Konzern

Infrastruktur mit Lichtgeschwindigkeit

  • Teilen
    2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen.
  • Drucken
  • Text vorlesen

Der Glasfaserausbau ist ein wichtiger Infrastrukturausbau. Denn der Datenverkehr im Internet verdoppelt sich etwa alle zwei Jahre. An 52.000 Baustellen in Deutschland verlegt die Telekom die schnellen Leitungen in diesem Jahr – auch im nordrhein-westfälischen Holzwickede.

Ein tiefes Dröhnen klingt durch die kühle Morgenluft. Die Laute kommen aus der Öffnung eines schwarzen Kunststoffrohrs am Boden einer Baustelle. Immer lauter wird das Geräusch, so als stünde eine Explosion bevor. Dann kommt mit einem leisen "Plopp" ein Seil aus dem Rohr geschnellt – überraschend unspektakulär nach dem vorangegangenen Lärm. Ein Arbeiter mit Warnweste befestigt es an der Öse eines Glasfaserkabels, führt das Kabel ins Rohr.

"Beim Einblasverfahren wird ein Seil mit Pressluft durch das Rohr geschossen", erklärt Torsten Domnick, Projektleiter des FTTC-Ausbaus der Technik Niederlassung West in Bochum. "Die Männer am anderen Ende der Daten-Pipeline sind mehrere hundert Meter entfernt. Sie ziehen jetzt das Kabel durch", erzählt er weiter. Domnick ist verantwortlich für tausende von Baustellen in Nordrhein-Westfalen, darunter auch die in Holzwickede. Beim "Fiber to the curb"-Ausbau (FTTC) werden alte Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt, um immer mehr Kunden in Deutschland mit mega-schnellem Internet zu versorgen.

Bonn: Im Technik-Zentrum

Während Torsten Domnick mit seinem Team die Durchführung des Glasfaserausbaus in Nordrhein-Westfalen koordiniert, trägt Technik-Chef Bruno Jacobfeuerborn die Gesamtverantwortung für den Breitbandausbau in Deutschland. Seine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass der Datenverkehr sowohl mobil als auch im Festnetz reibungslos funktioniert.

Für die "Big Picture"-Reportage trifft die Redaktion ihn in der Telekom Deutschland Zentrale in Bonn. Hier befindet sich auch das Master Service Management Center - das Herzstück der technischen Steuerung des gesamten Netzes. Auf einem riesigen Bildschirm an der Frontseite des Raumes werden die Vitaldaten des Netzes eingeblendet. An den Arbeitsstationen davor sitzen Kollegen, die zum Beispiel Störungen und Netzreparaturen überwachen. Der Anblick lässt erahnen, wie komplex die Steuerung des Datenhighway-Netzes ist.

Das Internet ist nicht mehr wegzudenken

Wir wollen von Bruno Jacobfeuerborn wissen, warum ein Land wie Deutschland solche schnellen Leitungen, die nun bundesweit verlegt werden, benötigt? "Das Datenübertragungsvolumen im Internet ist in den vergangenen 20 Jahren rasant gestiegen. Es verdoppelt sich etwa alle zwei Jahre", erklärt er. "Die Nachfrage unserer Kunden nach Geschwindigkeit und Bandbreite ist ebenfalls entsprechend gestiegen und wird noch weiter steigen."

Zum Team der Telekom Technik gehören auch Gülsen Uzunöner und Christin Laudi. Die beiden jungen Frauen haben ihre kaufmännische Ausbildung bei der Telekom absolviert und arbeiten in Bochum und Hagen mit am Großprojekt FTTC. Sie schildern ihre Erfahrungen und Einschätzungen zum Thema Breitband: "Es ist unglaublich, wie sehr die Geschwindigkeit im Internet in den letzten Jahren zugenommen hat", sagt Gülsen Uzunöner. "Ein Leben ohne Internet? Es läuft inzwischen so viel über das Internet, es wäre unmöglich das wieder abzuschalten", ergänzt Christin Laudi. Die beiden 21-jährigen Bürokauffrauen sind mit dem Internet aufgewachsen, und können sich ein Leben ohne Facebook, YouTube und Cloud-Dienste kaum noch vorstellen.

Infrastruktur-mit-Lichtgeschwindigkeit

Bandbreite als Wirtschaftsfaktor

Neben der privaten Internetnutzung sind auch Unternehmen, in zunehmendem Maße auf eine schnelle und verlässliche Breitband-Infrastruktur angewiesen. "Für den Standort Deutschland ist es extrem wichtig, dass wir in der digitalen Entwicklung Schritt halten, um unsere Wirtschaftskraft zu erhalten. Dazu ist es notwendig, einen Zugang zum Internet zu haben – und zwar einen performanten Internetzugang", sagt Bruno Jacobfeuerborn. Deshalb investiert die Telekom auch 2014 – im Rahmen der integrierten Netzstrategie – massiv in den Ausbau der Netzinfrastruktur.

Die Gespräche mit Bruno Jacobfeuerborn, Torsten Domnick, Christin Laudi und Gülsen Uzunöner, der Start des Tiefbaus am frühen Morgen an der Baustelle in Holzwickede und an vielen weiteren Orten in Deutschland genauso wie die ambitionierten Ausbauziele lassen eines deutlich werden: Der Glasfaserausbau in Deutschland läuft auf Hochtouren. Und: Es geht dabei um Teamwork im ganz großen Stil.

FAQ

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Durch die Nutzung der Website {js_accept}akzeptieren{js_accept} Sie die Verwendung von Cookies. Weitere Informationen finden Sie hier.