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Martina Morawietz

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Gebündelte Kräfte für neue Ideen: von Hackathons, Tekkie-Treffs und Gründer-Labs

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Wenn wir bei der Telekom neue Ideen suchen, nutzen wir auch neue offene Formate. Wie „Hackathons“, diesen Mix aus „Kniff“ (englisch „hack“) und „Marathon“. Der Duden bezeichnet diese Veranstaltungen recht nüchtern als „Workshop oder Wettbewerb von Programmierern und Programmiererinnen“. In Wahrheit handelt es sich eher um Erfinder-Partys mit kreativer Bastelarbeit in Feierlaune, meist von Software-Entwicklern selbst initiiert. 

Gruppe junger Leute beim Kreativ-Sprint mit Haftnotizen.

Bei der Telekom sind wir überzeugt, dass es die verschiedenen Perspektiven von unterschiedlichen Menschen sind, die zusammen einzigartige Ideen ergeben.

Klar, die Entwickler von heute wollen Lösungen mit Fokus auf das Problem ihrer Kunden programmieren. Und dabei schnell sein. Darum gibt es beim Hackathon eine bestimmte, oft komplexe Aufgabe direkt aus dem Arbeitsalltag. Sie ist in einem vorgegebenen Zeitraum zu lösen, wenn nötig inklusive Nachtschicht. Experten geben Impulse über kurze Fachvorträge, Paten betreuen die Aufgabe und liefern im Idealfall sogar „echte“ Daten aus dem Geschäftsleben. Gute Teams sind branchenübergreifend und interdisziplinär aufgestellt mit Entwicklern, Marketing-Experten, Designern… So kommt Wissen aus allen Richtungen zusammen. Mit gestellter Hardware, Sensoren zum Beispiel, und dem eigenen Laptop geht es zur Sache. Wer genug hat vom Coden, auf den warten beim typischen Hackathon Spiel und Spaß:  Carrera-Bahn, Lego-Baukästen, Pizza-Taxi… Ernst wird es wieder beim Pitch, dem entscheidenden Kurzvortrag vor der Jury. Und beim Pitch hört es manchmal noch lange nicht auf. Aus Hackathon-Ideen können auch richtige Geschäftsmodelle werden, beispielsweise wenn Teams für die Umsetzung der Ideen Start-ups gründen.

Ein paar Beispiele gefällig?

  • Beim AIHack4Diversity im Oktober 2019 ging es darum, unter Anwendung von maschinellem Lernen Honeypot-Daten zu analysieren. Ziel war es, im Bereich der Cybersicherheit neue Angriffsmuster zu erkennen oder Angriffsgruppen zu klassifizieren. Honeypots sind digitale Fallen im Internet. Die Telekom Security betreibt ein weltweites Netz von Honeypot-Sensoren und lockt damit gezielt Angreifer an: Sie simuliert Schwachstellen über das Internet. Maschinelles Lernen ist ein Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz (englisch Artificial Intelligence, AI). Telekom Innovation Laboratories, Data Intelligence Hub, Telekom Security und hub:raum Berlin haben den Hackathon gesponsert und organisiert. Er stand unter dem Motto "gemischte Teams programmieren besser". Warum? Eines der großen Probleme bei Künstlicher Intelligenz sind die sogenannten „Bias“. Gemeint sind damit Vorurteile, die in den Daten versteckt sind und sich durch die Künstliche Intelligenz verstärken. Der einseitige Blick auf Daten resultiert meist daraus, dass die Entwickler der Algorithmen einheitlich zusammengesetzt ist: Alle haben das gleiche Alter, Geschlecht, die gleiche Herkunft. Vier weiße Männer beispielsweise waren hier ein „No Go“.
  • 2018 haben die Telekom und Merck einen Makerthon veranstaltet für neue digitale Lösungen im Gesundheitswesen. Drei Wochen lang tüftelten rund 100 Ärzte, Ingenieure, Programmierer, Designer und Studierende in Bonn und Darmstadt an neuen digitalen Lösungen für den Bereich der Gesundheit. Das Interesse der Telekom richtete sich darauf, wie Personal in einem Krankenhaus mit Internet of Things in Zukunft effizienter arbeiten kann. Dabei lag das Augenmerk besonders auf den klinischen Prozessen in der Pflege: bei der unmittelbaren Versorgung der Patienten und auch der Logistik. Für eines der Teams endete der Wettbewerb nicht nur mit dem "Need Identifier Award". Im Ansatz des Teams werden die subjektiven Beschwerden von Fatigue-Patienten auch objektiv messbar – dank Sensorik. Mit dieser Idee haben die Teilnehmer sogar ein Startup gegründet. Beim Samsung Empower Society Wettbwerb haben sie 2019 mit ihrer Idee den ersten Platz geholt. 
  • Auch das IoT Creators Team der Deutsche Telekom IoT bietet offene interaktive Formate für Entwickler von IoT-Lösungen. Viele Ideen für Lösungen im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) scheitern unnötig schon vor ihrer Umsetzung. Der komplizierte Zugang zum mobilen IoT-Netz erschwert Entwicklern, ihre Ideen und Prototypen zu testen und zur Marktreife zu bringen. Das Internet der Dinge vernetzt physische Geräte und Maschinen. Unternehmen gewinnen mit IoT neue Erkenntnisse, um ihre Prozesse zu optimieren, Kosten zu sparen und Ressourcen zu schonen. Für Lösungen im mobilen IoT-Netz fehlt Entwicklern oft der einfache Zugang zur Konnektivität. Außerdem brauchen sie das Know-how, wie sie Geräte und Plattformen vernetzen. Mit dem Angebot der IoT Creators können Entwickler ihre IoT-Geräte und -Sensoren mit x-beliebigen Plattformen verbinden. Sie können mit ihren Geräten experimentieren, die gesammelten Daten auf ihrer Plattform darstellen und auswerten. Gleichzeitig bieten die IoT-Creators den Entwicklern ein Forum zum Ideenaustausch und Schulungen – online ebenso wie persönlich. Highlight ist das regelmäßig stattfindende „Installfest“ mit Fachvorträgen, Networking mit Gleichgesinnten und viel Raum zum Ausprobieren und Tüfteln.
  • Im Rahmen der TechCluster NRW Initiative kooperiert die Telekom mit Universitäten und Partnern aus der Industrie. Ziel ist, Probleme der Kunden mit Hilfe von Innovatoren zu lösen. Im Fokus stehen Verbesserungen und Innovationen im Heimnetzwerk, 5G-Anwendungen oder Neuerungen für das Netz, um mit „GreenTech“ Energie zu sparen. Im August 2020 hat die Initiative das erste 5G Co:Creation Lab in Kooperation mit der Technischen Hochschule und der Universität zu Köln eröffnet. Das Lab an der TH Köln ist mit modernster 5G Standalone Netztechnologie ausgestattet. Tüftler können ihre innovativen Ideen direkt im neuen 5G-Netz testen und weiterentwickeln. Das Lab steht den 100.000 Studierenden der Kölner Hochschulen offen. Auch die Entrepreneur-Szene in der Region und im Land NRW kann es nutzen. Der Co-Creation-Ansatz mit der gemeinsamen Brutstätte für Innovation will ein Ökosystems zwischen Politik, Industrie, Universitäten und Innovatoren aufbauen. So kommen Ideen und Talente zusammen.
  • Und bei der Telekom werden auch Kunden*innen zu Innovatoren: Bei der Ideenschmiede entwickelt und optimiert das Unternehmen Produkte und Services gemeinsam mit und für die Nutzerinnen und Nutzern. Sowohl online als auch offline in Werkstatt-Events in ganz Deutschland haben Menschen an innovativen Ideen gearbeitet: Jeder kann Vorschläge präsentieren, diskutieren und bewerten. Mehr als 10.000 Menschen an über 2.800 Ideen kamen zusammen. Viele Innovationen gelangen von dort in die Telekom-Produkte und den Service. 

Wer nun Lust bekommen hat: Beim #AIHack4Mobility am 18./19. März 2021 geht es um die Zukunft der betrieblich organisierten Mobilität: Wie können Sie als attraktiver Arbeitgeber der Zukunft Ihr Mobilitätsangebot für Mitarbeiter zum echten Benefit weiterentwickeln – bedarfsgerecht, flexibel und kosteneffizient? Anmeldeschluss ist der 10. März.

Symbolbild Globale Digitalisierung, Motiv 06

Digitale Zukunft auf Blog.Telekom

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