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Georg von Wagner

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bauma München: 5G für die Technikriesen

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Die bauma in München hat auch 2022 wieder einiges zu bieten. Vom 24. bis 30. Oktober gibt es auf der Weltleitmesse für Baumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte gigantische Maschinen zu bestaunen, die größer als Einfamilienhäuser sind. Wir verraten, wie die Deutsche Telekom das riesige Areal mit dem aktuell schnellsten und modernsten Mobilfunk versorgt.

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Wie groß ist die bauma?

Gewaltige Maschinen und gigantische Kräne, die 100 Meter und mehr in den Himmel ragen: Die bauma wartet auch 2022 mit modernen Bautechnik-Riesen auf. Entsprechend groß ist der Platz, den die bauma auf dem Messegelände in München-Riem braucht und einnimmt: Dort stehen rund 200.000 Quadratmeter in 18 Hallen sowie etwa 414.000 Quadratmeter Freifläche zur Verfügung. Und noch eine beeindruckende Zahl: Bei der bisher letzten Messe 2019 sorgte die bauma bundesweit für rund 1,55 Milliarden Euro Umsatz – unter anderem durch die Reisen der Aussteller*innen und Besucher*innen, durch Übernachtungen, Verköstigung und Gastronomie. Besucher*innen und Aussteller*innen auf so einem Areal nicht nur zu verköstigen, sondern auch mit schnellem Netz zu versorgen, bedarf viel Technik und guter Planung.

Mit 5G virtuelle Maschinen erleben

Christian Grodau ist CIO der Messe München – also der Chief Information Officer, der für die Informationstechnik verantwortlich ist. Er weiß, warum ein schneller, stabiler und leistungsstarker Mobilfunk für eine Messe wie die bauma essenziell und unverzichtbar ist: „Wir erwarten in diesem Jahr wieder mehr als 3.000 Aussteller und mehrere hunderttausend Besucher aus der ganzen Welt. Da wollen wir natürlich immer den besten Service bieten. Und dazu gehört der Netzausbau, den wir auf dem Gelände gemacht haben und der insbesondere 5G-basierte Dienste wie autonomes Fahren, Augmented Reality oder Robotik direkt für die Kunden vor Ort erlebbar macht.“ Denn Bagger oder Kräne sind zwar handfeste Gerätschaften, die potenzielle Kund*innen sehen und berühren wollen. Aber per Augmented Reality zu staunen, wie ein neuer Kran auf der eigenen, riesigen Baustelle aussehen würde, macht das moderne bauma-Erlebnis erst rund.

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Neben den 18 Hallen wollen weitere Gebäude sowie eine riesige Freifläche mit 5G versorgt werden.

bauma bietet Mobilfunk für drinnen und draußen

Frank Buchholz ist Funknetzplaner bei der Deutschen Telekom. Er erklärt den Aufwand für die Mobilfunkversorgung der Bauma: „Wir haben auf dem Gelände 25 Inhouse- oder Sonderversorgungsstandorte. Das sind einerseits die 18 Hallen plus Nebengebäude, Zugänge, Atrien und Kongresszentrum ICM. Außerdem haben wir Mobilfunkstandorte dauerhaft als Außenstandorte gebaut, um die Zufahrten und Wege damit zu versorgen.“ Zusätzlich gibt es noch vier Standorte, um die Freiflächen der Messe, die sonst nicht bebaut sind, mit abzudecken.

Insgesamt geht es um 31 fest verbaute Standorte plus die vier Freiflächen-Anlagen. Netzplaner Buchholz vergleicht die Dimension des bauma-Mobilfunks so: „Diese Größenordnung entspricht von der Anzahl der Standorte her einer Großstadt um die 200.000 Einwohner.“ Die Messe wird dabei auf allen üblichen Frequenzen mit GSM, 4G/LTE und 5G versorgt – bis hin zum aktuell schnellsten Gigabit-5G auf der Frequenz 3,6 GHz. Insgesamt funken allein in den Hallen fast 500 Zellen. Damit spielt die Messe München auch im internationalen Vergleich ganz vorne mit.

Öffentlicher Mobilfunk statt geschlossenem Campus-Netz

„Wir sind froh, dass die Telekom das gesamte Gelände mit superschnellem 5G versorgt“, erklärt Messe-IT-Chef Christian Grodau. Der bauma-Mobilfunk ist dabei nicht als geschlossenes Campus-Netz konzipiert, auf das nur der Betreiber und bestimmte Nutzergruppen Zugriff haben. Stattdessen kommt ein öffentliches Mobilfunknetz zum Einsatz – schließlich sollen über die Dauer der Messe hunderttausende von Menschen darauf zugreifen können. Netzplaner Frank Buchholz drückt es so aus: „Das ist kein Campus-Netz, sondern ein Netz der Möglichkeiten.“ Denn auch mit dem offenen Netz sind Funktionen wie Network Slicing verfügbar. Experte Buchholz verrät, was es damit auf sich hat, wenn sich Nutzer so ihre eigene Scheibe Mobilfunk "herausschneiden" können: „Das heißt, unsere Industriekunden haben dann fest zugeordnete Ressourcen auf der Funkschnittstelle, die nur sie verwenden können. Damit können sie dann auch planen und spezielle Anwendungen durchführen.“

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Christian Grodau ist als Chief Information Officer (CIO) der Messe München für die Informationstechnik verantwortlich.

Was unterscheidet die bauma-Versorgung vom Popkonzert?

Um die vier temporären Standorte auf dem bauma-Außengelände hat sich Tobias Gruschka mit seinem Team gekümmert. Er ist bei der Telekom Spezialist bei der Squad „Temporäre Mobilfunkversorgung“ – also für Projekte, bei denen ein Handynetz nicht dauerhaft aufgebaut wird, sondern ganz flexibel für bestimmte Events oder Einsätze. Er kann den Mobilfunk auf der bauma deshalb bestens vergleichen, zum Beispiel mit einem großen Popkonzert: „Auf einem Konzert hast du viele Menschen in einer recht kurzen Zeit auf einer kleinen Fläche. Hier auf der bauma haben wir natürlich auch viele Menschen – aber auf einer sehr großen Fläche und über eine sehr lange Zeit. Da verteilen sich die Leute dann gleichmäßig.“

5G für G7 – und fürs Oktoberfest

Tobias Gruschka und seine „Squad“ haben 2022 bereits mehrere Großereignisse in Bayern per Mobilfunk mit der ganzen Welt verbunden: „Das wahrscheinlich größte Event war der G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Garmisch-Partenkirchen. Dort haben wir die Pressezelte und die Bereiche um das Schloss herum mit 5G versorgt.“ Neben dem Multisport-Event European Championships in München war der „Flexi-Mobilfunk“ natürlich auch auf dem Oktoberfest gefragt – „mit 14 Standorten, vier In-Zelt-Lösungen und zehn Außenstandorten mit 5G“, wie Tobias Gruschka berichtet. Wobei die bauma nochmals einige Nummern größer ist als das Oktoberfest – zumindest in Sachen Höhe. Gegen die mehr als 100 Meter hohen Kräne auf dem Messegelände schrumpft das 50 Meter hohe Willenborg-Riesenrad als höchste Wiesn-Attraktion beinahe zum Zwerg.

Mehr zum Thema gibt's in diesem Video:

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Markus Jodl

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Trachten, TikTok und die Telekom: Premiere für die 5G-Wiesn

Das Münchner Oktoberfest hat sich zum echten Multimedia-Spektakel entwickelt. Damit die Besucher*innen nach zwei Jahren Corona-Pause auch fleißig ihre Selfies verschicken können, hat die Deutsche Telekom zum ersten Mal auf der Theresienwiese ihr superschnelles 5G-Netz aufgebaut.

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