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"Wir wollen Mehrwert schaffen“

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Der Inkubator der Deutschen Telekom für Mittel-, Ost- und Südeuropa, hub:raum Krakau, hat sich an seinem neuen Standort eingerichtet und sein erstes Beschleunigungs-Programm für Startups erfolgreich abgeschlossen. Im Interview gibt hub:raum-Chef Jakub Probola einen Ausblick auf die weitere Entwicklung des innovativen Projektes.

In Berlin verfügt die Deutsche Telekom bereits über einen Inkubator mit einer eigenen, lebhaften Startup-Szene. Warum ein weiterer Standort in Krakau?

Jakub Probola: Weil es wichtig ist, den Startups räumlich nah zu sein, damit sie sich in der Zusammenarbeit mit uns rundum wohlfühlen. Startups brauchen professionelle Unterstützung und kompetente Unterstützer, die genau wissen, wo der Schuh drückt und wie man helfen kann. Um das zu wissen, muss man möglichst nah bei ihnen sein.

Im September führte Sie eine lange Besuchstour durch zwölf Länder bis hinauf nach Estland. Ist das das Einzugsgebiet des neuen hub:raum Krakau?

Jakub Probola: Wir können natürlich nicht überall sein. Deshalb haben wir darauf geachtet, dass unsere neuen Mitarbeiter nicht nur qualifizierte Fachleute sind. Unser Netzwerk soll uns - zumindest indirekt - mit den Ländern und Regionen verknüpfen, in denen wir uns engagieren wollen.

Und welche wären das?

Jakub Probola: Natürlich alle Länder in Europa mit Telekom-Landesgesellschaften und zusätzlich deren Nachbarstaaten.

Glauben Sie, dass Ihre derzeit 15 Startups am Markt erfolgreich sein werden?

Jakub Probola: Das wäre selbstverständlich toll, doch ist das nicht der einzige Grund für unser Engagement. Ursprünglich wollten wir drei, vielleicht auch vier oder sogar fünf Startups aufnehmen, sie coachen und zum Erfolg führen. Jetzt sind die, die nicht dabei sind unsere besten Multiplikatoren. Sie berichten anderen Startups und Inkubatoren über uns und sorgen so dafür, dass der hub:raum Krakau und die Deutsche Telekom im Gespräch bleiben.

Es sollen also weitere Startups aufgenommen und betreut werden?

Jakub Probola: So würde ich es nicht ausdrücken. Doch wenn sich herumspricht, wie wir arbeiten und was wir anbieten, so werden wir nach meiner Meinung aus einer großen Zahl von leistungsstarken und innovativen Unternehmen mit guten Ideen wählen können.

Glauben Sie, dass Sie sich zukünftig die Rosinen herauspicken können?

Jakub Probola: Ich denke schon. Unsere Verbindung mit der Deutschen Telekom bietet jedem Startup, das mit uns arbeitet, die Expertise, das Know-how und das riesige Potenzial eines international führenden Telekommunikationsunternehmens. Dabei geht es um mehr als nur um finanzielle Unterstützung.

Wir bieten ihnen bessere Erfolgschancen, weil die Startups in zwölf Landesgesellschaften potenziellen Zugang zum Kundenstamm der Deutschen Telekom erhalten. Wir können das zwar nicht immer garantieren, doch es ist mehr, als andere Inkubatoren zu bieten haben. Außerdem denke ich, dass wir uns auf diese Art die Rosinen sogar herauspicken müssen. Denn nur so können wir unseren Kunden auch die besten Services bereitstellen.

Wir tragen für die Startups eine große Verantwortung, denn nehmen wir zu viele auf, können wir nicht allen die Unterstützung bieten, die erwartet wird und die wir auch selbst für richtig halten. Auch das spricht sich herum und wird akzeptiert.

Gibt es auch Startups, die die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom skeptisch sehen?

Jakub Probola: Ja, das war uns von Anfang an bewusst. Deshalb ist unser Grad von Unabhängigkeit auch lebenswichtig für uns. In zwei Bereichen müssen wir aber auf die Deutsche Telekom und ihre Landesgesellschaften zurückgreifen: Bei unseren Investitionen und bei unseren Beteiligungen. Ich habe stets betont, dass wir hier für und mit den Landesgesellschaften arbeiten und dass sie natürlich eine wichtige Rolle im Entscheidungsprozess spielen. Wir stellen gemeinsam sicher, dass unsere Investitionen Mehrwert schaffen. Das war bisher ein sehr konstruktiver Prozess. Anschließend müssen wir den Startups nur noch sagen, wie wir ihnen helfen können, und alle zeigen sich interessiert - sehr interessiert.

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