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Sandra Rohrbach

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Digitalgipfel 23: „Wir müssen KI-Chancenrepublik werden“

Der diesjährige Digitalgipfel der Bundesregierung stand unter dem Motto „Digitale Transformation in der Zeitenwende“. Rund 1.000 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft kamen im thüringischen Jena zusammen, um im Schwerpunkt über das Thema Künstliche Intelligenz und nachhaltige Digitalisierung zu diskutieren.

Gastgeber waren Bundesdigitalminister Volker Wissing und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Aber auch Kanzler Olaf Scholz stattete der Veranstaltung einen Besuch ab. Unter den Teilnehmer wurde viel gesprochen über die kurz zuvor verhängte Haushaltssperre der Bundesregierung. Dennoch wurden viele Fortschritte bei Digitalisierungsprojekten festgestellt. Diesen Optimismus  verbreiteten auch die Vorstände der Telekom.

Claudia Nemat betonte auf dem Digitalgipfel: Mensch muss beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt bleiben.

Claudia Nemat betonte auf dem Digitalgipfel: Mensch muss beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt bleiben. © Deutsche Telekom

KI als Chance begreifen

„Lasst uns eine digitale KI-Chancenrepublik werden“, ermunterte Telekom Vorständin Claudia Nemat die Anwesenden. So habe beispielsweise der Maschinenbau und das produzierende Gewerbe viele Vorteile durch die KI. Eine ähnliche Tonlage hatte zuvor auch der Bitkom-Chef angeschlagen: „Wir haben in Deutschland immer die Tendenz, das Glas halb leer zu sehen“, meinte Ralf Wintergerst. Dabei habe man gute Gründe, auch anders auf die Dinge zu blicken. So sei man beim Ausbau des 5G-Netzes oder der Glasfaser gut vorangekommen. Umfragen bestätigten zudem, dass Unternehmen Digitalisierungsvorhaben als wettbewerbsentscheidend einschätzen. Als Telekom Vorständin für Technologie und Innovation hatte Claudia Nemat eine Reihe von KI-Beispielen zur Hand. Dazu zählen große, industrieübergreifenden Initiativen wie Catena-X und Manufacturing-X. Die Telekom liefert dazu Konnektoren und entwickelt gemeinsame Standards, damit große Datenmengen sicher über Unternehmensgrenzen hinweg für neue Geschäftsmodelle genutzt werden können. Außerdem arbeitet die Deutsche Telekom gemeinsam mit SK Telecom an einem Sprachmodell für einen digitalen Assistenten. Dieser soll den Kundenservice deutlich verbessern. „Unsere wichtigste Voraussetzung an die KI lautet, dass Algorithmen für Menschen, von Menschen und mit Menschen entwickelt werden“, unterstrich Nemat. 

Mehr digitale Genehmigungsverfahren für Netzausbau

Basis für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind die Netze. Srini Gopalan, Telekom Vorstand Deutschland, machte deutlich, dass die Digitalisierung auch den Ausbau von Glasfaser und 5G deutlich schneller macht. Dies gilt insbesondere bei den Genehmigungsverfahren. Wenn diese verstärkt digital erteilt werden würden, sei dies ein großer Gewinn für die gesamte Branche. „Auch brauchen wir mehr alternative Verlegemethoden wie Trenching. Dann kommen wir mit den Baukosten runter“, unterstrich Gopalan und ergänzte: „Die Infrastruktur in Deutschland macht heute schon Digitalisierung möglich. Entscheidend ist jetzt, was auf den Netzen passiert.“

Familienfoto auf dem Digitalgipfel. Unter den Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft auch Srini Gopalan (dritter von rechts).

Familienfoto auf dem Digitalgipfel. Unter den Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft auch Srini Gopalan (dritter von rechts). © Deutsche Telekom

Großes Thema für die Telekom sei in diesem Zusammenhang auch der nachhaltige Betrieb der Netze. Denn der Datenhunger wachse. „Die Digitalwirtschaft ist nicht nur Teil der Lösung, sondern auch Teil des Problems“, räumte der Telekom Deutschland Chef ein. Daher setze die Telekom darauf, energieeffizienter zu werden. Bis 2040 ist es das Ziel bei der Telekom, emissionsfrei zu sein vom Lieferanten bis zum Kunden - also bei der Produktion von Routern oder auch bei der Nutzung des Smartphones. 

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