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Entziehen Sie neugierigen Apps die Rechte

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Wie Sie einen „minimalinvasiven Eingriff“ in Ihre persönlichen Daten sicherstellen.

Oft wollen Apps auf Dateien und Funktionen des Smartphones zugreifen, die die Apps zum Funktionieren gar nicht benötigen. Das hat massive Auswirkungen auf Ihre Privatsphäre. Deswegen ist es empfehlenswert, die Berechtigungen von Apps vor und nach der Installation zu überprüfen und zu beschränken.

Illustration: App-Berechtigung

Apps richtig einsetzen.

Ein Navigationsprogramm muss auf Ihren aktuellen Standort zugreifen. Das ist nachvollziehbar. Es gibt aber keinen Grund, dass die gleiche App bei der Installation auf dem Zugriff auf die Kamera besteht. Wenn eine App mehr Daten sammeln will, als auf den ersten Blick logisch erscheint, kann Nachlässigkeit des Entwicklers der Grund sein. Möglicherweise steckt aber pure Absicht dahinter – mit dem Ziel, die gewonnenen Daten anderen Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Um Ihre Privatsphäre zu schützen, gehen Sie kritisch mit den Freigaben um.

So schränken Sie die Zugriffsrechte von Apps unter Android ein

  • Rufen Sie die „Einstellungen“ auf.
  • Suchen Sie dort nach dem Eintrag „Apps“, „Anwendungen“ oder „Datenschutz“. 
  • In der Liste wählen Sie die gewünschte App aus.
  • Auf der nächsten Seite finden Sie die Rubrik „Zugriffsrecht“. 
  • Nach einem Klick auf diesen Eintrag können Sie auf der nachfolgenden Seite über die Schieberegler ein Zugriffsrecht entfernen oder gewähren.

Hinweis: Es kann passieren, dass eine App nach Einschränkung der (Zugriffs-)Rechte nicht wie gewohnt bzw. gar nicht mehr funktioniert. Probieren Sie daher nach dem Entfernen eines Rechts die App zunächst aus. Oftmals fragt die App Sie dann nochmals, ob sie die Berechtigungen haben darf.

So schränken Sie die Zugriffsrechte von Apps unter iOS ein

  • Rufen Sie die „Einstellungen“ auf.
  • Tippen Sie auf „Datenschutz“.
  • Auf der nächsten Seite zeigt Ihnen iOS die verschiedenen Berechtigungskategorien.
  • Nach der Auswahl eines Eintrags können Sie auf der Folgeseite den Zugriff komplett abschalten oder aber nach der Auswahl einer App die Berechtigung nach Ihren Wünschen anpassen.

Hinweis: Es kann passieren, dass eine App nach Einschränkung der (Zugriffs-)Rechte nicht wie gewohnt bzw. gar nicht mehr funktioniert. Probieren Sie daher nach dem Entfernen eines Rechts die App zunächst aus. Oftmals fragt die App Sie dann nochmals, ob sie die Berechtigungen haben darf.

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Diese App-Berechtigungen sollten Sie kennen

Wenn eine App Zugriffsrechte beansprucht, sollten Sie vorsichtig sein und im Zweifel auf der Seite des Entwicklers nachlesen, warum diese notwendig sind. Wenn Sie die Argumente nicht überzeugen, schalten Sie die Berechtigung ab oder wählen Sie eine andere App.

  • In-App-Käufe: Damit kann die App die Bezahlfunktion der App-Stores nutzen. Das können Zusatzmodule sein oder Erweiterungen für Spiele. Die Freigabe kann aber ungewollte Kosten durch versehentliche Klicks verursachen.
  • Geräteverlauf lesen: Die Berechtigungen können von den Entwicklern genutzt werden, um Absturzberichte zu formulieren. Allerdings kann damit eine Analyse Ihres Verhaltens erstellt werden. In diese Gruppe gehören:
    • Systemstatus abrufen
    • Protokolldaten lesen und aktive Apps abrufen
    • Web-Verlauf lesen
  • Kontakte lesen und schreiben: Die Apps können das Adressbuch auslesen. Damit stehen Informationen offen, wie häufig ein Kontakt angerufen oder per E-Mail angeschrieben wurde. Diese sensible Berechtigung sollten Sie selbst dann entziehen, wenn es auf den ersten Blick einen vernünftigen Grund für die Nutzung gibt. 
  • Anrufliste lesen und bearbeiten oder Telefonnummer direkt anrufen: Vorsicht bei dieser Freigabe! Denn böswillige Apps könnten damit im Hintergrund kostenpflichtige Nummern wählen. Die Berechtigung zum Zugriff auf die Anrufliste ermöglicht es, einen Eintrag wieder zu entfernen.
  • Zugriff auf das Mikrofon: Eine App mit Diktierfunktion braucht einen solchen Zugriff. Auch Messenger oder Anwendungen, mit denen Sie eine Sprache erlernen, greifen auf das Mikrofon zu. Bei anderen Apps ist es aber ratsam, vorsichtig zu sein. Denn die Funktion eignet sich für das Abhören.
  • Standort ermitteln: Apps für die Fotografie nutzen diese Informationen, um festzuhalten, wo eine Aufnahme entstanden ist. Und Navigations-Apps sind auf die Standortinformation angewiesen. Aber mit Standortdaten können ebenso Bewegungsprofile erstellt werden. Deswegen sollten Sie kritisch sein, wenn eine Anwendung diesen Zugriff verlangt.

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