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Hannah Schauff

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Telekom verschärft Klimaziele

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  • Konzern will Klimaziele früher erreichen. 
  • Klimaneutralität für eigene Emissionen bis spätestens 2025. 
  • Klimaneutralität von Produktion bis zum Kunden bis spätestens 2040.  
Das Dach der Telekom-Zentrale in Bonn: Telekom setzt Zeichen für Klimaschutz.

Das Dach der Telekom-Zentrale in Bonn: Telekom setzt Zeichen für Klimaschutz.

Schon heute ist das Telekom Netz durch Einsatz von Grünstrom weltweit komplett grün. Für die weiteren Klimaziele nach Scope 1 bis Scope 3 hat der Vorstand im März einen neuen Zeitrahmen beschlossen und die Zielerreichung vorgezogen. Die Klimaneutralität für eigene Emissionen soll bis spätesten 2025 erreicht werden. Auch die Emissionen aus der Produktion bis hin zum Betrieb beim Kunden sollen bereits 2040 – zehn Jahre früher als bisher geplant – komplett klimaneutral sein. 

Erst Anfang März warnte der Deutsche Wetterdienst, bis Ende des Jahrhunderts führe der aktuelle CO2-Ausstoß zu einer Erhitzung um drei bis vier Grad beim Weltklima. Es gilt hier keine Zeit zu verlieren. Gleichzeitig benötigen unsere Netze, der Betrieb von Rechenzentren und die Autos, mit denen unsere Techniker unterwegs sind, Energie und Treibstoff. Trotzdem gibt es hier keinen Kompromiss. Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom: „Wir wollen und brauchen beides, den Ausbau unserer Netze und Produkte und die Klimaneutralität! Darum haben wir unsere Ziele deutlich angepasst.“ 

Bereits heute surfen weltweit alle Kund*innen des Konzerns im grünen Telekom-Netz, das ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben wird. Und die neuen, ambitionierteren Klimaziele der Deutschen Telekom gehen nun noch weiter: Der Vorstand hat im März 2021 verabschiedet, dass bereits in vier Jahren die direkten und indirekten Emissionen (Scope 1 und 2) im Unternehmen auf null gesetzt werden. Spätestens 2040 soll die Deutsche Telekom vollständig klimaneutral sein, also gar keinen CO2-Fußabdruck mehr hinterlassen.  

Heute zeigt sich: Maßnahmen wie der 100-prozentige Bezug von grünem Strom weltweit und Effizienzprogramme im Konzern haben bereits große Anteile dieser Reduzierungen ermöglicht. Tim Höttges dazu: „Unsere konsequenten Klimaschutzanstrengungen der vergangenen zwei Jahre haben sich ausgezahlt. Aber das ist keine Zeit, um sich selbstzufrieden auf die Schulter zu klopfen. Die Daten sind eindeutig: wir befinden uns in einer für das Weltklima entscheidenden Dekade. Als Deutsche Telekom gehen wir aktiv voran: bis 2025 werden wir unsere eigenen Emissionen bis zu 95 Prozent gegenüber 2017 absenken. Die letzten rund fünf Prozent unseres CO2-Fußabdruckes werden wir durch hochwertige CO2-Bindungsprojekte neutralisieren. Eine zukunftsfähige Wirtschaft muss sich die Grüne Null als Ziel setzen.“ 

Emissionen im eigenen Haus gegen Null fahren

Die grüne Null wird über eine Kombination von Maßnahmen erreicht: zum einen arbeitet die Deutsche Telekom konsequent daran, Energie effizienter einzusetzen und insgesamt weniger zu verbrauchen. Wie gut das funktioniert, misst der Konzern über den sogenannten „Energy Intensity KPI“. Dieser setzt den Energieverbrauch ins Verhältnis zum bewältigten Datenvolumen. 2020 sank er im Konzern auf 119. Eine klare Verbesserung seit 2017, als der KPI noch bei 194 lag.  Dazu beigetragen haben z. B. der Einsatz von neuer, effizienterer Netzwerktechnik, konsequente Energiesparmaßnahmen und Optimierungen in unseren Gebäuden, die sukzessive Elektrifizierung der firmeneigenen Fahrzeugflotte oder auch die Abschaltung energieintensiver Alttechnik. 

Parallel zu den Energieeinsparungs- und Effizienzmaßnahmen wird der Stromverbrauch von klimaschädlichen Emissionen abgekoppelt: dies geschieht über den Bezug von Strom aus erneuerbaren Energien. Sogenannte Herkunftsnachweise werden im Markt erworben und stellen sicher, dass die in einem bestimmten Zeitraum vom Konzern aus dem allgemeinen Stromnetz entnommene Menge an Energie auch in diesem Zeitraum aus erneuerbaren Energieträgern produziert und eingespeist worden ist. Bereits 2020 erfolgte in Deutschland der Stromverbrauch komplett über erneuerbare Energien, das führte zu CO2 Einsparungen von rund 330.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr. Darüber hinaus werden langfristige Lieferverträge für Strom aus erneuerbarer Energie über sogenannte Power-Purchase-Agreements umgesetzt, sowie geringfügig eigenerzeugter Strom genutzt. 

Klimaneutralität vom Zulieferer bis zum Kunden

Mehr als 80 Prozent des CO2 Fußabdrucks entstehen in der sogenannten Wertschöpfungskette, also zum Beispiel bei der Produktion von Endgeräten oder Netzwerktechnik, sowie durch den Betrieb beim Kunden. Auf diese Emissionen hat der Konzern nur einen indirekten Einfluss – zum Beispiel über spezielle Vertragsklauseln im Einkauf oder freiwillige Vereinbarungen mit Zulieferern. „Die sogenannten Scope 3 Emissionen sind sicher der schwierigste Teil auf dem Weg der Klimaneutralität. Aber Schwierigkeiten dürfen keine Ausrede sein, sie müssen uns im Gegenteil anspornen.  Als großer Konzern arbeiten wir bewusst und partnerschaftlich mit unseren Zulieferern daran, die klimarelevanten Emissionen systematisch zu senken. Bis spätestens 2040 steht auch hier die grüne Null als klares Ziel vor uns “, erläutert Birgit Klesper, Senior Vice President Group Corporate Responsibility.

Gleichzeitig unterstützen viele unserer Produkte, Dienstleistungen und Aktivitäten Kunden sogar bei der Reduktion ihrer CO2-Emissionen.  2020 lagen in Deutschland diese positiven CO2-Effekte um den Faktor 7,1 höher als unsere gesamten deutschen CO2-Emissionen. 

Die letzte Meile – Offsetting

Für die Klimaneutralität müssen Emissionsreduzierungen mit einer Strategie zum Neutralisieren von derzeit noch unvermeidbaren CO2-Emissionen kombiniert werden. Im Schwerpunkt wird der Konzern dabei auf sogenannten Removal-Maßnahmen setzen, bei denen aktiv CO2 aus der Atmosphäre gebunden wird. Klassische Beispiele sind gepflanzte Bäume, die CO2 binden oder auch Renaturierungsprojekte für Moore. Für den Konzern sind Offsetting-Maßnahmen auf dem Weg zur Klimaneutralität ein wichtiger Baustein, dessen Bedeutung über die Zeit jedoch systematisch schrumpfen muss. „Offsetting darf nur die letzte Maßnahme sein. Hier werden wir kritisch prüfen, welche Projekte geeignet sind, um wirklich langfristig CO2 zu binden und setzen dabei auf international anerkannte Standards wie den Gold-Standard. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass die zusätzlichen Kosten, die durch Offsetting entstehen, auch auf der Management-Ebene noch stärkere Anreize geben, um Energieeffizienzpotentiale vollumfänglich auszuschöpfen“, so Birgit Klesper.

Bereits 2019 hatte sich der Konzern ehrgeizigere Klimaziele gesetzt

Die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius im weltweiten Durchschnitt zu begrenzen: das ist das klare Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens. Die Deutsche Telekom hat sich erst 2019 sogenannte wissenschaftsbasierte Klimaschutzziele gegeben, die sich an diesem Ziel orientieren. Eine Verminderung der eigenen direkten und indirekten Emissionen um 90 Prozent im Vergleich zu 2017 (Scope 1 und 2) sowie die Verringerung um 25 Prozent von Emissionen pro Kunde, die bei Herstellung und Nutzung der Produkte entstehen (Scope 3), waren vor zwei Jahren eine ambitionierte Zielsetzung. Mit der Anpassung auf die zeitlich vorgezogene Zielerreichung setzt die Deutsche Telekom einen weiteren ambitionierten Meilenstein.  Eine Vielzahl von Maßnahmen über die gesamte Wertschöpfungskette im Rahmen des seit gut einem Jahr laufenden Konzernprogramms “we care for our planet” unterstützen diesen Weg.

Die Deutsche Telekom legt ihre Klimaschutzmaßnahmen, Emissionszahlen und Energieverbräuche ebenso wie weitere Themen der Unternehmensverantwortung ausführlich in dem neu veröffentlichten Corporate Responsibility Report dar.  Weitere Infos dazu unter: www.cr-bericht.telekom.com   

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