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Viren, Trojaner und PC-Schädlinge erkennen und loswerden

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Wie Sie mit Besonnenheit einen möglichen Befall bekämpfen. 

Fast immer passiert es im Verborgenen, unbemerkt. Aber manchmal agiert der Computer anders als gewohnt. Dann ist der Rechner möglicherweise von einem Computerschädling befallen. Spätestens, wenn auf Ihrem PC-Bildschirm ein Erpressungstext erscheint, gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren. Denn die Chancen stehen gut, dass Sie die Gefahr bannen und Datenverluste minimieren. 

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Bewahren Sie Ruhe und vermeiden Sie vorschnelle Reaktionen

  • Analysieren Sie mit unserer Anleitung Ihre Situation. Es besteht kein Grund zur Panik oder Hektik.
  • Solange Sie den Verdacht haben, dass etwas nicht stimmt, kümmern Sie sich nur um dieses Problem. Bis zur Behebung des Problems sollten Sie den Computer auch nicht weiter nutzen. 
  • Lassen Sie den PC eingeschaltet, speichern und schließen Sie alle geöffneten Dateien und Programme. Beim Neustart eines Computers wird nämlich nur dessen Arbeitsspeicher gelöscht, nicht aber Programme oder Dateien. Zusätzlich besteht das Risiko, dass nach einem Neustart gar kein Zugriff mehr auf den Computer möglich ist.
  • Löschen Sie Dateien oder Software nicht einfach vom PC, auch wenn Sie möglicherweise einen Verdacht haben, welche Datei die schädliche Software übertragen hat. Das könnte genau die falsche Option sein.
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So prüfen Sie auf tatsächlichen Schädlingsbefall

Fordert Sie beispielsweise ein Hinweisfenster dazu auf, ein Lösegeld zu bezahlen, ist die Diagnose eindeutig. Aber nicht immer ist der Sachverhalt so klar und nicht hinter jeder Fehlfunktion oder einem abweichenden Verhalten steckt auch gleich ein Virus.

  • Speichern und schließen Sie alle geöffneten Dateien.
  • Starten Sie den auf Ihrem Computer installierten Virenscanner und prüfen Sie, ob es für diesen aktuelle Updates gibt. Falls ja, führen Sie diese aus.
  • Wird der Virenscanner fündig, listet er gefundene Programme auf. Notieren Sie sich den Namen des gefundenen Schädlings.
  • Recherchieren Sie auf einem anderen Computer oder mit dem Smartphone im Internet, welche Hinweise zum Entfernen des Schädlings gegeben werden.

Wie Sie einen Schädling wieder loswerden

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Wie Sie die Infektion eines Computers beseitigen, ist vom Typ des Schädlings abhängig. Und je nach Schwere der Infektion müssen Sie unter Umständen auch mehrere Verfahren versuchen. 

Das System mit einer Rettungs-CD untersuchen

Viele Hersteller von Antivirenlösungen bieten kostenlos Rettungs-CDs zum Download an. Diese enthalten in der Regel ein separates Betriebssystem sowie Werkzeuge, mit denen der Computer untersucht wird. So arbeiten Sie damit:

  • Laden Sie sich die Daten der Rettungs-CD auf einen anderen, nicht infizierten Computer herunter.
  • Erstellen Sie damit nach Anweisung des Herstellers, die er auf der Download-Seite zur Verfügung stellt, eine (Wiederherstellungs-)CD oder einen startfähigen USB-Stick.

Fahren Sie den infizierten Computer herunter und starten Sie diesen mit eingelegter Rettungs-CD oder USB-Stick neu.

  • Die Wiederherstellungssoftware wird Sie meist zunächst dazu auffordern, eine Aktualisierung durchzuführen. Folgen Sie dieser Empfehlung, um die neuesten Optionen für die Sicherheitswerkzeuge zu erhalten. Dafür benötigt der PC eine Internetverbindung.
  • Folgen Sie danach den weiteren Anweisungen, die auf dem Computerbildschirm angezeigt werden. Die Wiederherstellungssoftware untersucht Ihren PC und wird die gefundenen Schädlinge entfernen.

Wurden die Schädlinge auf Ihrem Computer entfernt, entnehmen Sie die Wiederherstellungs-CD bzw. den USB-Stick und führen Sie einen Neustart Ihres PC aus. Zur Sicherheit können Sie abschließend noch einmal einen vollständigen Virenscan ausführen. Dabei werden eventuelle weitere Schädlinge ebenfalls entfernt. 

Entfernen Sie Spyware oder Trojaner

Auf das Aufspüren von Trojanern und Spionageprogrammen ist beispielsweise das Programm Malwarebytes Anti-Malware spezialisiert. Es wird oft empfohlen und ist in einer kostenlosen Variante verfügbar. Haben Sie den Verdacht, dass Ihr PC von einem Trojaner infiziert wurde, kann Malwarebytes Anti-Malware die Schädlinge höchstwahrscheinlich identifizieren und danach entfernen.

  • Laden Sie sich die kostenfreie Version von der Website des Herstellers auf Ihren Rechner und installieren Sie das Programm. Nach dem Start führt Malwarebytes Anti-Malware ein automatisches Update durch, also eine Aktualisierung der Software.
  • Nach dem Update startet Malwarebytes Anti-Malware. Klicken Sie auf „Jetzt durchsuchen“.
  • Damit startet Malwarebytes Anti-Malware den Scan Ihres Computers. Dieser Vorgang kann einige Minuten dauern. Das hängt davon ab, wie viele Dateien Sie gespeichert haben.
  • Findet die Software infizierte Elemente, werden diese in einer Liste zusammengefasst. Markieren Sie diese Elemente in der Liste.
  • Wählen Sie aus den Befehlen „Auswahl entfernen“, um die Schädlinge zu beseitigen. 

Windows auf einen früheren Zeitpunkt zurücksetzen

Windows legt automatisch in regelmäßigen Abständen Wiederherstellungszeitpunkte an. Ist die Infektion mit einem Schädling beispielsweise durch die Installation eines Programms erfolgt, kann sie wieder aufgehoben werden: Setzen Sie dazu das Betriebssystem Ihres PC auf einen Zeitpunkt zurück, von dem Sie glauben, dass er vor der Infizierung liegt. 

Das Zurücksetzen auf Wiederherstellungszeitpunkte funktioniert so:

  • Klicken Sie auf den „Start“-Button.
  • Tippen Sie in der Suchzeile „Systemwiederherstellung“ ein und wählen Sie anschließend das Ergebnis aus.
  • Im nächsten Dialog ist automatisch der letzte Wiederherstellungszeitpunkt vorausgewählt.
  • Möchten Sie diesen nicht nutzen, klicken Sie auf die Option darunter, wählen Sie einen älteren Wiederherstellungszeitpunkt aus und klicken Sie auf „Weiter“.
  • Drücken Sie abschließend den Schalter „Fertigstellen“, um die Systemwiederherstellung zu starten. Es dauert nur circa eine Minute, bis Ihr Computer automatisch neu gestartet wird. 

Leider besteht die Möglichkeit, dass alle Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen. In einem solchen Fall hilft dann nur die Neuinstallation des Betriebssystems. Während der Installation werden alle auf dem System gespeicherten Daten gelöscht. Genau deswegen ist es auch wichtig, seine Daten regelmäßig auf externen Festplatten oder in einer Cloud zu sichern. Denn ein aktuelles Back-up minimiert den Datenverlust im Falle einer Neuinstallation. 

Informieren Sie Freunde und BekannteHaben Sie die Infektion des Systems erfolgreich beseitigt, informieren Sie alle Personen, mit denen Sie in den vergangenen Tagen Daten ausgetauscht haben. Denn es ist denkbar, dass Ihr Rechner zur Verbreitung des Virus beigetragen hat.

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