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Wenn Avatare diskutieren, geht es überraschend persönlich zu

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Zusammenarbeit im virtuellen Raum: Diese Erfahrung hat im Konzern vor allem das Team vom T-Systems-Innovationcenter in München. Ein Gespräch mit dessen Leiter Andreas Droste über Avatare und das Metaverse.

Wenn Avatare diskutieren geht es überraschend persönlich zu.

Wenn Avatare diskutieren geht es überraschend persönlich zu.

Andreas, ihr empfangt eure Kunden und Besucher statt in München neuerdings oft im Metaverse, also im virtuellen Raum. Wie kam es dazu?

Dafür gab es zwei Impulse. Einerseits waren unsere geübten Prozesse durch die Bedingungen der Pandemie auf Eis gelegt. Wir konnten mit unseren Kunden schlicht nicht mehr so arbeiten, wie wir das gewohnt waren. Die Showcases, die wir hier zeigen, sind ja Ansatzpunkte für unsere Kunden. Sie zeigen, was möglich ist – und dann entwickeln wir gemeinsam Lösungsansätze für ihre Bedürfnisse. In einer Telko oder WebEx lässt sich das Inspirierende unseres Centers aber nicht simulieren. Im Metaverse dagegen schaffen wir das.

Und dann wollten wir natürlich auch grundsätzlich beweisen, dass wir bei T-Systems funktionierende Lösungen für die veränderte Arbeitswelt entwickeln. Beides ist uns ganz gut gelungen.

Nachvollziehbar - der Besuch per Avatar in euren Räumlichkeiten bietet viele Überraschungen. Das dürften die meisten auf Anhieb inspirierend finden. Lässt sich das auf andere Bereiche übertragen, in denen es mehr ums Tagesgeschäft geht?

Davon bin ich überzeugt. Wir selbst haben zwar unser ganzes Center digital nachgebaut, denn es hat ja eine besondere Funktion. Aber es gibt auch eine Reihe von Standard-Spaces, die alles bieten, was es für ein regelmäßiges Treffen braucht: Die Begegnung mit anderen Avataren und das Gefühl, dort im virtuellen Meeting auch mal jemanden beiseite nehmen zu können, sich im Raum zu bewegen und Dinge anfassen zu können bieten auch andere Meetings im Metaverse allemal. Ich glaube, man muss es erlebt haben. Es ist nicht vergleichbar mit einer Telko oder einem Zoom-Meeting.

Uns interessiert ja alles, was die künftige Zusammenarbeit betrifft. Aus deiner Erfahrung heraus: Welchen Beitrag können Meetings im Metaverse beim Thema hybride Zusammenarbeit leisten?

Ich bin immer vorsichtig mit Prognosen, wo die Reise technologisch hingeht. Was ich aber sagen kann: Wir machen hier erstaunliche Erfahrungen. Nicht nur, wie gut die kreativen Prozesse funktionieren oder wie gut die Ergebnisse sind. Sondern auch, was die Interaktion im Metaverse angeht. Sie nehmen an den Avataren bisweilen Emotionen wahr, und Sie erkennen auch, wenn jemand nicht bei der Sache ist. Wir haben im Team sogar unsere Weihnachtsfeier im Metaverse veranstaltet.

Ihr habt die technologischen Hürden bewusst gesenkt. Damit kann praktisch jeder mit dem Homeoffice-Rechner an Sessions teilnehmen. Besondere Brillen oder Joysticks sind auch nicht nötig. Aber wie steht es mit den Fähigkeiten der Besucher? Braucht es besonderes Training?

Besondere Skills sind nicht nötig. Aber wir machen mit unseren Besuchern zu Beginn immer 30 Minuten „Cyberobics“. Danach bewegt sich jeder ganz elegant im Metaverse. Das ersetzt für uns das Socializing in der Teeküche.

Was wir aber gelernt haben: Die Moderation im digitalen Raum braucht etwas Übung. Vor allem, wenn das Meeting auch noch in hybrider Umgebung stattfindet. Also mit Gruppen vor Ort und weiteren Besuchern, die tatsächlich nur virtuell dabei sind. Aber hier gilt, was sowie für uns alle und unsere künftige Zusammenarbeit gilt: Es braucht vor allem das richtige Mindset. Man muss sich drauf einlassen wollen.

Unsere Arbeitswelt nach der Pandemie eine andere sein. Nun geht es darum, sie erfolgreich zu gestalten.

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