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Christian Fischer

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Erpressung per E-Mail immer perfider

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Anscheinend haben Betrüger so viel Erfolg mit Erpressungs-E-Mails, dass sie nun neue Zielgruppen ins Visier nehmen. Doch auch ihre Technik ist leider immer effizienter, der Druck auf die Empfänger wird stufenweise erhöht.

Erpressungsmails immer perfider

 Bei den Erpresser-Mails wird der Druck auf die Empfänger stufenweise erhöht.

Nicht genug damit, dass im Jahr 2018 eine große Zahl von Privatpersonen erpresserische E-Mails bekommen haben – jetzt trifft es auch immer mehr kleine und mittlere Unternehmen. Wirklich neu ist nun, dass nach der ersten Drohung wenige Tage später eine zweite E-Mail im Posteingang auftaucht. Inhalt: Die Nutzer seien nun dafür bestraft worden, nicht sofort gezahlt zu haben. Und die Täter drohen damit so lange weiter zu machen, bis eine Zahlung erfolgt ist.

Die Details

Die alte Masche lief bisher immer gleich ab. Auf Privatpersonen wurde Druck ausgeübt, in dem ihnen vorgegaukelt wurde, dass sie per eingebauter Kamera bei sexuellen Handlungen gefilmt worden seien. Um eine Verbreitung dieses Materials zu verhindern, sollten sie Geld in Form der Kryptowährung Bitcoin zahlen. 

Jetzt drohen die Täter Unternehmen damit, E-Mails im Namen des Erpressten an 1.000 Kunden zu versenden. Diese sollen angeblich verstörende, sexuell motivierte und teils rassistische Inhalte haben. Um die Drohung zu untermauern, senden die Erpresser gleich ein Beispiel mit. Sie fordern die Überweisung von Bitcoins auf ein Konto.

Nach einer gewissen Zeit schicken dieselben Täter eine weitere Nachricht. Diesmal heißt es, der Empfänger sei nun dafür bestraft worden, nicht sofort gezahlt zu haben. Die ersten 1.000 Mails seien mittlerweile versendet worden. Die Erpresser sagen, dass durch das Fehlverhalten die Forderung gestiegen sei und verlangen mehr Bitcoins. Anderenfalls werde „es die nächsten 363 Tage weitergehen. Bis wir einen entsprechenden Eingang verzeichnen können“. 

Unsere Empfehlung

Auch wenn die Drohung auf den ersten Blick individuell und real erscheint, handelt es sich bei den E-Mails um massenhaft versendeten Spam. Das ist in den bisher beobachteten Fällen für Frauen leichter zu durchschauen gewesen, als für Männer. In allen Fällen war der Text in der männlichen Anrede verfasst. Bei „lieber Claudia“ fällt das eher auf, als bei „lieber Klaus“. 

Für den Papierkorb

Auch wenn die technischen Ausführungen in den E-Mails auf den Laien so wirken, als wüssten die Täter, was sie da tun - der Experte wundert sich. Der geschilderte Aufwand, um die genau 1.000 Nachrichten zu verschicken, wäre für das Ergebnis überhaupt nicht notwendig. Der technische Hintergrund dient also nur dazu, die Drohung noch realer wirken zu lassen. 

Fazit: Keinesfalls reagieren und ab in den Papierkorb damit.

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