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Lena Raschke

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So beseitigt die Telekom Störungen Schritt für Schritt

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Wenn es in Deutschland zu einer Netzstörung kommt, gehen im Netzmanagement Center der Telekom die roten Lichter an. Josef Scherl ist der Leiter Technik in der Niederlassung Region Süd. Er erklärt, wie eine Störung in wenigen Schritten behoben wird.

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Nicht immer sieht bei einer Störung das Kabel so aus.

Nichts geht mehr. Das Telefon ist tot, kein Streamen über das Smartphone ist mehr möglich und überhaupt ist das Netz weg. Wenn es Störungen im Netz der Telekom gibt, dann gilt für viele Menschen Alarmstufe Rot. "Wenn man sieht, wie viel mittlerweile an Anwendungen, an Nutzen in unserer Infrastruktur für den Kunden vorhanden ist, dann ist natürlich jeder Ausfall für jeden Kunden, egal ob Privat- oder Geschäftskunde, sehr ärgerlich.", so Josef Scherl. "Heute wird nicht nur telefoniert, es wird immer mehr im Bereich Datentransfer gearbeitet, Fernsehen wird über unser Netz transportiert und damit ist natürlich jeder Ausfall sehr bedeutend für den Kunden."

Im Zentrum: Netzmanagement Center in Bamberg

Weil Störungen im Netz existenzielle Bedrohungen darstellen können, ist die Lösung des Problems die oberste Priorität. "Das ist wie bei einer Feuerwehr wenn es brennt, da läuten alle Alarmglocken", sagt Scherl.

Zentrale des NMC in Bamberg

Zentrale des NMC in Bamberg

Die Fäden laufen in Bamberg zusammen. Dort befindet sich das Netzmanagement Center, in dem die Mitarbeiter auf großen Bildschirmen das deutschlandweite Transportnetz für Telefon, Smartphones und Internet der Telekom fest im Blick haben.

Häufigste Ursache: Unvorsichtige Baggerfahrer

Kommt es zu einer Störung, wird diese entweder über das System oder über einen betroffenen Kunden gemeldet. Dann geht die Suche nach der Ursache los. Der häufigste Auslöser für Störungen sind laut Scherl Bauarbeiten. "Deshalb steigen auch zu dem Zeitpunkt, wo draußen wieder viel gebaut wird natürlich auch unsere Netzstörungen", so der Niederlassungsleiter.

Ob beim Straßenbau, dem Bau eines neuen Gebäudes oder Arbeiten an der Kanalisation: Haben die Mitarbeiter der Tiefbauunternehmen die Kabel nicht im Blick, können diese leicht beschädigt werden. Sind es nicht die Bauarbeiten, sind oftmals Witterungseinflüsse für Störungen ursächlich.

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Schäden durch Bagger oder durch Witterung kommen häufig vor. Dieser Bagger allerdings ist zum Reparieren gekommen.

Störungssuche: Den Fehler vor Ort finden

Viele Störungen können die Experten im Netzmanagement Center direkt beheben. Geht das nicht, schauen sich die Kollegen vor Ort den betroffenen Bereich genauer an, um es in den Leitungen wieder fließen zu lassen.

Nachdem die Mitarbeiter im Netzmanagement Center bereits mittels Messinstrumenten und Kabelplänen eine erste Ursachenforschung betrieben und den Radius einschränken konnten, zählt jetzt der Blick auf die Tatsachen. Wenn sich vor Ort eine Baustelle befindet, kann das beschädigte Kabel ziemlich schnell identifiziert werden.

"Wenn die Störung durch einen Kabelabriss, also durch Bauarbeiten entstanden ist, dann erkennt unser Techniker natürlich relativ schnell, wo die Störung ist", erklärt Scherl, "das Loch ist offen und dann kann man auch sehr schnell mit der Störungsbeseitigung beginnen". Schwieriger wird es, wenn ein Blitz eingeschlagen hat oder es durch Hochwasser zu Schäden kam.

Was Kunden schon immer wissen wollten: Wo steckt der Techniker?

Wo also suchen? Der Mitarbeiter muss nun mit feinsten Messinstrumenten und Sachverstand möglichst genau lokalisieren, wo sich das Datenleck befindet. Und dann heißt es: Graben. "Was häufig auch etwas Zeit frisst, man braucht auch für so eine Entstörung eine Aufgrabegenehmigung", erzählt der Niederlassungsleiter, "das heißt, ich kann nicht einfach rausfahren mit einem Bagger und Straßen aufreißen". Wenn es also etwas länger dauert, mahlen vielleicht die Mühlen der Bürokratie etwas länger.

Haben Kunden festgestellt, dass ihr Telefon oder das Internet nicht mehr funktioniert, warten sie oft sehnsüchtig auf den Techniker, der sie wieder mit der Außenwelt verbindet. Und dann passiert es - scheinbar wie aus heiterem Himmel -,  dass alle Lichter anspringen und endlich wieder alles funktioniert. Aber wo war denn nun der verständige Techniker? "Wo diese Leitung, diese Verbindung von unserem Netzknoten bis zum Kunden unterbrochen wurde, kann sehr unterschiedlich sein", so Scherl, "deshalb muss kein Techniker in Sichtweite zum Kunden auftauchen."

Also keine Sorge: Gibt es Störungen, dann sind die Mitarbeiter der Deutschen Telekom (fast) so schnell wie die Feuerwehr - und das rund um die Uhr: "Wenn so eine Störung da ist, dann wird solange gearbeitet, bis sie beseitigt ist, das heißt wir haben sehr häufig bei größeren Störungen Rund-um-die-Uhr-Einsätze", erklärt Scherl, "da muss auch im Schichtbetrieb gearbeitet werden und genauso gilt es für das Wochenende. Das heißt: es wird auch samstags und sonntags entstört."

Video: Wie die Telekom eine Störung beseitigt

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Ein Besuch bei einer IP-Incident Managerin im Netzmanagement Center in Bamberg:

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Zentrale des NMC in Bamberg

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Hubertus Kischkewitz

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