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Stefanie Halle

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Kabelverzweiger (KVz) – vom Straßenrand in Telefon und PC

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Kabelverzweiger am Straßenrand

Vertrautes Bild am Straßenrand: ein Kabelverzweiger der Telekom.

Sie gehören in Deutschland zum Straßenbild: graue Schaltkästen an Gehsteigen. Aber was machen die kleinen Schränke eigentlich? Hier die Antwort.

Was ein Kfz ist, weiß jeder. Aber was ist ein Kvz? Das Kürzel steht für „Kabelverzweiger“, für die grauen Kästen, die überall am Straßenrand stehen – und das schon seit Jahrzehnten. Denn der Kabelverzweiger ist ein echter Klassiker, viele Exemplare wurden bereits 1982 aufgestellt. Deshalb lässt sich auf den Kästen häufig auch die Aufschrift „Kvz 82“ entdecken, die für das Jahr der Zulassung steht.

Aber was hat der Kasten auf dem Kasten? Nun, ohne ihn könnten Millionen von Telekom-Kunden weder telefonieren noch im Internet surfen. Denn der Kabelverzweiger bringt die Telefon- und Internetsignale aus der Vermittlungsstelle in die Haushalte.

Diese Signale kommen mit einem dicken Kupferkabel am Kasten an – und werden im Inneren so verzweigt und geschaltet, dass für jeden Kunden genau zwei Adern übrigbleiben, die dann in deutlich kleineren Kabeln in die Häuser geführt werden und dort weiter in die einzelnen Wohnungen.

Dicke Internetleitung rein, verteilen, dünne Internetleitungen raus

Wer ausnahmsweise einmal einen Blick in den Kabelverzweiger erhascht, sieht dort jede Menge Drähte und Klemmen, mit denen die Signale verteilt werden – Experten sprechen von „Rangieren“. Erst dadurch wird jeder Kunde genau seiner Leitung, seiner Rufnummer zugeordnet.

Die Technik, die dafür in den Kvz erforderlich ist, ist relativ überschaubar. Denn alles, was für Vermittlung und Internetzugang erforderlich ist, spielt sich bereits in den vielen Tausend Vermittlungsstellen der Telekom ab. Ein klassischer Kabelverzweiger braucht nicht einmal einen eigenen Stromanschluss. Daher kommt auch die Bezeichnung „passiver Schaltschrank“.

Der Klassiker aus den 80er Jahren ist bis heute aktuell und kann auch mit moderner DSL-Technik umgehen. Falls es flotter gehen muss, für superschnelle Anschlüsse, hat er allerdings mittlerweile einen Nachfolger mit einem freundlichen Namen bekommen – das „MFG“, das „Multifunktionsgehäuse“.

Teilweise bleiben die Kabelverzweiger auch am Straßenrand erhalten, ihre Technik wird ergänzt und ihnen wird ein Multifunktionsgehäuse übergestülpt. Im Kvz wird sicherlich noch einige Jahre rangiert – von Ausrangieren ist noch nicht die Rede.

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