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Markus Jodl

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5G für (K)alle! Die Allianz Arena rüstet auf

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Top nicht nur in der Bundesliga: Die Allianz Arena des FC Bayern wird mit der neusten Mobilfunktechnologie 5G ausgestattet. Das bedeutet mehr Tempo und mehr Möglichkeiten. Wir waren beim Aufbau dabei.

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Die Allianz Arena bekommt 5G.

Happy Birthday, Allianz Arena! Das Wohnzimmer des FC Bayern im Münchner Norden und gleichzeitig berühmteste Schlauchboot Deutschlands, ist gerade 15 Jahre alt geworden.

Aus diesem Anlass gab es auch von der Deutschen Telekom ein "Geburtstagsgeschenk" für die Arena und für ihren langjährigen Partner Bayern München. Denn ab sofort liegt im Stadion in Fröttmaning nicht nur Spannung in der Luft - sondern auch 5G-Mobilfunk. Die Telekom hat die Arena vor dem ersten "Geisterheimspiel" gegen Eintracht Frankfurt am 23. Mai 2020 rundum mit der neuen und noch schnelleren Mobilfunk-Generation ausgestattet.

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Die Allianz Arena von oben.

Nun fehlen nur noch 75.000 Bayern-Fans pro Heimspiel, die hoffentlich bald in ihr Stadion zurückkehren dürfen, um dort das Gigabit-schnelle "5G dahoam" nutzen zu können.

Die Allianz Arena - immer auf dem neuesten Stand

Im Mai 2005 wurde die Münchner Arena gleich mit drei Freundschaftsspielen eingeweiht. Seitdem hat der FC Bayern sein Schmuckkästchen technisch immer auf dem neuesten Stand gehalten. Seit 2017 sind die mit jeweils 200 Quadratmetern beiden größten LED-Videowände Europas installiert. Seit der aktuellen Saison sorgt eine neue Soundanlage von L-Acoustics mit einer Leistung von 440.000 Watt für perfekten Klang beim Torjubel. Und auch die LED-Beleuchtung hinter der Fassade mit ihren frei wählbaren Farben ist 2015 komplett erneuert worden.

Zu den Vorbereitungen für die vier Münchner Spiele der Fußball-Europameisterschaft 2020, die nun zur EM 2021 wird, gehört auch die Ausstattung der Allianz Arena mit 5G-Mobilfunk unter dem Telekom-Motto "5G für alle". Oder in diesem Fall auch: 5G für Kalle (Rummenigge).

So funktioniert das Arena-5G

Als die Allianz Arena 2005 eröffnet wurde, steckte der Mobilfunk noch mitten im GSM-Zeitalter. Und die Handys waren von Nokia. Seitdem haben auch im Stadion des FC Bayern UMTS (3G) und LTE (4G) Einzug gehalten. Nun kommt 5G dazu.
Dafür hat die Telekom an drei Stellen Antennen aufgebaut. Wo genau, weiß Frank Buchholz, der Funknetzplaner für die Arena. Zunächst einmal gibt es "eine Antenne hinter der Fassade, die von außen gar nicht sichtbar ist. Sie versorgt die Autobahn, die Zufahrt und die Esplanade" - also den großen Platz vor dem Stadion, auf dem die Fans zusammenkommen.

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Frank Buchholz ist der Funknetzplaner für die Allianz Arena.

Weiter geht es auf der anderen Seite der Esplanade: "Dort haben wir einen Standort im Park-and-Ride-Gebäude. Er versorgt ebenfalls die Esplanade und die Wege zur U-Bahn." Und außerdem "haben wir natürlich die Antennen, die im Stadion sind. Sie versorgen die Schüssel im Inneren, und stellen eine 5G-Grundversorgung bereit".

Für 75.000 Zuschauer, die bei jedem Heimspiel - wenn kein Corona ist - in die Allianz Arena kommen, wird einiges an Bandbreite benötigt. Denn 75.000 Menschen, das entspricht durchaus der Bevölkerung einer größeren Stadt. Und fast alle wollen ihre Selfies, ihre Fotos und Videos von den Spielen direkt aus der Arena nach Hause schicken, oder bei Instagram, TikTok und YouTube einstellen.

So aufwändig war die Installation von 5G

In der Allianz Arena hat die Telekom so genannte "Massive MIMO"-Antennen für 5G installiert. Bei dieser momentan modernsten verfügbaren Technik sorgen eine Vielzahl von Antennen in einem einzigen Gehäuse für besonders hohe Bandbreiten. Außerdem sind Funktechnik, Stromversorgung und Kühlung gemeinsam untergebracht.


Das alles macht die 5G-Antennen nicht nur besonders leistungsfähig, sondern auch besonders schwer. Bis zu 45 Kilo wiegt eine Antenne. Das kann bei drei Einheiten, um das Signal in alle Richtungen abstrahlen zu können, an die 135 Kilo ausmachen, die per Seil unter das Dach der Allianz Arena gehievt und dort montiert wurden. "Dieses hohe Gewicht muss für Dachlasten, Statik und Windlasten berücksichtigt werden. Das ist schon ein massiver Eingriff in die Infrastruktur von so einem Objekt", weiß Telekom-Funknetzplaner Frank Buchholz.

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Ein Techniker montiert die Antennen in schwindelnder Höhe.

Er musste zudem berücksichtigen und berechnen, dass auch die Antennen für GSM, UMTS und LTE weiterhin in Betrieb bleiben, um wirklich alle Besucher des Stadions mit Mobilfunk versorgen zu können. Schlussendlich hat die 5G-Montage in Fröttmaning perfekt funktioniert - weil die Planungen so clever waren wie eine Aktion von Thomas Müller.

Das kann das Arena-5G

Obwohl 5G-Smartphones nun erst nach und nach auf den Markt kommen, sollen die neuen Antennen bereits jetzt eine 5G-Versorgung mit hoher Qualität und hoher Flächenabdeckung bieten. Dafür funken sie im 3,6 GHz-Spektrum, für das die Deutsche Telekom 2019 die Frequenzen ersteigert hat. "Das hat den Vorteil, dass wir dort im Gigabit-Bereich anbieten können, und dass wir ein ungestörtes Spektrum haben, das noch nicht so ausgelastet ist", erklärt Funknetzplaner Buchholz.

Das extrem schnelle 3,6 GHz-Spektrum ermöglicht schon jetzt Downloads mit 1.000 Megabit pro Sekunde. Für Fußball-Fans zum Vergleich: Das ist mindestens so schnell wie Linksverteidiger Alphonso "Phonzie" Davies, die neue Bayern-Rakete aus Kanada.

Das bringt das Arena-5G in der Zukunft

Bereits kurz nach der Installation hat ein Test mit dem 5G-Smartphone auf der Esplanade vor dem Stadion ein Tempo von 889 Megabit/Sekunde ergeben. Und das ist noch längst nicht das Ende der Fahnenstange, wie das Beispiel UMTS zeigt. Dort legten die Downloads innerhalb weniger Jahre von anfänglich 384 Kilobit/Sekunde auf maximal 42 Megabit/Sekunde zu. Das zeigt das ungeheure Potential von Nach-Nachfolger 5G.

Und künftig ermöglicht der neue Mobilfunk in der Allianz Arena auch ganz neue Anwendungen - wie zum Beispiel Grafiken, die per Augmented Reality (AR) direkt über das Kamerabild des Smartphones gelegt werden. Dann kann jeder die kalibrierte Abseitslinie auf seinem Handy sehen, oder ein Tor aus allen Perspektiven bejubeln.

Mehr zum 5G in der Allianz Arena im Video

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Georg von Wagner

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Die Zeiten von verwackelten, unscharfen Handyaufnahmen bei Liveübertragungen sollen mit 5G endgültig vorbei sein. Warum das neu ausgebaute Mobilfunknetz zukünftig nicht nur Fans von Sportübertragungen, sondern auch Greta begeistern könnte, haben wir uns beim 46. Berlin-Marathon genauer angeschaut.

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