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Katja Werz

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Einsatz gegen Corona auch im Ehrenamt

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In allen Bereichen und Geschäftseinheiten stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammen und reagieren schnell und flexibel auf die Herausforderungen, vor die uns die Corona-Krise stellt. Für einige geht der Einsatz sogar noch darüber hinaus, denn sie engagieren sich im Ehrenamt. Stellvertretend für die große Zahl der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer stellen wir in Teil 7 unserer Serie „Magenta-Helden“ zwei Kollegen vor, die auch in ihrer Freizeit helfen, die Pandemie zu bewältigen. 

Collage mit Martin Stiebitz in Uniform vor einem Rettungswagen des DRK und Clemens Schulz in seiner Feuerwehruniform.

Martin Stiebitz und Clemens Schulz stehen stellvertretend für die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich auch nach Feierabend ehrenamtlich im Kampf gegen Corona engagieren.

Der Arbeitseinsatz von Martin Stiebitz von PBM in der Technikniederlassung Südwest endet nicht zum Feierabend: Er setzt sich ehrenamtlich für den Aufbau von Notkrankenhäusern und Fieberambulanzen ein, damit im Ernstfall eine hohe Zahl am Corona-Virus Erkrankter betreut werden können. In seinem normalen Arbeitsalltag kümmert sich Stiebitz in der Gigabitregion Stuttgart um den Glasfaserausbau. Er koordiniert den Ausbau in den Zweckverbänden. Dafür ist er auch immer noch vor Ort unterwegs. Ansonsten spricht er vom Homeoffice aus mit Zweckverbänden und Kommunen über die Möglichkeiten des Glasfaserausbaues mit Förderung oder im Rahmen von Kooperationen. Nach Dienstschluss ist Stiebitz für das DRK (Deutsche Rote Kreuz) im Einsatz. In seiner Funktion als Kreisbereitschaftsleiter ist er unter anderem dafür verantwortlich, Notkrankenhäuser in den Städten seines Heimatlandkreises Rastatt zu errichten.

„Die dafür erforderlichen Sporthallen und Messehallen haben wir bereits identifiziert“, erzählt Stiebitz. „Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl war, dass ausreichend sanitäre Einrichtungen vorhanden sind. Auch die Materiallisten und Einsatzpläne sind schon ausgearbeitet und abrufbereit.“ Im Ernstfall können die Notkrankenhäuser innerhalb von 24 Stunden in Betrieb genommen werden, um die regulären Krankenhäuser zu entlasten. „Mit dem Personal des DRK können wir dann die Patienten mit minder schweren Krankheitsverläufen versorgen, die nicht beatmet werden müssen“, erläutert Stiebitz. „So können wir Ärzte und Pflegepersonal auf den Intensivstationen entlasten. Dieser Fall ist zum Glück noch nicht eingetreten. Durch die Verlagerung von Patienten in andere Kliniken reichen die Kapazitäten bis jetzt noch aus. Auch beim Transport der Patienten sind DRK’ler im Einsatz und unterstützten nach Kräften.“

Mangelware Atemschutzmasken

Szenenwechsel ins Ruhrgebiet: Für Clemens Schulz aus dem Bereich SAP Digitalization Solutions bei T-Systems hat sich die Arbeitswelt derzeit vollständig ins Homeoffice verlagert. Normalerweise testet der gelernte Elektrotechniker im Labor für das Internet der Dinge SAP-Lösungen, welche die Automatisierung von standardisierten Prozessen ermöglichen. Nun finden die Testroutinen zuhause am Rechner statt. Nebenher betreut er zwei Azubis und eine duale Studentin. Neben Schulz liegt der Pieper griffbereit, denn er ist für die Freiwillige Feuerwehr in Essen aktiv, bis zu 150 Einsätze sind es pro Jahr. In der aktuellen Corona-Krisensituation unterstützt die Freiwillige Feuerwehr auch die Arbeit der Pflegedienste. „Mir fiel auf, wie häufig gerade ältere Menschen und chronisch Kranke keine Atemmaske zur Verfügung haben“, beschreibt Schulz seine Erfahrung bei den Einsätzen für den Pflegedienst. „Dabei sind diese Risikogruppen in besonderem Maße auf die Rücksichtnahme anderer angewiesen.“

Da auch bei der Feuerwehr in Essen die Schutzmasken Mangelware sind, wurde eine Nähanleitung entworfen, um für die eingesetzten Kräfte ein Mindestmaß an Schutz zu ermöglichen. Danach fertigen Mitglieder örtlicher Vereine und Organisationen Schutzmasken. Uneigennützig wurde diese Nähanleitung selbstverständlich auch ins Internet gestellt. Nachdem Schulz so erfahren hatte, wie man selbst Atemschutzmasken nähen kann, schmiedete er gemeinsam mit seiner Frau Karin einen Plan: Gemeinsam wollen sie Menschen in ihrer Nachbarschaft besser schützen. „Nach dem Ende ihrer Arbeitszeit schmeißt Karin die Nähmaschine an und näht Atemmasken am laufenden Meter“, erzählt Schulz stolz. Dafür opferte er sogar einige seiner alten T-Shirts, so dass es quasi als „Special Edition“ auch magenta-farbene Modelle gibt. Dabei geht Familie Schulz mit gutem Beispiel voran und trägt die Masken als Zeichen der Rücksichtnahme. Dank der Verteilaktion von Clemens Schulz macht das Beispiel jetzt auch in der Nachbarschaft Schule.

Atemmasken als Symbol der Rücksichtnahme

Obwohl die Atemmasken ihre Träger nicht vor der unmittelbaren Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen, helfen sie dennoch die Ausbreitung der Infektionen etwas zu verlangsamen und so Zeit für unser Gesundheitssystem sowie für die Entwicklung geeigneter Impfstoffe und Medikamente zu gewinnen. Außerdem senden sie ein wichtiges Signal: „Genügend Abstand halten ist das Gebot der Stunde“, mahnt Schulz. „Das wird durch die Gesichtsmasken noch einmal für alle sichtbar gemacht. Und gerade im Umgang mit Risikogruppen ist das so wichtig!“ Die Masken können gewaschen und wiederverwendet werden. „Die Träger von Masken senden ganz generell ein Signal der Rücksichtnahme gegenüber anderen“, betont Schulz. Er greift damit die Kernaussage von Christian Drosten, einem der führenden Virologen in Deutschland auf. Seiner Ansicht nach werde das Infektionsrisiko durch kollektives Tragen von Schutzmasken in der Öffentlichkeit verringert. Diese Ansicht ist zwar umstritten, aber auf jeden Fall können die medizinischen Masken so vorrangig dem medizinischen Personal vorbehalten bleiben. 

Atemschutzmasken selbermachen

Auch die Helferinnen und Helfer beim DRK nähen nach dem Essener Modell Mundschutztücher, die sie dem Rettungsdienst und Pflegedienst zur Verfügung stellen. Wer selbst auch ein Zeichen der Rücksichtnahme setzen und aktiv zur Einhaltung der Hygieneregeln beitragen möchte, findet die von der Stadt Essen veröffentlichte Nähanleitung der Essener Feuerwehr im Internet.

Faszination fürs Ehrenamt von Jugendtagen an

Bewundernswert: Sowohl Martin Stiebitz als auch Clemens Schulz engagieren sich seit ihrer Jugend ehrenamtlich. Stiebitz ist seit seinem zwölften Lebensjahr für das DRK aktiv, seit 15 Jahren ist er Bereitschaftsleiter für den Landkreis Rastatt. Und auch Schulz hält seit mehr als vierzig Jahren der Freiwilligen Feuerwehr Essen die Treue. Danke für diesen unermüdlichen Einsatz! 

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