. Dabei geht es um Laufwege oder Laufstrecken der Spielerinnen und Spieler. Zum anderen sollen weitere Sportarten hinzuzukommen, die sich mit dem „automatischen Regisseur“ übertragen lassen. Aktueller Stand, so Brunswick: „Konkret testen wir gerade mit dem Berliner Tennisclub 1899 Blau-Weiß die, um sie auch im Tennissport einsetzen zu können. Erste Ergebnisse sind sehr vielversprechend. Basketball und Handball sind weitere Sportarten, die wir schon in diesem Jahr gerne dazunehmen möchten.“

Die Telekom-Kamera beim Tennis und beim Hockey

 „Wir wollen unseren Mitgliedern die Möglichkeit bieten, Übertragungen in neuen Perspektiven und mit neuen Technologien zu sehen. Und das im Herzen Berlins, vier Minuten vom Ku‘damm entfernt, natürlich auch gerne mit 5G. Das ist etwas Neues, das ist auf unseren Plätzen wunderbar“, so Johannes Polgar, Geschäftsführer vom TC 1899 Blau-Weiß, Von der Technik sollen nicht nur die mehr als 3.000 Mitglieder der Tennisabteilung profitieren, sondern auch die fast 1.000 Mitglieder der aufstrebenden Hockeyabteilung von Blau-Weiß. Für sie kann sich Geschäftsführer Polgar Übertragungen nach dem Vorbild der Fußball-Kameras von Sporttotal und Telekom vorstellen. Ganz unabhängig von der Sportart sind ihm bei der neuen Technik diese Kriterien wichtig: „In erster Linie muss die Programmierung der Software sitzen. Die Kameratechnologie muss sitzen, und auch die 5G-Übertragung. Aus den Vorgesprächen heraus bin ich in allen drei Punkten sehr optimistisch.“ Die Chancen stehen also gut, dass es bald bei weiteren Sportarten heißt: „Spiel, Satz und Sieg – mit 5G live im Netz.“

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Johannes Polgar, Geschäftsführer Tennisclub 1899 e.V. Blau-Weiß

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