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Sandra Rohrbach

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Schnelles Internet gehört heute zur Grundversorgung einer Immobilie. Ob Homeoffice, Streaming, Smart Home oder digitale Dienstleistungen: Die Anforderungen an die Internetanbindung steigen kontinuierlich. 

Glasfaser gilt derzeit als die leistungsfähigste und langfristig zukunftssicherste Technologie für die Breitbandversorgung. Bei einem Glasfaseranschluss werden Daten über Lichtsignale durch Glasfaserkabel übertragen. Dadurch sind deutlich höhere und stabilere Übertragungsraten möglich als bei herkömmlichen kupferbasierten Leitungen, wie sie bei DSL- oder Kabelanschlüssen genutzt werden. So schafft ein Glasfaseranschluss die Grundlage für hohe Bandbreiten und stabile Verbindungen. Gleichzeitig kann er dazu beitragen, die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit einer Immobilie langfristig zu sichern.

Deutsche Telekom

Für Eigentümer von Ein- und Mehrfamilienhäusern stellt sich deshalb zunehmend die Frage:

  • Warum ist Glasfaser für meine Immobilie sinnvoll?
  • Welche Vorteile bietet ein Glasfaseranschluss für Vermieter und Eigentümer?
  • Entstehen Kosten für den Hausanschluss?
  • Wie aufwendig ist die Installation?
  • Welche Schritte sind für den Anschluss erforderlich?

Dieser Ratgeber erklärt, warum ein Glasfaseranschluss für Immobilienbesitzer sinnvoll sein kann und welche Schritte für den Anschluss notwendig sind.

Warum Glasfaser für Eigentümer wichtig wird

Glasfaser kann die Attraktivität einer Immobilie erhöhen und sich positiv auf ihre Vermarktbarkeit auswirken. Denn ein Glasfaseranschluss bedeutet einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Alternativen ohne moderne Internetanbindung. Besonders in Gebieten, in denen Glasfaser noch nicht flächendeckend verfügbar ist, hebt sich eine Immobilie mit schnellem Internet positiv ab. Denn die Nachfrage nach leistungsfähigen Internetanschlüssen steigt seit Jahren. 

Viele Menschen achten bei der Wohnungssuche oder beim Immobilienkauf inzwischen gezielt auf die verfügbare Internetversorgung. Immer mehr Mieter oder Käufer, die auf Homeoffice und hohe Bandbreiten angewiesen sind, scheuen Immobilien mit langsamen DSL- oder Kabel-Verbindungen und bevorzugen Objekte mit Glasfaseranschluss. Das kann bei Vermietung oder Verkauf ein entscheidender Pluspunkt sein, der die Attraktivität einer Immobilie steigert. 

Ein Glasfaseranschluss bietet dabei mehrere Vorteile:

• hohe und stabile Bandbreiten,
• schnelle Upload- und Downloadgeschwindigkeiten,
• eine hohe Leistungsfähigkeit auch bei gleichzeitiger Nutzung vieler Geräte,
• eine langfristig zukunftssichere Infrastruktur,
• und eine attraktive digitale Ausstattung der Immobilie.

Zudem sind Immobilien mit Glasfaser besser positioniert für die wachsenden Anforderungen der Digitalisierung. Das betrifft etwa smarte Heizungssteuerungen, Sicherheitssysteme oder Ladeinfrastruktur für E-Mobilität. Somit kann ein Glasfaseranschluss dazu beitragen, dass Immobilien langfristig wettbewerbsfähig bleiben und sich besser vermieten oder verkaufen lassen.

Welche Rolle spielt der Eigentümer beim Glasfaserausbau?

Bei Einfamilienhäusern ist der Anschlussprozess besonders einfach, da die Zustimmung weiterer Parteien nicht erforderlich ist. Der Eigentümer kann den Anschluss direkt mit dem Netzbetreiber abstimmen.

Bei Mehrfamilienhäusern liegt die Zustimmung für die Installation in der Regel ebenfalls beim Eigentümer oder bei der Eigentümergemeinschaft. Ohne diese Zustimmung kann der Netzbetreiber die erforderlichen Arbeiten auf dem Grundstück oder im Gebäude meist nicht durchführen.

Eigentümer übernehmen daher eine zentrale Rolle beim Glasfaserausbau.

Entstehen Kosten für den Glasfaseranschluss?

Viele Eigentümer gehen davon aus, dass ein Glasfaseranschluss mit hohen Kosten verbunden ist. Tatsächlich aber übernimmt zum Beispiel die Deutsche Telekom als Netzbetreiber in der Regel die Kosten für den Hausanschluss während der Ausbauphase, wenn Eigentümer rechtzeitig zustimmen. Wird ein Glasfaseranschluss während einer Ausbauphase nicht beauftragt, kann ein späterer Anschluss je nach Netzbetreiber mit zusätzlichen Kosten verbunden sein. Nach Abschluss der regulären Ausbauphase kann der spätere Wunsch nach einem Hausanschluss mit längeren Wartezeiten verbunden sein.

Eigentümer sollten sich deshalb frühzeitig über die Möglichkeiten in ihrer Region informieren.

Ob ein Glasfaserausbau geplant ist, lässt sich über die Verfügbarkeitsprüfungen der jeweiligen Netzbetreiber feststellen. Die Deutsche Telekom bietet diese Prüfung unter www.telekom.de/schneller an.

Wie läuft die Installation eines Glasfaseranschlusses ab?

Der genaue Ablauf kann je nach Gebäude variieren. Typischerweise umfasst die Installation folgende Schritte:

  1. Zustimmung des Eigentümers oder der Eigentümergemeinschaft
  2. Planung des Hausanschlusses
  3. Verlegung der Glasfaser bis in das Gebäude (der Hausanschluss befindet sich meist im Keller oder Hausanschlussraum)
  4. Installation des Hausübergabepunkts
  5. Verteilung innerhalb des Gebäudes (bei Bedarf Weiterführung der Glasfaser innerhalb des Gebäudes bis in einzelne Wohnungen oder Nutzungseinheiten)

Der Anschluss an das Gebäude erfolgt in aller Regel durch Horizontalbohrungen. Dadurch bleiben Vorgärten unberührt, lediglich ein kleines, sogenanntes Kopfloch kann für die Einführung des Hausanschlusses nötig sein. Bauliche Maßnahmen innerhalb des Gebäudes lassen sich häufig reduzieren, weil in vielen Fällen vorhandene Leerrohre oder bestehende Leitungswege genutzt werden können. Wo das nicht möglich ist, können inzwischen schon minimalinvasive Verlegetechniken genutzt werden, wie z.B. Klebetechniken, die Bohrarbeiten weitgehend überflüssig machen. Die Installation von Glasfaser bis in die Wohn- und Nutzungseinheiten ist dadurch in vielen Fällen ohne größere bauliche Eingriffe möglich. Glasfaser kommt so in den allermeisten Fällen sauber und unauffällig in Haus und Wohnungen.

Warum Eigentümer frühzeitig handeln sollten

Glasfaserausbau erfolgt oft in festgelegten Ausbauphasen. Wer sich frühzeitig informiert und die erforderlichen Zustimmungen erteilt, kann häufig von günstigeren Bedingungen profitieren.

Zudem steigt die Nachfrage nach leistungsfähigen Internetanschlüssen kontinuierlich. Für viele Interessenten gehört Glasfaser inzwischen zu den wichtigen Kriterien bei der Auswahl einer Immobilie.

Die klare Empfehlung für Immobilienbesitzer lautet daher: Möglichkeiten prüfen, Informationen einholen und Ausbauchancen frühzeitig nutzen.