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Georg von Wagner

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Flug-Hafen: Mobilfunk-Drohnen in Hamburg

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An einem Hafen spielt sich alles im Wasser und auf dem Boden ab – möchte man meinen. Und das ganz besonders, wenn es sich um ein so riesiges Areal wie den Hamburger Hafen handelt. Doch in Wahrheit herrscht in diesem Labyrinth aus Kränen, Wasserstraßen und Verladeterminals so viel Luftverkehr, dass man beinahe von einem „Flug-Hafen“ sprechen könnte. Autonome Drohnen kontrollieren das Gelände, suchen nach Schäden und transportieren kleinere Sendungen. Wir erklären, wie hochmoderne Logistik dank schnellem und zuverlässigem Mobilfunk der Deutschen Telekom funktioniert.

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Um die 7.200 Hektar des Hamburger Hafengeländes auch wirklich zu überblicken bedarf es der Drohnenperspektive.

Nichts geht ohne Drohne

Europas drittgrößter Hafen nach Rotterdam und Antwerpen ist nicht nur groß – sondern riesig. Auf den 7.200 Hektar des Hamburger Hafengeländes könnten der HSV und der FC St. Pauli unvorstellbare 10.084 Fußballfelder anlegen. Wirklich zu überblicken ist diese Stadt in der Stadt nur aus der Vogelperspektive. Oder genauer gesagt, aus der Drohnenperspektive. Hier inspizieren automatisierte Flugdrohnen zum Beispiel Containerbrücken und Asphaltflächen. Damit machen sie den Hafen sicherer, denn sie erkennen Schäden und Abnutzung. Und sie beschleunigen den Güterverkehr, indem sie Pakete und Dokumente wie Frachtpapiere transportieren. Bis zu 100 autonome Drohnen können dabei gleichzeitig in der Luft sein, ohne sich in die Quere zu kommen.

Immer in Kontakt – mit Mobilfunk von der Telekom

Solche Einsätze sind nur mit einer lückenlosen, schnellen und zuverlässigen Mobilfunkverbindung möglich. Denn darüber tauschen die Drohnen mit dem Leitstand Steuersignale aus und teilen Werte wie Temperatur oder Akkustand mit. Außerdem übertragen sie per LTE Livebilder in HD-Qualität. Damit das funktioniert, hat die Telekom für den Hamburger Hafen ein eigenes Mobilfunknetz aufgebaut, ein sogenanntes Campus-Netz. Dieses Netz priorisiert bestimmte Daten, wie zum Beispiel Steuersignale der Drohnen. So gewährleistet es absolut unterbrechungsfreie Verbindungen. Thomas Pöggel ist bei der Telekom Experte für solche Netze. Er erklärt, worauf es ankommt: „Die Anforderungen an den Betrieb einer großen Flotte von Drohnen sind extrem hoch und anspruchsvoll. Wir mussten das Netz im Hinblick auf seine Abdeckung, seine hohe Verfügbarkeit und der klassischen Parameter wie Bandbreite und Latenz optimieren.“ Die Drohnen werden an einem zweiten Standort erprobt und eingerichtet – und kommen dann komplett flugfähig und einsatzbereit nach Hamburg.

Automatisierter 24-Stunden-Betrieb dank der Drohnen

Das Kerngeschäft des Hamburger Hafens ist der Container-Umschlag. Fast alle Waren kommen in Containern an oder werden in solchen in alle Welt verschifft. Kunterbunt wie Lego-Steine sind riesige Flächen mit Containern belegt. Hier läuft fast alles automatisiert, die Abläufe sind perfekt eingespielt. Matthias Gronstedt ist Geschäftsführer der HHLA Sky (Hamburger Hafen und Logistik AG), die sich um den Drohnenbetrieb kümmert. Er schildert, wie hoch die Anforderungen sind: „Hier am Hamburger Hafen arbeiten wir 360 Tage, 24 Stunden und sieben Tage die Woche. Und das bedeutet natürlich, wir müssen immer funktionieren.“ Durch die Livebilder der Drohnen können die Verantwortlichen beispielsweise sofort reagieren, wenn sich Menschen gesperrten Gefahrenbereichen nähern – ohne dass sie dafür die gesamte Logistikkette unterbrechen müssen.

Hochauflösende Fotos ergänzen Kletterer

Die Drohnenflotte mit ihrer hochmodernen Technik ist längst unverzichtbar, so Matthias Gronstedt: „Bei der Inspektion von Containerbrücken nutzen wir beispielsweise 61 Millionen Pixel pro Aufnahme. Wir schießen ungefähr 500 bis 1.000 Fotos von einer Containerbrücke.“ Die hochauflösenden Bilder gehen nach ihrer Auswertung an die Kolleginnen und Kollegen aus Instandhaltung und Wartung, die bei Bedarf Reparaturen in die Wege leiten können. Durch die Luftbilder von Kränen oder Verlademaschinen und durch die Kontrolle von Verschleißteilen wird auch der gefährliche Einsatz von Industriekletterern in großen Höhen überflüssig. Heute schweben dort Drohnen vorbei und liefern gestochen scharfe Fotos. Norbert Smietanka, Leiter für Arbeitsschutzmanagement bei der HHLA, weiß den Fortschritt zu schätzen: „Das ist natürlich eine Vereinfachung und erhöht die Sicherheit.“

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Norbert Smietanka, Leiter für Arbeitsschutzmanagement bei der HHLA.

Guten Flug, bald dank 5G

Die Hamburger Hafendrohnen steigen bis auf 100 Meter Höhe und legen weite Strecken zwischen Containerterminals, Wasserstraßen und einer Autobahnbrücke zurück. Hindernisse wie Windkraftanlagen mit ihren ausladenden Rotoren müssen sie dabei sicher umfliegen. Das klappt dank einer lückenlosen und leistungsstarken Mobilfunkversorgung aus einem einzigen Leitstand heraus. Bisher funken die Drohnen noch mit LTE. Doch Telekom und HHLA Sky planen bereits die Erprobung von Drohnen mit 5G-Anbindung. Das soll für noch größere Bandbreiten und Netzkapazitäten sorgen – und damit für neue, spannende Einsatzmöglichkeiten. Am Hamburger „Flug-Hafen“ ist die Freiheit nicht nur über den Wolken grenzenlos, sondern sogar unter den Wolken.

Mehr zu den 5G Drohnen am Hamburger Hafen gibt's hier:

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Markus Jodl

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