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Keine Chance für Lauscher

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Die Folgen von Sicherheitslücken in IT-Architekturen werden breit diskutiert. Das Thema "Überwachung durch Geheimdienste“ ist virulent. Laut einer Umfrage von TNS Infratest schätzen zwar 38 Prozent der befragten Deutschen die Freiheit im Internet, vier von fünf Deutschen sehen Sicherheit aber wichtiger als Freiheit.

Die Gefahr durch Attacken, Spionage und Sabotage aus dem Netz ist durchaus real. Das zeigte bereits der erste von der Telekom veröffentlichte Frühwarnbericht "IT Sicherheit" aus 2012. Im vergangenen Jahr registrierten IT-Sicherheitsexperten der Telekom jeden Monat durchschnittlich 30.000 Angriffe auf mobile Netzwerke, die bevorzugten Eingangstore sind dabei die mobilen Endgeräte. Vor diesem Hintergrund arbeitet das Unternehmen auf dem Gebiet Cyber- und IT-Sicherheit eng mit den Behörden und der Industrie zusammen.

Handys für den Dienstgebrauch Das Security-Smartphone SiMKo3 der Telekom hat jüngst die Prüfung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erfolgreich abgeschlossen. Damit erhält die neue Generation der so genannten Hochsicherheitshandys offiziell die Zulassung für die Geheimhaltungsstufe VS-NfD (Verschlusssache - Nur für den Dienstgebrauch). Mitgliedern der Bundesregierung sowie Mitarbeitern von Ministerien und Bundesbehörden steht für besonders vertrauliche Nachrichten damit künftig erstmals ein Mobilgerät zur Verfügung, das den neu entwickelten L4-Hochsicherheits-Mikrokern als Betriebssystem in sich trägt.

Sicher vor Lauschern und Datendieben Die ausgeklügelte Sicherheitstechnik des neuen SiMKo arbeitet bereits beim Einschalten und Hochfahren des Smartphones. Der L4-Kern übernimmt sofort völlig die Kontrolle über das Gerät und erlaubt nur noch, was sicher ist. Ein weiteres Novum der neuen SiMKos ist: Sie vereinigen ein sicheres und ein offenes Gerät in einem Gehäuse. Mit einem Wischen über den Bildschirm wechselt der Nutzer zwischen den Betriebsarten 'secure' und 'open' - etwa, um von einer vertraulichen Nachricht zu einer Zug- oder Fluginformation zu wechseln. Dabei sorgt der L4-Kern dafür, dass der offene Smartphone-Teil nicht zum Sicherheitsrisiko wird. Für den Nutzer bedeutet dies, dass höchste Sicherheit und zugleich maximale Freiheit mit Freude an der Anwendung vereint werden.

"Fort Knox“ für den Datenschutz T-Systems und die Telekom Innovation Laboratories, kurz T-Labs, entwickelten in den vergangenen Monaten eine sichere Softwarearchitektur für Smartphones: eine Art "Fort Knox" für Datenschutz im Telefon. Sogenannte Mikrokerne erlauben es, zwei sichere "Welten" in einem Gerät anzulegen: eine offene und eine hochsichere geschäftliche. Selbst bei Verlust oder Diebstahl bleiben die Informationen dank Verschlüsselung auf dem Smartphone geschützt. Dieser Aufbau ist weltweit einzigartig und erlaubt ein Ausweiten von „SIMKo 3“ auf Tablets und Notebooks.

Technik aus Deutschland Bei Kern und Sicherheitstechnik des SiMKo 3 setzt die Telekom durchgängig auf Unternehmen aus Deutschland. So kommt die Kryptokarte von certgate, für verschlüsselte Verbindungen sorgt NCP - beides Unternehmen aus Nürnberg. Das L4-Mikrokern-System haben die T-Labs und ihr Berliner Startup Trust2Core, die TU Berlin sowie die TU Dresden und das Dresdener Startup Kernkonzept, entwickelt.

Sicher telefonieren und surfen Möglich wurde die Implementierung des Kerns nur durch die besonders enge Zusammenarbeit mit dem führenden Smartphone-Hersteller Samsung. Basis des Merkel-Phones ist das Samsung GALAXY S III. Das ermöglicht es, auf dem SiMKo 3 zwei separate Betriebssysteme laufen zu lassen, die sich wie zwei völlig autarke Geräte verhalten. Die Daten der offenen und der sicheren Seite sind aufgrund der hohen Isolationswirkung des Mikrokerns strikt getrennt. So kann der Nutzer im offenen Bereich beliebige Market-Apps herunterladen, Medienquellen nutzen und frei im Internet surfen. Programme für den sicheren Bereich kann er entweder aus einem besonders geschützten App-Store der Telekom oder von kundeneigenen Servern herunterladen.

Löschen aus der Ferne SiMKo 3 schützt aber nicht nur Datenanwendungen. Schon heute lässt es sich auch als abhörsicheres Krypto-Telefon verwenden, das verschlüsselte Telefonate auf Basis von Voice over IP mit hochsicheren Verschlüsselungsverfahren bietet. Zusätzlich wird der Behörden-Standard SNS (Sichere Netzübergreifende Sprachverschlüsselung) entwickelt. Geht ein Gerät verloren, kann niemand nachschauen, was darauf gespeichert ist. Die certgate-Kryptokarte sorgt für die Benutzer-Authentisierung und verschlüsselt alle Daten auf dem Gerät. Zudem lässt sich der Inhalt des Geräts aus der Ferne löschen.

SiMKo für alle Die neuen SiMKo's sind verfügbar und kosten bei einer Vertragszeit von zwei Jahren ab 1700 Euro. Die Telekom arbeitet bereits an einer SiMKo-Produktfamilie mit Tablets und Notebooks für den Heimarbeitsplatz. Ebenfalls in Kürze kommt eine SiMKo 3-Version auf den Markt, die den schnellen LTE-Funkstandard unterstützt.

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