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Klaus vom Hofe

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„Crazy, was hier abgeht“

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Während sich Cloud-Interessierte im Waschsalon treffen, laden Branchenriesen wie Samsung und Cisco in die Halle des Kinos „Cinedom“ ein … Keine Messe wie jede andere: Die Digital X in Köln. Verrückt? Das muss wohl so sein. Das fordert die Digitalisierung. Vor allem, wenn man darin eintaucht.

Herren in dunklen Anzügen … die fallen mir ein, wenn ich an frühere Messen für Geschäftskundinnen und -kunden zurückdenke. Ganz anders die Digital X. Bunt, schrill, verrückt kommt sie an diesem sonnigen Spätsommertag daher. Menschen mit bunten Messe-Umhängern strömen durch die Stadtviertel der westlichen City. Überall verteilen sich die Aussteller. In Bars, Läden und Restaurants, ja auch beim Friseur und im Waschsalon. Alles zu Fuß erreichbar, zeitsparender noch per Rikscha und Scooter. Manche nehmen das Skateboard. Ich muss oft auf dem Gehsteig ausweichen, warten. Entgegenkommende lächeln sich an. Entspannt. Es wird laut gelacht und geredet. Gefachsimpelt, wie Gesprächsfetzen nahelegen. Das Publikum ist bunt gemischt. Anzug und Kostüm, ja die gibt es noch, aber genauso: lässigen Freizeitlook, T-Shirts und Sneakers, coole Spiegel-Sonnenbrillen. Akrobaten helfen an Kreuzungen sich zu orientieren, indem sie große Papp-Wegweiser durch die Luft wirbeln, dazwischen einen Handstand machen und so die Blicke auf sich ziehen. „Schon crazy, was hier abgeht“, sagt eine Passantin.  

„Ins Digitale eintauchen“

Ich werfe mich ins Gewühl, ausgestattet mit App und Plan. Auf der Suche nach dem Wesen der Digitalisierung, die diesmal 70.000 Besucher*innen nach Köln gezogen hat. Das finde ich zum Beispiel als Zuhörer an der Bühne im Mediapark: „Taucht ins Digitale ein, verliert die Scheu vor Künstlicher Intelligenz – sie hilft uns Komplexes zu meistern“, so der Tenor von Claudia Nemat und ihrem Talk-Gast Rami Rahim. Sie ist unsere Chefin für Technologie und Innovation und er CEO unseres Partnerunternehmens Juniper Networks. 

Ich folge ihrem Tipp aus dem Bühnen-Talk und steuere die Künstliche Intelligenz im Stadtgarten an. Der ist heute ein „Start-up Garden“ mit Dutzenden junger Unternehmen. Und einer Schlange vorm Eingang. Darin lerne ich einen Geschäftsmann vom Niederrhein kennen. Warum er hier ist? Trends für den Werkzeugbau ausloten, sagt er. Wir tauschen uns über eine Lösung aus, die das Unternehmen Scanblue ein paar Meter weiter zeigt: Es scannt für 389 Euro Produkte ein. Etwa einen Thermomix oder einen Turnschuh. Kund*innen können sich dann per Handy das Produkt genau anschauen und so zum Beispiel die Küchenmaschine schon mal bei sich auf der Arbeitsplatte platzieren. Also Digitales in die Realität beamen, wie bei Pokémon Go. Oder später ins Metaverse. Kund*innen machen sich ein genaues Bild, unabhängig davon, wo sie gerade sind. Ja, sowas könne er sich auch vorstellen, sagt der Geschäftsmann. 

Ich spüre: Das ist nur die Spitze des Eisbergs an digitalen Möglichkeiten, ja Chancen, die Unternehmen jetzt ergreifen können und müssen. Auch intern, wie mir dann im „Start-up Garden“ klar wird: „Nativ AI“ aus Saarbrücken hat eine Künstliche Intelligenz entwickelt, die Scans von Rechnungen und Lieferscheine liest und die Daten verarbeitet – in Deutschland und DSGVO-konform. Papierkram adé, mehr Zeit für Wesentliches. Auf der Seite von Nativ AI könnt ihr das ausprobieren. „Taucht ins Digitale ein“. 

Durch alle Lebensbereiche

Am Stadtgarten begegnet mir Justin Stank, ein Kollege von der Telekom. Er wirbt hier für Videokonferenzen, konkret für Zoom X, die Videoplattform, die über unser Netz läuft. Unter seinem auffälligen Magenta-Helm trägt er an seiner Brille Kamera, Mikro und Display. Er ist per Videokonferenz mit weiteren Kolleg*innen vernetzt, die wie er auf der Digital X unterwegs sind. Er wird laufend angesprochen. Ebenso geduldig wie begeistert erklärt er Zoom X und die smarte Technik von Vuzix, verteilt Flyer. Justin ist überzeugt, dass diese Lösung auch allen hilft, die beim Arbeiten die Hände frei haben und zugleich mit anderen visuell Kontakt halten müssen.

Weiter geht es mit Lösungen für heute und morgen. Ob Roboterarme fürs exakte Löcherbohren und fürs Tätowieren aus der Ferne oder Apps für Hautanalysen – auf der Digital X wird mitten in der Stadt klar: Digitalisierung betrifft alle Lebensbereiche. Die Telekom liefert das Netz dafür. Bis in die Unternehmen: mit eigenen 5G-Netzen, so genannte Campus-Netze. In einem Hotelfoyer stellen meine Kollegen Martin Richmann und Georg Fuchs allen Interessierten ihre 5G-Box vor. Unternehmen können diese bei sich aufstellen und damit ein Campus-Netz ausprobieren. Zum Beispiel für ihre Transportroboter. Oder für Echtzeit-Lokalisierung. Eine Modelleisenbahn demonstriert das ein paar Meter weiter im Foyer. Der fahrende Wagon sendet laufend seinen genauen Standort, verfolgbar auf einem Monitor. Diese Technik verspricht in Zukunft: kein Suchen mehr in Fabrik- und Lagerhallen. Oder, was mir als Erläuterung eines Kollegen noch besser einleuchtet: Wenn mein bestelltes Auto am Fließband dort ankommt, wo auf Wunsch die Schiebedächer eingebaut werden, ploppt beim Arbeiter dank der Lösung diese Nachricht auf: „Hier kein Schiebedach“ (der Klaus vom Hofe hat kein Geld dafür;-)

Stichwort 5G – News des Tages ist eine TV-Premiere: ein ntv-Bericht live über 5G gesendet, mit Claudia Nemat im Interview zum Thema „5G Network Slicing“. 

„Echter Entdeckmodus“

Spätnachmittags bleibt der Eindruck, längst nicht alles gesehen zu haben. Ich frage Julia Reuter, eine Telekom-Kundin, die wir vor ihrem Digital X-Besuch interviewt haben. Sie teilt diesen Eindruck: Sie berichtet vom Fomo-Effekt (Fear of missing out), also die Angst, etwas zu verpassen „bei der Fülle an Bühnen und Angeboten“. Der Effekt versetzte sie „in einen echten Entdeckmodus und besonderen Flow“. Ihr blieb zudem bei der Eröffnungsrede von unserem Chef Tim Höttges seine Formel für Erfolg im Gedächtnis: „Disziplin plus Talent mal Haltung“. Genauso gefielen ihr die vielen Themenhäuser wie „‘Digitale Bildung‘ und ‚Digitale Chancen‘ mit ihren spezifischen, zeitaktuellen Themen und Lösungen“. Und: „Ich habe sehr viele Netzwerkpartner getroffen und neue Menschen kennengelernt. Danke für diesen Tag.“ 

Wenn jemand ins Digitale eintaucht, dann Julia Reuter, denke ich auf dem Heimweg. Mir ist heute klar geworden: Das Wesen der Digitalisierung fordert (neben Investitionen in Forschung und Entwicklung, wie Tim Höttges sie für den Standort Deutschland laut seiner Eröffnungsrede vermisst) dies: Neugier, Offenheit und sich ständig mit anderen auszutauschen. Wer dazu eine gute Vorstellungskraft davon hat, wohin die eigene Branche zieht, stellt bei der Wahl neuer Chancen und Möglichkeiten bestimmt die richtigen Hebel. Sicher hilft dabei, auch ein bisschen „crazy“ zu denken. 😊

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