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Ergebnisse des Wettbewerbs: Teams und Konzepte

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Team feel.flight

Natalie Peter, Carla Janson, Ansgar Schmidt, Sandra Stark, Kai Peter

feel.flight ist ein Produkt-System für den Einsatz auf Langstreckenflügen. Es steigert das Wohlbefinden von Passagieren und optimiert das Betreuungsan-gebot der Flugbegleiter. Feel.flight bedient eine kommunikative und eine physisch erfahrbare Ebene:

Im Zentrum des kommunikativen Kontexts steht ein Chatbot (Künstliche Intelligenz=KI), der über die meisten gängigen Messenger-Apps angesprochen werden kann. Der Chatbot ist in der Lage, Bedürfnisse von Passagieren einzuordnen, hierarchisch zu gliedern und entsprechende Konsequenzen einzuleiten. Möchte ein Fluggast mehr über den Zielort erfahren, antwortet der Chatbot indem er Informationen aus dem Netz bündelt. Bei existenziellen Bedürfnissen wie Flugangst, aber auch bei Wünschen nach Speisen und Getränken, involviert er die Flugbegleiter. In deren Uniformen sind kleine Displays an den Manschetten integriert, die mit Microcontrollern und damit auch mit der KI verbunden sind.

Die physisch erlebbare Ebene wird durch ein erweitertes inFlight-Entertainment-System im Display des Vordersitzes bedient. Hier erscheint das feel.flight-Menu, über das die ausgeteilten Smart-Devices ansteuert werden können: So können die Passagiere eine beheizbare Decke an ihr individuelles Wärme-Empfinden anpassen oder sich durch Vibration des Nackenkissens behutsam wecken lassen. feel.fligth hat außerdem ein Paar Flug-Pantoffel mit speziellen Drucksensoren versehen und per WLAN mit dem On-Board-Server verbunden. Sie ermöglichen durch Tippen auf Vorder- oder Hinterfuß die Kontrolle von Computerspielen, das macht Spaß und fördert die Durchblutung.

Jury-Fazit:

feel.flight ha viele moderne Informations- und Fertigungstechnologien verwendet, von 3D-Druck, Laser cutting und digital unterstütztem Jacquard-Weben bis hin zu Künstlicher Intelligenz. Dem Team ist es gelungen, in extrem kurzer Zeit recht fortgeschrittene Prototypen zu erschaffen. Eine Weiterent-wicklung in Richtung Serientauglichkeit erscheint nicht unrealistisch. Dank der verschiedenen Komponenten könnten auch einzelne Komponenten wie die Decke ausgekoppelt und zügig pilotiert werden.

Team Lyra

Orkhan Amiraslanov, Bo Zhou, Jonas Auda, Matthias Hoppe, Pascal Knierim, Katarzyna Janaszek, Artur Keska, Christian Mock, Alex Roznowski, Marius Roznowski

Die Web-Applikaton „LYRA Connect“ verbessert die Kommunikation zwischen Passagieren und dem Flugpersonal. Sie verringerte Laufwege und optimiert den In-Plane-Service.

Fluggäste können mit ihren eigenen Mobilgeräten einfache Anfragen an das Flugpersonal senden. Die Web-Applikation funktioniert auf jedem mobilen Endgerät, d.h. auf Smartphones, Tablets, Laptops und das plattformunab-hängig, ohne Installation oder Download. So können Passagiere beispielsweise ein Getränk bestellen oder fragen, ob der Anschlussflug noch erreicht wird. Der nächste freie Flugbegleiter bekommt die Anfrage durch seine Smartglasses direkt vor dem Auge angezeigt, und weiß wer, was, wann bestellt oder gefragt hat.

Die Flugbegleiter können zusätzlich Information über die Passagiere abfragen. Dazu müssen sie sich auf ein „Location Beacon“ stellen. Location Beacons sind Signalfelder, die auf dem Boden vor jedem Sitz angebracht sind. LYRA stellt dann die entsprechende Information zur Verfügung, die diskret auf der Datenbrille (Google Glass oder ZEISS Smart Optics) des Flugbegleiters sichtbar wird. So erfährt die Flugbegleiterin beispielsweise welche Sprachen der Passagier spricht oder welche Speise-Präferenzen er angegeben hat.

Jury-Fazit:

LYRA verbindet verschiedene Geräte. Mit den Devices wird eine Art „Mini-Internet“ aufgebaut, das in einem Flugzeug auch offline voll funktionsfähig ist. Das System ist „Plug & Play“, also schon unkompliziert einsetzbar im Flugzeug. Die Herausforderung des Teams bestand darin, die Komplexität durch verschiedene Geräte, die an der App partizipieren, so zu kontrollieren, dass am Ende eine intuitive Schnittstelle für die Flugbegleiter und die Passgiere entsteht. Sofern die angebundenen Hardware-Lösungen überzeugen, wäre das System ist einsetzbar.

Team Smart Chair

Melanie Maucksch, Ronja Kappe, Roman Knipping-Sorokin, Chiara Brodersen, Juan Alberto Cabrera Guerrero, Frank Fitzek, Máté Tömösközi

Das Projekt Smart Chair ist eher eine Konzeptstudie als ein Prototyp. Es rückt auf Langstreckenflügen den privaten Raum des Passagiers in den Fokus. Ihm soll in seinem Smart Chair ein ganz individuelles Flugerlebnis geboten werden – vom Entertainment-Programm bis zum Komfort. Hierbei finden sowohl ergonomische als auch technische, nachhaltige und individuelle Passagierbedürfnisse Beachtung.

Am optisch auffälligsten ist das klappbare Head-Display, welches den Passagier komplett abschirmt und ihm einen privaten Raum schafft. Darüber hinaus sind im Sitz einige ‚Features‘ versteckt. Da anders als im Konzept vorgesehen keine gebogenen OLED-Screens in der erforderlichen Größe existieren, musste das Team die gewünschte Wirkung mit Alternativen simulieren, um einen ähnlichen Effekt zu erreichen. So ist das auf dem Flug präsentierte Head-Display mit einem Tablet ausgestattet und einer Folie verkleidet, die von undurchsichtig auf transparent geschaltet werden kann. Das funktioniert mit einer dünnen, innen liegenden Flüssigkristall-Schicht, die auf elektrische Spannungen reagiert.

Das Team Smart Chair hat außerdem an einem neuen Outfit für das Kabinenpersonal gearbeitet. Die Stoffe, aus denen die Prototyp-Uniformen geschneidert wurden, sind Wärme regulierend, atmungsaktiv, antibakteriell und antiallergisch. Sie genügen damit den hohen Anforderungen an die Berufsbekleidung von Flugbegleitern.

Jury-Fazit:

Das Projekt hat eher Visions-Charakter – für eine kurzfristige Einführung fehlen noch marktreife Technologien. Flexible OLED-Displays sind zwar in der Erprobung und stehen kurz vor der Markteinführung; bis sie ihren Weg in den Massenmarkt finden, werden aber noch ein paar Jahre vergehen. Dasselbe gilt für die genannten smarten Materialien, die in dem Maße noch keine mechanischen Aufgaben zuverlässig übernehmen können. Für die heizbaren Stoffe stehen die Chancen besser. Hier müssten für den Einsatz in Flugzeugen allerdings noch einige sicherheitsrelevante Hürden genommen werden.

Presse- und Bildmaterial Fashion Fusion bit.ly/DTAG-FashionFusion

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