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Hyperloop: In der Vakuumröhre von München nach Berlin düsen

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Video-Interview mit Gabriele Semino, WARR Hyperloop TU München.

Semino

Herr Semino, Sie haben an einem Wettbewerb teilgenommen von Elon Musk zu Hyperloop und dort auch mit der Studentengruppe gewonnen. Was ist denn Ihre Vision, wie der Verkehr der Zukunft in der Stadt aussehen wird oder auch aus der Stadt heraus aussehen wird?

Gabriele Semino: Die Frage ist, wie der Verkehr aussehen sollte, damit wir in Zukunft einen besseren Verkehr haben. Da ist natürlich eine der Lösungen, man soll im Endeffekt für jeden Verkehrstrakt, also für jede Bewegung von A nach B, ein Verkehrsmittel haben, das am besten zu diesem Bereich passt. Und somit ist zum Beispiel der Hyperloop eine der Lösungen, wo wir heute zum Beispiel zu langsame Züge haben, aber Flugzeuge, die doch nicht so passend sind für relativ kurze Strecken wie zum Beispiel München - Berlin. Da würde der Hyperloop reinpassen. Aber neben dem Hyperloop passen ganz viele andere Technologien in einem größeren Bild, womit wir hoffentlich Verkehr in der Zukunft besser aussehen lassen werden. 

Einen Hyperloop zu bauen ist ziemlich viel Aufwand. Warum sollte es sich lohnen? Was ist der Vorteil, den das System bieten würde?

Gabriele Semino: Das System würde natürlich den Vorteil bieten, dass er besonders schnell ist. Dadurch, dass man eine Vakuumröhre baut, kann man darin deutlich schneller fahren als zum Beispiel ein ICE heute fährt. Das hat natürlich den Vorteil, dass man schneller von A nach B kommt. Natürlich, wie Sie das angesprochen haben, hat man das Problem der Infrastruktur. Man muss eine komplett neue Infrastruktur bauen. Das heißt, es stellt sich relativ schnell die Frage: Okay, wo lohnt sich das? Und die optimale Strecke für einen Hyperloop wäre zwischen der optimalen Strecke von einem Zug, die relativ kurz ist, weil ein Zug nicht so schnell fahren kann, und die von einem Flugzeug. Ein Flugzeug fliegt relativ schnell, aber wenn ich eine relativ kurze Strecke habe, bringt mir das sehr wenig, weil ich vor allem die meiste Zeit nach oben und nach unten fliegen muss. Und, wie man das so kennt, man muss ewig zum Flughafen - normalerweise außerhalb der Stadt - fahren. Das heißt, in diesen Bereichen, in diesem mittleren Bereich zwischen Zug und Flugzeug, würde ein Hyperloop am besten reinpassen. 

Und ist es realistisch, dass der wirklich gebaut wird? Was denken Sie?

Gabriele Semino: Ich schätze mal, dass es auf jeden Fall Versuche geben wird, es zu bauen, dass es auf jeden Fall eine erste Strecke geben wird. Ich schätze, dass es anhand dieser Strecken, die womöglich in arabischen Ländern zum Beispiel gebaut werden - da wird relativ viel davon gesprochen, wie diese Strecken werden und ob sie erfolgreich sind -, anhand dieser Ergebnisse entschieden wird, wie viele Strecken in Zukunft gebaut werden. Da bin ich natürlich optimistisch. 

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