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Markus Jodl

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Mobilfunk und Gesundheit - neun Fragen und Antworten

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Die einen sagen: Mobilfunk ist wichtig und soll möglichst schnell sein. Die anderen fürchten sich vor der Strahlung. Hier neun Fragen und Antworten zum Thema Mobilfunk und Gesundheit.

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Mobilfunk und Gesundheit - geht das zusammen?

57 Millionen Menschen in Deutschland nutzen laut Statista ein Handy - das sind knapp 69 Prozent der gesamten Bevölkerung. Entsprechend heiß diskutiert werden alle Themen rund um den Mobilfunk: Empfang. Geschwindigkeit. Funklöcher. Und vor allem: Gesundheit. Wie wirkt sich die Nutzung von Handys auf den Körper aus? Ist es bedenklich, in der Nähe eines Mobilfunkmastes zu wohnen? Die Deutsche Telekom erhält zu diesem Thema Tag für Tag Fragen. Und es gibt auch jede Menge Verschwörungstheorien dazu.

Deshalb beantworten wir heute die häufigsten Fragen rund um Mobilfunk und Gesundheit, die immer wieder gestellt werden. Von den gesetzlichen Mobilfunk-Grenzwerten bis hin zu den angeblichen neuen "Strahlenkanonen" im 5G-Netz - Telekom-Sprecher Markus Jodl hat neun Antworten auf neun wichtige Fragen.

Wie steht die Telekom zu Mobilfunkstudien?

Die Telekom nimmt generell keine Bewertung von Studien vor. Es gibt nationale und internationale Fachgremien. Sie kennen alle Studien, und bewerten sie. Dann fließen die Ergebnisse dieser Studien in die Festlegung der Mobilfunk-Grenzwerte ein. Unsere Aufgabe ist es, diese Grenzwerte einzuhalten. Und das tun wir, an jedem einzelnen Standort.

Wie reagiert die Telekom auf die Forderung von Verbänden, den 5G-Ausbau zu stoppen?

Wir sind der falsche Adressat für eine solche Forderung. Wir haben eine andere Aufgabe. Politik, Medien und Öffentlichkeit fordern von uns einen zügigen 5G-Ausbau. Wir haben hohe Frequenzauflagen zu erfüllen. Wir werden deshalb bis 2025 99 Prozent der Bevölkerung und 90 Prozent der Fläche mit 5G versorgen. Um es ganz klar zu sagen: Unser Auftrag ist es, das beste Netz zu bauen. Und diesen Auftrag wollen wir erfüllen.

Sind die Grenzwerte in Deutschland nicht viel zu hoch?

Die Grenzwerte werden auf Grundlage von Empfehlungen nationaler und internationaler Fachgremien festgelegt. Unsere Aufgabe ist es, sie einzuhalten. Und, wie gesagt, dieser Aufgabe werden wir an jedem Standort der Deutschen Telekom gerecht.

Wer sorgt dafür, dass die Grenzwerte überhaupt eingehalten werden?

Die Bundesnetzagentur gibt in Deutschland jeden einzelnen Mobilfunk-Standort frei. Und sie überprüft auch, ob die Grenzwerte eingehalten werden. Sie ist also eine Art "Antennen-TÜV".

Was sagt die Telekom zu Menschen, die sich vor Strahlung fürchten?

Unsere Standorte halten alle gesetzlichen Bestimmungen ein. Und deshalb können wir sagen, dass Mobilfunk, so wie wir ihn betreiben, eine sichere Technik ist.

Sind 5G-Antennen tatsächlich eine Art "Strahlenkanonen", die die Nutzer mit maximaler Leistung "beschießen"?

Ganz im Gegenteil. Die 5G-Antenne geht mit der Leistung besonders effizient um. Bisher, also beispielsweise bei 4G/LTE, hat eine Antenne ein Gebiet einfach flächig versorgt. Im Gegensatz dazu reagiert die 5G-Antenne flexibel darauf, wo welche Kapazität in der Zelle tatsächlich benötigt wird. Das heißt, der Kunde wird bedarfsgerecht bedient. Das ist ein klarer Fortschritt. Mehr Infos gibt es dazu in diesem Beitrag über 5G-Antennen.

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Die Strahlen richten sich vollautomatisch aus, damit die Sendeleistung je nach Bedarf angepasst werden kann und für jeden Nutzer eine optimale Abdeckung gewährleistet.

Ist die Deutsche Telekom eigentlich gegen Schadenersatzforderungen versichert?

Die Telekom ist über ihre Betriebshaftpflichtversicherung gegen Schäden aller Art versichert, die aus oder im Zusammenhang mit ihrer geschäftlichen Tätigkeit entstehen können.

Warum ist die Telekom bei der Standortsuche eigentlich so stur - und baut die Mobilfunkmasten nicht dorthin, wo die Gemeinde oder Bürgerinitiativen das möchten?

Das hat in aller Regel technische Gründe. Zunächst muss der Standort dort stehen, wo sich auch die Nutzer befinden. Dann ist kein Standort eine Insellösung, das Umfeld spielt also immer eine zentrale Rolle bei der Standortsuche. Hier setzt die Physik der Kompromissbereitschaft leider oft Grenzen. Und schlussendlich teilt die Telekom der Kommune die Planung neuer Standorte frühzeitig mit. Die Kommune hat also durchaus die Gelegenheit, ihre Vorstellungen einzubringen. Ganz wichtig ist dabei: Ein gleichmäßig ausgebautes Mobilfunknetz sorgt für möglichst niedrige Immissionen, also Strahlung. Denn dem Netz wohnt eine Intelligenz inne. Handymast und Handy arbeiten immer automatisch mit der niedrigsten Leistung, die notwendig ist, um eine Verbindung aufrecht zu erhalten.

Würde Telekom-Sprecher Markus Jodl in der Nähe eines Mobilfunkmastes wohnen wollen?

Antwort neun kommt ganz persönlich von Markus Jodl: Wir betreiben ein deutschlandweites Netz. Bis auf ganz wenige Ausnahmen wohnt eigentlich jeder irgendwo in der Nähe eines Mobilfunkstandortes. "Mein" Standort zum Beispiel liegt gar nicht weit von meinem Haus entfernt. Und deshalb habe ich bei mir zuhause auch einen "supergeilen" Download - mit gut 110 Megabit pro Sekunde.

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Tempo bei der Mobilfunkantenne des Pressesprechers

PS: Noch mehr Fragen und Antworten - auch zum Thema Gesundheit - finden Interessenten auf den Seiten des Informationszentrums Mobilfunk unter www.izmf.de. Das Informationszentrum wird gemeinsam von Telekom Deutschland und Telefónica Germany betrieben.

Die Fragen und Antworten im Video gibt es hier:

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