Zentraler Daten-Hub für die Lieferkette

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Mangelnder Informationsaustausch in der Lieferkette sorgt für Verzögerungen und Kosten. Im Forschungsprojekt Synchrolog arbeitet T-Systems gemeinsam mit Partnern an einer Lösung, durch die die Akteure in der Lieferkette besser synchronisiert sind und dadurch Zeit und Geld sparen.

Wenn die beteiligten Akteure zu wenig voneinander wissen, klemmt es schon einmal in einer Lieferkette. Zu unnötigen Wartezeiten und zusätzlichen Kosten kann es zum Beispiel kommen, wenn bei der Zollabwicklung in einem Hafen Informationen nicht rechtzeitig weitergeleitet wurden. Helfen kann hier zum Beispiel ein System, das Zeitfenster für die Container-Abfertigung vergibt, und zwar automatisiert und dynamisch – und dabei auch Informationen über verspätete Lkw berücksichtigt. Die Lkw-Fahrer indes können Parkplätze mit einer Smartphone-App reservieren. 

Eine solche Lösung ist ein wichtiges Zwischenergebnis des Forschungsprojektes Synchrolog, welches die Telekom-Tochter T-Systems und die weiteren Projektpartner im April 2018 im Überseehafen Bremerhaven vorstellten. Auf großes Interesse bei den Hafen-Verantwortlichen aus Senat und Transportgewerbe stieß neben den Vorkehrungen für geringere Wartezeiten auch die Möglichkeit, per App erhöhten Kraftstoffverbrauch zu erkennen und Einsparpotenziale zu ermitteln. 

Logistikketten mit einer Datenplattform vernetzen

Das Ziel des Projekts ist es, die Partner der Lkw-Lieferketten in Bremerhaven und Umgebung digital zu vernetzen und so einen transparenten Informationsaustausch zu ermöglichen. Wichtiger Bestandteil des Projekts ist daher eine zentrale Datenplattform und der Austausch von Daten über geeignete Schnittstellen und Protokolle entlang der gesamten Lieferkette. Das Synchrolog-System stellt so auftragsbezogene Daten bereit, wie zum Beispiel die Containernummer, Start- und Zielangaben oder geplante Ankunftszeiten, sowie Echtzeit-Informationen wie Positionsdaten von Fahrzeugen, Statusmeldungen oder zum Beispiel Voranmeldungen von Lkw, die schneller als geplant an einem Umschlagpunkt eintreffen. Erst durch Austausch solcher Daten über die verschiedenen, mit der Plattform über Schnittstellen verbundenen Systeme werden Services wie die automatische Slotbuchung möglich. 

ITK-Provider T-Systems ist innerhalb von Synchrolog dafür zuständig, die zentrale Datenplattform zu gestalten und ein nachhaltiges und wirtschaftliches Geschäftsmodell zu skizzieren. Außerdem führen Experten von T-Systems Bestands- und Bedarfsanalysen für die Umsetzung eines geplanten Demonstrators durch, führen Tests mit Praxispartnern durch und simulieren Automatisierungsvarianten.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt läuft seit November 2017 und soll bis September 2020 abgeschlossen sein. Der erste Meilenstein wurde vom Projektträger erfolgreich im September 2018 abgenommen und die Spezifikationen für Schnittstellen und Gesamtsystem erwartungsgemäß fertiggestellt.

Nutzbar nicht nur in Häfen

Eine solche Art der digitalen Vernetzung und Synchronisierung von Daten beschränkt sich nicht auf Häfen. Deshalb hat das Land Bremen T-Systems im Mai 2018 zur Transport- und Logistikmesse nach Shanghai eingeladen. Gemeinsam mit der Bremer Logistikbranche und einigen chinesischen Partnerhäfen hat T-Systems Synchrolog in einem Workshop vorgestellt. Dort diskutierten die Experten unter anderem, ob die Lösung für Asiens Mega-Cities an der Küste geeignet ist. Die Gespräche sollen im Rahmen von deutsch-chinesischen Technologiekooperationen und Programmen weitergeführt werden.

Neben T-Systems sind an dem vom Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) koordinierten Projekt drei weitere Partner beteiligt: aio IT for Logistics, dbh Logistics IT und das Eurogate Container Terminal Bremerhaven. Außerdem bringen sich verschiedene Verbände sowie die Hafenwirtschaft in Bremen, Hamburg und Wilhelmshaven ein. Das gesamte Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ (Förderkennzeichen 02K16C170) gefördert. 

Symbolbild Aeolix

Alle auf einer Plattform

IT-Flickenteppiche könnten in der Logistik bald der Vergangenheit angehören. Im Rahmen des EU-Projektes Aeolix soll ein „digitales Ökosystem“ entstehen, eine Europa umspannende Plattform für den Informationsaustausch.

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