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Markus Jodl

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Trachten, TikTok und die Telekom: Premiere für die 5G-Wiesn

Bier und Bytes, Trachten und TikTok – das gehört auf dem Münchner Oktoberfest untrennbar zusammen. Denn das größte Volksfest der Welt, auf dem am 17. September nach zwei Jahren Corona-Pause wieder „o’zapft“ wird, hat sich zum echten Multimedia-Spektakel entwickelt. Für jede Maß, die getrunken wird (2019 waren es 7,3 Millionen), verschicken die Gäste garantiert mindestens ein Selfie. Und dieses Jahr wird sicherlich auch fleißig auf der Wiesn „getiktokt“, die überschäumenden Oktoberfest-Clips dürften um die ganze Welt gehen. Da trifft es sich gut, dass die Deutsche Telekom zum ersten Mal auf der Theresienwiese ihr superschnelles 5G-Netz aufbaut.

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Am „Telekom-Tower“ hängen 500 Meter Hochfrequenzkabel und 100 Meter Glasfaserkabel.

Das ist der Telekom-Tower

Eigentlich hätte 5G schon 2020 auf der Wiesn starten sollen – aber Corona hatte andere Pläne. Jetzt ist es endlich so weit. Im Mittelpunkt der 5G-Wiesn steht der 15 Meter hohe Mobilfunkmast „Wiesn West 1“ direkt neben dem berühmten Holzfasslager des Augustiner-Bierzelts. Allein über diesen Standort im Zentrum der Theresienwiese kann die Telekom rund 12.000 Besucher*innen mit Mobilfunk versorgen. In alter Währung heißt das: „Wiesn West 1“ ersetzt fast zwei Fußballfelder vollgestellt mit Telefonzellen. Der „Telekom-Tower“ wiegt zwei Tonnen – und der Unterbau, der für sicheren Stand sorgt, sogar sieben Tonnen. Allein für die Telekom hängen an diesem Mast 500 Meter Hochfrequenzkabel und 100 Meter Glasfaserkabel. Rund 100 armdicke Schrauben halten die Konstruktion zusammen, die innerhalb von sieben Tagen aufgebaut ist – und nach dem Ende der Wiesn in drei Tagen wieder abgebaut.

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Der Mobilfunkmast wiegt zwei Tonnen – und der Unterbau, der für sicheren Stand sorgt, sogar sieben Tonnen.

Das bringt 5G auf dem Oktoberfest

Für das Trachtenspektakel baut die Telekom auch dieses Jahr ein eigenes Mobilfunknetz auf, mit dem sich normalerweise eine mittelgroße Stadt wie Kassel versorgen ließe. Denn es entsteht wahrscheinlich weltweit bei keiner Veranstaltung in so kurzer Zeit auf so geringer Fläche so viel Datenverkehr wie in den diesmal 17 Tagen bis zum 3. Oktober auf der Münchner Theresienwiese. Bisher hat das allein mit 4G/LTE funktioniert. 2022 bringt die Telekom erstmals 5G im besonders schnellen Frequenzband 3,6 GHz an den Start. Dabei geht es auf der Wiesn (außerhalb der Fahrgeschäfte) gar nicht um Topspeed und Rekordgeschwindigkeiten. Denn kaum jemand will hier mit Höchsttempo Netflix- oder YouTube-Videos auf sein Handy laden. Stattdessen stehen für die Telekom mit 5G maximale Netzkapazitäten im Vordergrund – damit auch wirklich jeder der Millionen von Gästen seine Selfies und TikToks schnell rund um die Welt schicken kann.

Die Quattro-Antenne fürs Oktoberfest

Ein Stau im Datennetz ist für viele Wiesn-Besucher genauso ärgerlich wie ein Stau in der Bierversorgung, wenn die nächste Maß nicht rechtzeitig am Tisch ankommt. Damit das nicht passiert, hat sich die Deutsche Telekom für ihren Parade-Mast „Wiesn West 1“ einen besonderen Trick ausgedacht. Denn normalerweise hängen an so einem Mast immer drei Antennen. Sie decken jeweils ein Segment von 120 Grad ab – und sorgen so für eine 360-Grad-Rundumversorgung der gesamten Umgebung. Am „Wiesn West 1“ hat die Telekom aber ausnahmsweise sogar vier Antennen montiert. Das ist für die Funknetzplaner eine Herausforderung, weil das zur Überlappung von Signalen führen könnte. Aber so lässt sich die Kapazität um ein weiteres Drittel steigern. Und das wiegt alle Nachteile auf.

Wiesn-Mobilfunk seit 2000

Im Jahr 2000 hat die Telekom damit begonnen, eine eigene Mobilfunkversorgung auf dem Oktoberfest aufzubauen. Damals ging es noch fast ausschließlich ums Telefonieren – und dafür hat die ganz normale Mobilfunkversorgung rund um die Festwiese ausgereicht. 2000 ging es dann mit vier Standorten auf dem Wiesn-Gelände los. Heute sind es 14 Standorte: Zehn Mast-Standorte und vier Anlagen in den Zelten. Wer dort genau hinschaut, erspäht die Antennen unter den zünftig geschmückten Dächern. Die In-Zelt-Versorgung gibt es übrigens bereits seit 2005.

Nur mit diesem technischen Aufwand lassen sich rund 60 Terabyte an Downloads und über 26 Terabyte an Uploads bewältigen, die 2019 durchs Wiesn-Netz der Telekom geströmt sind. Wenn man die 60.000 Gigabyte an heruntergeladenen Daten auf CDs mit 650 Megabyte brennen würde, wäre ein Turm mit diesen 92.400 CDs (ohne Hüllen!) gut 110 Meter hoch – und damit mehr als doppelt so hoch wie das Willenborg-Riesenrad, mit 50 Metern das höchste Bauwerk auf der Wiesn. Schwindlig könnte einem werden beim Mitfahren und bei diesen Zahlen.

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Früher gab es auf dem Festgelände nur vier Mobilfunk-Standorte rund um die Theresienwiese herum - heute sind es 14 Standorte.

Das Besondere am Wiesn-Mobilfunk

Normalerweise beträgt im Mobilfunknetz der Telekom das Verhältnis zwischen Download und Upload etwa 9:1. Doch auf der Wiesn steht nicht nur in der Olympia-Looping-Achterbahn die Welt auf dem Kopf, sondern auch beim empfangenen und gesendeten Datenvolumen. Denn hier beträgt das Verhältnis 2:1, es werden also weitaus mehr Daten versendet als normalerweise üblich. Das XXL-Volksfest scheint ein riesiger Selfie-Laufsteg zu sein, und dank der ausgeklügelten Technik funktioniert das Hochladen ins Netz auch ganz besonders schnell.

Das klappt dann auch am absoluten Handy-Hotspot des Oktoberfests, zwischen den Zelten von Paulaner, Löwenbräu, Käfer und Kufflers Weinzelt. Hier treffen alle zentralen Wege zusammen, hier suchen und finden sich Ortsunkundige zu Füßen der Bavaria. Nirgendwo sonst auf dem Oktoberfest misst die Telekom ein so hohes Datenvolumen. Doch generell gilt auf dem gesamten Festgelände: Die Maß und die Masten für den Mobilfunk – sie gehören zusammen wie Dirndl und Lederhosen, wie Radi und Riesenrad. O’klickt is’!

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Adrian Sanchez

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