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Adrian Sanchez

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Spitzenleistung: Wie der Hamburger SV mit 5G Standalone trainiert

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Der Hamburger SV kämpft zwar derzeit um den Wiederaufstieg, doch in Sachen Technik und Mobilfunk ist der langjährige Bundesligist schon absolut erstklassig unterwegs. Denn mit der „5G Box to Go“ der Deutschen Telekom testet der Traditionsklub den Mobilfunkstandard der Zukunft: 5G Standalone. Dazu hat die Telekom auf dem Trainingsgelände am Hamburger Volksparkstadion ein HSV-eigenes 5G-Netz zum „Ausprobieren“ aufgebaut. Wir verraten, wie das 5G-„Probetraining“ läuft, das Cheftrainer Tim Walter und seinem Team dabei helfen soll, die Mannschaft noch besser zu machen.

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Der Hamburger SV testet den Mobilfunkstandard der Zukunft: 5G Standalone.

Was ist die „5G Campus Box to go“?

Im Fußball-Neudeutsch steht die „Box“ für den guten alten Strafraum. Die „5G Campus Box to go“ der Deutschen Telekom hat aber zunächst nichts mit HSV-Toren zu tun. In diesem magentafarbenen Kasten auf Rollen steckt all die Technik, die ein Unternehmen, eine Organisation oder auch ein Fußballverein braucht, um sein Gelände mit 5G Standalone abzudecken. Torsten Chudobba ist Geschäftskunden-Berater bei der Telekom und Experte für sogenannte Campus-Netze. Das sind auf ein bestimmtes Gelände zugeschnittene Mobilfunk-Netze, die Kunden an ihre Bedürfnisse anpassen können – z.B. in Sachen Datenübertragungsraten, Kapazität oder Latenzzeiten.

Der Experte erklärt die Box so: „Unsere Campus Box to Go ist ein mobiles 5G-Standalone-Testsystem, das unsere Kunden unverbindlich anmieten können.“ Bis zu drei Monate sind möglich – fast wie beim Ausleihen eines Fußballers. Damit realisieren und testen die Nutzer erste 5G-Standalone-Anwendungsfälle auf dem eigenen „Campus“.  Das können Betriebsgelände wie Fabrikhallen, ein Messegelände, ein Hafen oder eben auch Trainingsplätze eines Fußballvereins sein.

Was steckt technisch dahinter?

Torsten Chudobba beschreibt die Vorteile des „All in one“-Pakets: „Das Gute ist, dass wir die Campus Box to Go komplett konfiguriert liefern. Das heißt, es sind alle Komponenten, die ein 5G-Standalone-Campus-Netz braucht, bereits mit dabei.“ Das 5G-Kernnetz ist in der Lösung also ebenso integriert wie die Antennen und ein Applikationsserver, auf dem die Anwendungen laufen. Dass es dabei weder eine Anbindung ans öffentliche Mobilfunknetz noch Sprachunterstützung gibt, ist beabsichtigt. Denn es handelt sich um ein rein internes Datennetz des Betreibers wie in diesem Beispiel des HSV. Die Daten verlassen die lokale Netzinfrastruktur auf dem Campus dabei nicht. Das sorgt zum einen für maximale Sicherheit, zum anderen haben die Daten dadurch „kurze Wege“. Das bedeutet: Mehr Geschwindigkeit und geringere Latenz-Zeiten.

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Torsten Chudobba, Geschäftskunden-Berater bei der Telekom, beschreibt die Campus Box to Go als ein mobiles 5G-Standalone-Testsystem.

Wie lief der Aufbau der 5G Box – und wie stark ist das Netz jetzt?

„Der Aufbau war innerhalb von eineinhalb Tagen erledigt“, berichtet 5G-Experte Chudobba. Mit Hilfe der IT des Hamburger SV wurde die „5G Campus Box to Go“ in die technische Infrastruktur des Vereins integriert. Eine einzige Außenantenne auf dem Dach eines Schuppens deckt das gesamte Trainingsgelände mit 5G Standalone ab. Die Daten fließen praktisch in Echtzeit zwischen den Tablets der Trainer und den Servern hin und her. Und das läuft schneller als einst die Bälle zwischen den HSV-Legenden Manni Kaltz und Horst Hrubesch. „Wir erzielen Bandbreiten von bis zu 1,2 Gigabit pro Sekunde“, verrät Torsten Chudobba. Das Besondere bei einem 5G Standalone Campus-Netz außerdem: Es funkt auf speziellen Mobilfunkfrequenzen im Bereich von 3,7 bis 3,8 GHz. Diese werden bei der Bundesnetzagentur vom Campus-Netz Eigentümer beantragt. So stehen bis zu 100 MHz Bandbreite ausschließlich für den eigenen Campus-Datenverkehr bereit.

Wofür braucht der HSV so ein Campus-Netz?

Karsten Zimmermann ist IT-Chef des Hamburger SV und betont, dass gerade interne Anwendungen besonders hohe Ansprüche an Zuverlässigkeit, Sicherheit und Performance stellen. Er erklärt, warum die 5G Box to Go beim HSV zum Einsatz kommt: „So ein Anwendungsfall wie Trainingsanalyse, also Live-Coaching auf dem Platz, mit Tablets, mit Kamerasystemen – das ist superspannend, um Erfahrungen zu sammeln, um echten Mehrwert aufzeigen zu können“. Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom bewährt sich dabei seit Jahren, so Zimmermann: „Die Telekom ist unser exklusiver Innovations- und Technologiepartner. Wir können immer mit denen sprechen, egal, welches Thema auf uns zukommt, sei es IoT, sei es 5G oder Augmented Reality.“

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Panorama-Kamera und App ermöglichen eine Live-Trainingsanalyse der Spieler.

Was sagen die HSV-Trainer zum digitalen technischen Assistenten?

Tim Walter und sein Team sind beeindruckt und begeistert von den Möglichkeiten, die die neue Technik bietet. Co-Trainer Merlin Polzin berichtet: „Es ist so, dass wir die Jungs tagtäglich besser machen wollen. Und da spielt die Live-Analyse, die wir jetzt durch die Panorama-Kamera und die App zur Verfügung haben, eine extrem wichtige Rolle.“ Dabei erfassen die Kameras den gesamten Trainingsplatz, die Coaches sind mit Tablets unterwegs – und die Spieler können schon während der Einheiten in Echtzeit Videomaterial sehen. Die neue 5G-Technik ist ideal für die Analyse, so Polzin: „Wir können Trainingssituationen abbrechen, wir können die Spieler zusammenrufen und ihnen dann am Bildschirm zeigen, was gut war, und was schlecht war. Dabei ist extrem auffällig, dass die Jungs danach noch besser in den Übungen zurechtkommen.“ Cheftrainer Tim Walter ergänzt: „Alles wird schneller und moderner. Da kann man alles gar nicht mehr mit bloßem Auge sehen. Darum ist es für uns elementar, dass man solche Tools zur Verfügung hat. Und für die Spieler ist das ein immenser Fortschritt.“

Mehr zum Thema gibt's in diesem Video:

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Georg von Wagner

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