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Martina Weidmann

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Die Welt wird nachhaltiger mit IoT

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Immer mehr Kunden bevorzugen nachhaltige Produkte. Rami Avidan ist überzeugt, dass das Internet der Dinge (IoT) ein wichtiger Hebel bei der Bekämpfung der Klimakrise ist. Denn IoT trägt zum Klimaschutz und zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen bei. Wir fragen nach. 

Rami Avidan

Rami Avidan ist überzeugt, IoT trägt zum Klimaschutz und zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen bei.

Wie wollen Sie die Welt mit dem Internet der Dinge (IoT) nachhaltiger gestalten? 

Rami Avidan: Ehrlich gesagt, die Bekämpfung der Klimakrise ist ein breites Feld. Hier kommen viele verschiedene Aspekte zusammen. Das Internet der Dinge (IoT) ist natürlich ein wichtiger Hebel mit großem Einfluss auf die Umwelt: Es reduziert Emissionen und optimiert Prozesse in vielen Bereichen. Wir können die Welt nachhaltiger gestalten, wenn wir unser Handeln grundlegend verändern - hin zu einer kreislauforientierten Wirtschaft. Heute stellen wir Dinge her, die dauerhafter und nachhaltiger sind. Und am Ende des Lebenszyklus könnten wir die meisten Komponenten wiederverwerten. So nutzen wir weltweit weniger Ressourcen, dafür besser und länger. Beispielsweise der nachhaltige Smartphone-Kreislauf, den die Telekom für ausgewählte Geräte anbietet. Diese Geräte werden professionell aufbereitet und können dann wieder zu einem attraktiven Preis angeboten werden. 

Was sind Ihre drei wichtigsten IoT-Lösungen zum Schutz der Umwelt? 

Avidan: Viele Bereiche vom IoT unterstützen den Umweltschutz. Drei davon auszuwählen fällt mir schwer. Ganz weit vorne sind die vielen Möglichkeiten für Logistikunternehmen, ihre Lieferketten zu Gunsten des Klimaschutzes zu optimieren. Elektronische Frachtdokumente ersetzen Papierausdrucke. Telematik-Lösungen reduzieren den Kraftstoffverbrauch durch verbesserte Routenführung. Tracking-Anwendungen analysieren den Fahrstil, berechnen exakte Ankunftszeiten und liefern zusätzliche Informationen über anstehende Wartungsarbeiten. 

Auch unsere IoT-Lösung "Building Monitoring & Analytics" schützt die Umwelt, denn sie optimiert den Energieverbrauch in Gebäuden. Sensoren messen CO2-Gehalt, Bewegung und Temperatur in Räumen. Und zeigen Energieverbrauch, Raumnutzung und Luftqualität auf. Dies hilft Kosten zu sparen und ermöglicht eine positivere Umweltbilanz. "Building Monitoring & Analytics" wurde kürzlich als erstes IoT-Produkt mit dem we care Label ausgezeichnet. Mit dem Label kennzeichnet die Telekom besonders ökologische oder sozial nachhaltige Angebote.

IoT leistet auch einen wertvollen Beitrag bei der Reduzierung von Lebensmittelabfällen. Heute vernichten wir etwa 30 Prozent der weltweit produzierten Lebensmittel. Obst, Gemüse, Fisch und Milchprodukte müssen kühl transportiert und gelagert werden. Ein Tracker überwacht die Kühlkette und liefert Informationen über den Zustand der Waren. Supermärkte beispielsweise reduzieren so ihre Lebensmittelabfälle zum sieben Prozent. 

„IoT reduziert Lebensmittelabfälle um 7 %.“


Was wünschen Sie sich im IoT-Geschäftsumfeld, wenn Sie fünf Jahre in die Zukunft blicken? 

Avidan: Damit sich IoT positiv auf unsere Umwelt auswirkt wünsche ich mir: 

1. eine Normung im Technologiebereich und der Interoperabilität. Es muss einfacher sein, Technologien miteinander zu verbinden. IoT ist ein System von Systemen, in dem verschiedene Technologien zusammenarbeiten. Es entfaltet erst dann seine volle Stärke, wenn Systeme ohne Unterbrechung miteinander kommunizieren können.

2. eine Harmonisierung in der Regulierungslandschaft. Heute sind die Regelungen auf globaler Ebene sehr unterschiedlich und behindern letztlich eine weltweite Einführung.

3. den Zusammenschluss aller Akteure des IoT-Ökosystems, um Barrieren für die Einführung des IoT in einem viel höheren Maße abzubauen, als wir es heute schon tun. 

4. dass Unternehmen digitale Strategien eingeführt haben, die integraler Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie sind. 

5. dass wir als Akteure der Branche uns mehr darauf konzentrieren, den Kuchen größer, anstatt den eigenen Anteil am Kuchen so groß wie möglich zu machen. Gelingt es uns, wird am Ende genug Geschäft für alle da sein. Mir ist wichtig, die IoT-Branche gemeinsam voranzutreiben und uns dabei auf den Wert für unsere Kunden zu konzentrieren. Ich bin überzeugt, dass Nachhaltigkeit in Zukunft ein sehr wichtiges Unterscheidungsmerkmal für Unternehmen sein wird.

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80 Prozent der Telekom IoT-Experten*innen sind überzeugt, dass Unternehmen durch den Einsatz von nachhaltigen IoT-Lösungen neue Kunden gewinnen können.

„…den Kuchen größer, anstatt den eigenen Anteil am Kuchen so groß wie möglich zu machen.“


Was wünschen Sie sich persönlich als Vater?

Avidan: Ich würde meinen Kindern gerne sagen können, dass ich einen kleinen, um nicht zu sagen winzigen Teil dazu beigetragen habe, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ich glaube wirklich, dass IoT-Lösungen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden und Partnern umsetzen, die Welt zu einem besseren Ort machen werden. Und zwar in so vielen Dimensionen, nicht nur in Bezug auf Nachhaltigkeit. Dazu ist es wichtig, sie in größerem Umfang einzusetzen, als wir es in der Vergangenheit tun konnten. 

Worauf können wir uns im Jahr 2021 in Bezug auf Nachhaltigkeit freuen? 

Avidan: Corona hat uns in die neue Normalität katapultiert. Wir erleben ein Umdenken in Wirtschaft und Gesellschaft. Neue Arbeitsmodelle entstehen und wir reisen weniger. Das wirkt sich positiv auf die CO2-Werte aus. Wir wollen unsere Zeit effizienter nutzen, als Einzelne produktiver sein oder Zeit mit unseren Lieben verbringen. Unternehmen setzen Ressourcen nachhaltiger ein, um einen Mehrwert für Kunden zu schaffen. Immer mehr Kunden bevorzugen nachhaltige Produkte. Auch wir arbeiten an der Nachhaltigkeit ausgewählter IoT-Produkte. Auf diese Weise tragen wir alle zum Klimaschutz und zum verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen bei. Ich glaube, in 2021 werden sich viele Unternehmen darauf konzentrieren, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Arbeitsplätze zu optimieren, wird ein weiterer großer Schwerpunkt sein. Erfreulicherweise fragen bereits jetzt viele Unternehmen nach unseren intelligenten Gebäudelösungen, um der Pandemie ein Stück vorzubeugen. Ich freue mich darauf, dass die Deutsche Telekom hier eine wichtige Rolle spielen wird.
 

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Unternehmen spüren den Druck, ihre Aktivitäten nachhaltig zu gestalten. Neue Möglichkeiten bietet das Internet der Dinge (IoT) der Telekom.

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