Verantwortung

Husam Azrak

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Corona-Warn-App startet

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Nun ist er also gefallen, der Startschuss für die vielerwartete Corona-Warn-App der Bundesregierung. In den Medien wurde viel über die Anforderungen und die Erwartung an die App berichtet.  Vertrauenswürdig müsse sie sein, damit möglichst viele sie nutzen. Viel spekuliert und kontrovers diskutiert wurde über die Wirksamkeit einer solchen Warn-App und über einen erwarteten Start in Deutschland.

Warnhinweise der Corona-Warn-App auf dem Smartphone über Infektionsrisiken bei Kontakt mit Covid-19 positiv getesteten Personen.

Warnhinweise der Corona-Warn-App auf dem Smartphone über Infektionsrisiken bei Kontakt mit Covid-19 positiv getesteten Personen.

Je näher dieser rückte, desto mehr wurden die Funktionsweise, der Datenschutz und die Offenlegung der Programm-Codes auf der Open-Source Entwickler-Plattform GitHub thematisiert. Eines ist unverändert, die Erwartung bei allen ist hoch, dass die Corona-Warn-App einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung des Covid-19-Virus leistet. Die Verantwortlichen aus Politik und Wissenschaft, also Bundesregierung und Robert Koch Institut, werden nicht müde zu betonen, dass die Corona-Warn-App ein Bestandteil ist, die Epidemie besser unter Kontrolle zu bringen. Das kann nur gelingen, wenn die Hygieneregeln wie Abstandswahrung, Handhygiene und Mundschutz weiterhin konsequent eingehalten werden.

Datenschutz, das zeigt auch die öffentliche Diskussion über die Corona-Warn-App, ist elementar. Kaum war von einer möglichen App die Rede, wurde über die Frage des geeigneten Datenschutzes gestritten, also welche Daten von wem zu welchem Zweck erhoben, genutzt und gespeichert werden. Anfängliche Uneinigkeit bestand darüber, ob die Daten der App-Nutzer zentral in einer Cloud gespeichert werden sollen oder dezentral auf den jeweiligen Smartphones der Anwender verbleiben. Nachdem diese Frage geklärt war und die Entscheidung für die dezentrale Speicherung der pseudonymisierten Daten getroffen wurde, konnte die Entwicklung der App starten. Ende April wurden die beiden Unternehmen Deutsche Telekom und SAP von der Bundesregierung mit dieser Aufgabe betraut. Von Anfang an waren eine klare Kommunikation und absolute Transparenz für dieses Projekt sichergestellt. Alle Informationen wurden von den Entwicklern auf der Open-Source Plattform GitHub dokumentiert, für jeden einsehbar. IT-Spezialisten, Wissenschaftler und Datenschützer äußern sich überwiegend positiv und bewerten die App als datenschutzfreundlich, so auch der Datenschutzbeirat der Deutschen Telekom.

In einer Erklärung heißt es: „Der Datenschutzbeirat begrüßt das Engagement der Deutschen Telekom zur Einführung einer dezentralen Corona-Warn-App. Damit kommt die Bereitschaft des Unternehmens zum Ausdruck, gesellschaftliche Verantwortung zu tragen. Gleichzeitig wird erneut die Sensibilität um den Schutz der Persönlichkeitsrechte belegt. Das für die App verfolgte Konzept gibt Zuversicht, weil es darauf zielt, schnell nützliche Hilfe zu organisieren, die fachlich geschätzt wird, datenschutzrechtlich als gesichert gilt und konzeptionell vertrauensstiftend wirkt. Das Zustandekommen der App offenbart erneut die globale Abhängigkeit von zwei Endgeräte-Betriebssystemen. Der Datenschutzbeirat empfiehlt, die geteilte Verantwortung der unterschiedlichen Akteursgruppen zum Gegenstand der Öffentlichkeitsarbeit zu machen. Er bedauert, dass es bisher nicht möglich war, zu einheitlichen europäischen Lösungen zu finden, die in der Lage sind, das gleiche Maß an Vertrauen zu schaffen.“

Junge Frau an der Tastatur - aus der Vogelperspektive.

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