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Claudia Nemat

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5Germany – 5Gemeinsam – 5G partnerschaftlich aufbauen

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Ein Beitrag von Claudia Nemat, Vorstand Technologie und Innovation, Deutsche Telekom.

0,9 Gbit/s, 1,15 Gbit/s, 1,35 Gbit/s – die digitalen Nadeln schlugen aus. 5G auf der IFA war vor allem Geschwindigkeit. Die meisten Besucher wollten auf unseren Testgeräten sehen, was der neue Kommunikationsstandard kann. Aber 5G ist nicht die schlichte Fortsetzung von 2G, 3G, 4G, mit höheren Geschwindigkeiten.

Claudia Nemat, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG, Technologie und Innovation

Claudia Nemat, Vorstandsmitglied Technologie & Innovation der Deutschen Telekom AG

Vereinfacht kann man sagen: 2G brachte die mobile Telefonie, 3G den mobilen Zugang zum Internet und 4G ruckelfreies mobiles Videoschauen. Dagegen wird 5G die virtuelle und reale Welt in bislang nicht vorstellbarer Art und Weise verbinden. Damit entstehen immense Möglichkeiten, beispielsweise bei Unterhaltung und Gaming, Bildung, Gesundheit oder in der industriellen Produktion.

5G wird somit ein wesentlicher Baustein im globalen Wettlauf der Volkswirtschaften in den kommenden Jahrzehnten. Deshalb treffen wir uns mit Groß- und mittelständischen Unternehmen am 27. September in Berlin. Zum offenen Dialog über spezielle industrielle Anwendungen auf der von uns initiierten und vom Handelsblatt ausgerichteten 5G-Anwenderkonferenz 5Germany.

Für den industriellen Sektor in Deutschland geht es um viel bei der Digitalisierung. Die deutsche Industrie soll - so Manager, Politiker und Investoren - im internationalen Wettbewerb nicht nur mithalten können. Sie soll führen. Sie soll Arbeitsplätze sichern. Sie soll weit in die Zukunft schauen. Und wir möchten die speziellen industriellen Anforderungen verstehen, gemeinsam Lösungen entwickeln und dafür die besten Netze bereitstellen. Denn 5G wird zu einem wesentlichen Teil der Wertschöpfung der Produkte und Dienstleistungen sowie Produktionsprozesse.

Man stelle sich beispielsweise ein industrielles Campusgelände vor. Auf diesem fahren autonom eine große Zahl von Fahrzeugen. Diese sogenannten AGVs (automated guided vehicles) transportieren Waren oder fertige Produkte, weichen sich aus oder bremsen rechtzeitig. Hierzu benötigt man idealerweise ein Rechenzentrum auf oder in der Nähe des Campus, eine sogenannte Edge Cloud. Aus dieser heraus steuert eine algorithmische Intelligenz die AGVs. Mit einer mobilen Verbindung mit sehr geringer Latenzzeit, hoher Zuverlässigkeit und präziser Ortung. Wenn zudem noch sehr viele Sensoren zur Messung von Umfelddaten auf dem Campus gemanagt werden sollen, benötigt man hohe Nutzungsdichten im Netz und zuverlässige Lösungen für das Internet der Dinge.

Für das 5G Netz lässt sich das in ganz konkreten technischen Kenngrößen ausdrücken:

  • Latenzzeiten im unteren Millisekunden Bereich
  • Extrem hohe Nutzungsdichte von bis zu 1 Mio. Verbindungen pro km2
  • Sehr hohe Zuverlässigkeit von bis zu 99,999%
  • Präzise Ortung im Bereich kleiner 10cm
  • Unerreichte Energieeffizienz mit bis zu 10 Jahren Batterienutzungsdauer bei IOT Geräten.

5G in Kombination mit Rechenleistung aus der Edge-Cloud und künstlicher Intelligenz wird somit den industriellen Herausforderungen wesentlich besser gerecht als bisherige Lösungen. Erst mit 5G kommt das Internet der Dinge, kommt die lückenlose Einbindung und Steuerung von autonomen Maschinen in Fahrt. Und erst mit 5G sind Smart Cities voller Sensoren und Echtzeitreaktionen möglich.

Daher wollen wir klären, welche spezifischen Anforderungen bezüglich Versorgung, Latenzen, Bandbreiten, Verfügbarkeiten, etc. durch bestimmte Anwendungsszenarien in der Industrie konkret an unser Netz bestehen. Wir wollen dazu die unterschiedlichen Industrie- und Produktionsprozesse tiefer verstehen. Wir wollen das früh und in bester Co-Innovations-Manier gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern ausprobieren. Und wir wollen unsere Netze bestmöglich auf ihre Bedürfnisse abstimmen, um das Potenzial voll auszuschöpfen.

Den Kern des 5G-Aufbaus für die Industrie und den wichtigsten Treiber für den 5G-Start bilden jene Campus-Netze. Sie bieten den Unternehmen eine „eigene“ Infrastruktur und damit die Möglichkeit, Produktionsprozesse zu optimieren oder neue Geschäftsabläufe zu realisieren. Unser Campus Netz mit unserem Partner Osram ist hier Vorreiter. Gemeinsam testen wir die intelligente Fabrik von morgen. Mit autonomen Transportsystemen, welche mit einem extrem zuverlässigen und leistungsstarken Netz gesteuert werden.

Schon heute arbeitet die Deutsche Telekom mit ihren Kunden aus der Industrie eng zusammen. Andere fordern. Wir forschen. In unseren T-Labs entwickeln wir Anwendungen und laden auch Start-ups und mittelständische Unternehmen ein, in unserem 5G-Testlabor an den Produkten der Zukunft zu arbeiten. Zudem haben wir Innovationspartnerschaften mit der Smart Factory des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und dem Center Connected Industry (CCI) der RWTH Aachen.

Die Deutsche Telekom baut ihr 5G-Ökosystem für die Industrie weiter aus. Nach dem Netzausrüster Ericsson schließen sich nun Experten aus Produktion und Entwicklung an. Die Partner sind mehr als nur Kunden: Jeder bringt seine Erfahrung und sein spezifisches Know-how aus dem Bereich Industrie 4.0 mit ein. Einige Namen:
Bereits im Juli ist E&K Automation zu den Telekom Partnern gestoßen. Der Hersteller fahrerloser Transportsysteme hat im Sommer mit dem Telekom-Inkubator Hubraum einen Meilenstein erreicht. Im Rahmen des Projektes stattete E&K Automation seinen voll automatisierten, ultraflachen Transportroboter mit mehreren 3D-Kameras aus. Dazu implementierten sie erstmalig eine 3D-Hinderniserkennung mit dynamischer Pfadplanung in der Edge Cloud. So konnte das Fahrzeug sofort auf platzierte Hindernisse im Fahrweg reagieren und diesen ausweichen.

Konica Minolta entwickelt gemeinsam mit der Telekom ihr Produkt AIRe Lens weiter. Mit der speziellen Augmented-Reality-Brille können Monteure Maschinen Schritt für Schritt zusammenbauen. In Zukunft soll in die Brille ein Mobilfunk-Modul integriert werden. Damit erhält die Brille reichlich Bandbreite über das Campus-Netz.
Endress + Hauser ist Spezialist für Sensoren für die Prozessindustrie. Sie stellen als Marktführer u. a. Füllstands-, Durchfluss-, Druck- und Temperatursensoren her. Gleichzeitig sind sie einer der ersten Hersteller, die Sensoren mit Mobilfunk-Modulen ausstatten möchten. Dadurch kann eine viel größere Anzahl solcher Sensoren parallel zueinander Prozess-Daten in Echtzeit an ein Rechenzentrum übertragen.

Weitere Partner stehen bereits in den Startlöchern, um die Campus-Netze der Deutschen Telekom noch vielseitiger zu machen. Ziel ist, auf die besonderen Bedürfnisse sämtlicher Branchen eingehen zu können. Gemeinsam sind wir auf einem guten Weg.

Zudem wird die Telekom ihr Know-how im Bereich Konnektivität für alle Industrie- und Geschäftskunden in einer Einheit bündeln. Das wird die Konzeption und Implementierung von Campus-Netzen vereinfachen und beschleunigen.

Ich freue mich auf die 5Germany und den Austausch mit unseren Kunden und Partnern in Berlin!
 

Claudia Nemat

Claudia Nemat

Vorstandsmitglied Technologie und Innovation

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