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Glasfaseranschluss: Von FTTC bis FTTH

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Für die digitalen Ansprüche der Zukunft ist schnelles und zuverlässiges Highspeed-Internet eine wichtige Voraussetzung. Deswegen investiert die Telekom jedes Jahr Milliardenbeträge in den Ausbau ihres Glasfasernetzes - damit Menschen überall in Deutschland in den Genuss schneller Internetverbindungen und hoher Bandbreiten kommen.

Für die digitalen Ansprüche der Zukunft ist schnelles und zuverlässiges Highspeed-Internet eine wichtige Voraussetzung.

Für die digitalen Ansprüche der Zukunft ist schnelles und zuverlässiges Highspeed-Internet eine wichtige Voraussetzung.

Das Breitbandnetz in Deutschland ist bereits sehr gut ausgebaut. Allein die Telekom hat ihr Glasfasernetz inzwischen auf eine Gesamtlänge von über 550.000 Kilometer erweitert. Und das Netz wächst täglich weiter. Deshalb erhalten immer mehr Haushalte, die bisher noch über DSL im World Wide Web surften, einen direkten Glasfaser-Anschluss bis ins Haus. 

Fiber to the Home (FTTH) - Glasfaseranschluss bis ins Haus

FTTH steht für Fiber to the Home, also Glasfaser bis in die Wohnung. Fiber ist Englisch und heißt übersetzt Faser. Ein FTTH-Ausbau ist eine direkte Verbindung vom Hausanschluss in das weltweite Netz mit Glasfaser und ermöglicht Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Megabit pro Sekunde beim Download. DSL-Anschlüsse nur über Kupferkabel erreichen lediglich eine Download-Geschwindigkeit von etwa 16 Megabit pro Sekunde. Über die Kombination von Glasfaser- und Kupferkabel kann ein Anschluss mit VDSL ungefähr 50 Megabit pro Sekunde schaffen. Mit der zusätzlichen Vectoring-Technologie sind dann sogar Übertragungsraten von bis zu 250 Mbit/s möglich. 

Segmente eines Glasfasernetzes

Eine Internetleitung setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Telekommunikationsanbieter wie die Telekom bauen in Städten und Gemeinden das Breitbandnetz aus. Für die Erweiterung dieser Netze werden heutzutage so gut wie ausschließlich Glasfaserkabel verwendet, die optische Signale übertragen. Die Leitungen nehmen dabei den Weg über mehrere Knotenpunkte. Das Glasfaser-Netzwerk besteht dabei aus folgenden Segmenten:

  • Kernnetz
  • Vermittlungsstelle
  • Netzverteiler
  • Abschlusspunkt Linientechnik
  • Teilnehmeranschlussdose
  • Endgerät

Inzwischen sind im Zuge der Digitalisierung und dem kontinuierlichen Ausbau mit Glasfaserkabeln so gut wie alle Vermittlungsstellen der Telekom über Glasfaser mit dem Kernnetz verbunden. Eine solche Vermittlungsstelle ist ein Knotenpunkt in einem Ortsnetz, in dem die Signale - falls nötig - umgewandelt und zu den Teilnehmeranschlüssen weitervermittelt werden. Von dort verlaufen die Glasfaser-Leitungen bis zu einem Netzverteiler, der sich beispielsweise in einem Wohngebiet am Straßenrand befindet. Jeder hat solche grauen Kästen sicherlich auch schon in seinem Wohnviertel gesehen.

Vom Netzverteiler, der sich meist in der Nähe von Gebäuden befindet, führen Glasfaserleitungen bei FTTH-Anschlüssen in die umliegenden angeschlossenen Häuser. Das können Wohnhäuser oder Gebäude mit Büros und Geschäften sein. Beim Vectoring-Ausbau erfolgt die Verbindung in die Gebäude über Kupferkabel. In jeder dieser Immobilien befindet sich ein Abschlusspunkt Linientechnik (APL). Dieser Punkt markiert den Übergang der Netzleitung des Telekommunikationsanbieters in das lokale Netzwerk des Gebäudes. Er ist Ausgangsstation für die Verteilung der Kabel an einzelne Teilnehmeranschlüsse innerhalb der Wohnungen oder Büroeinheiten. Der Teilnehmeranschluss ist die Dose in der Wand, an der die jeweiligen Endgeräte wie Telefon oder der Router für das WLAN angeschlossen werden.

Die Architektur eines Glasfaser-Anschlusses

Die Art und Weise, wie das Internet zum Kunden gelangt, hat sich im Laufe der Zeit aufgrund neuer Technologien und Möglichkeiten stark verändert. Als das World Wide Web noch in den Kinderschuhen steckte, bildeten hauptsächlich Kupferkabel die Grundlage für das klassische Festnetz. Dabei werden die Daten elektrisch über durchgängige Kupferleitungen übertragen. Der Endverbraucher surfte im Web auf der Basis von ISDN (Integrated Services Digital Network).

Als der Glasfaser-Ausbau begann, kamen zu den Kupferleitungen immer mehr Glasfaseranschluss-Architekturen hinzu. Damit lassen sich deutlich höhere Bandbreiten zur Datenübertragung bereitstellen. Im Kern zeigt sich die Erweiterung des Glasfasernetzes bei der Neuverlegung von Lichtwellenleitern (LWL). Diese ersetzen zunehmend die Kupferkabel zur Übertragung von Daten. Allerdings ist daraus nicht abzuleiten, dass Highspeed-Leitungen bereits einzig und allein aus Glasfaserkabeln bestehen. Vielmehr existieren in einem Breitbandnetz Glasfaserstrecken, die nach wie vor durch elektrisch leitende Kupferverbindungen ergänzt werden. Mit dem fortschreitenden Glasfaserausbau wird der Kupferanteil im Netz immer geringer. 

Das Grundprinzip der Netzarchitektur auf der letzten Meile heißt Fiber to the X. Das X steht dabei für den jeweiligen Endpunkt des Glasfaserkabels. Umgangssprachlich bezeichnet die letzte Meile den Weg von der Vermittlungsstelle bis zum Teilnehmeranschluss. Die Gestaltung dieser letzten Meile in einem Breitband-Netz fällt dabei unterschiedlich aus. Das FTTx-Prinzip beschreibt dabei folgende Endpunkte:

Der letzte Buchstabe (X) kennzeichnet in einem Glasfasernetz den genauen Ort des Übergangs von einer optischen Breitbandleitung bis zur Hausverkabelung, derzeit häufig noch eine elektrische Kupferleitung. An dieser Datenkreuzung wandeln technische Instrumente (OLT – optical line transmitter) die optischen Signale in elektrische Impulse um. 

Unterscheidung von Breitband-Netzwerken

Fiber to the home (FTTH) ist eine Netzwerk-Architektur, bei der Breitband bis in die Wohnung oder das Büro anliegt. Das Glasfaserkabel endet bei FTTH also an der Dose in der Wohnung. Ein FTTH-Anschluss ist im Grunde die bestmögliche Breitband-Verbindung. Bei allen anderen Anschlussvarianten verringern sich die maximal möglichen Leistungen und Geschwindigkeiten von Breitbandleitungen aufgrund des Kupferanteils in der Hausverkabelung. Deshalb setzt die Deutsche Telekom bei neuen Glasfaser-Ausbaugebieten bevorzugt auf die Vorteile von FTTH-Netzen.

Fiber to the curb (FTTC) ist eine Anschlussvariante von Breitband, bei der die Lichtwellenleiter bis an den Verteilerkasten am Gehwegbereich verlegt sind. Von diesem Ort aus wird der Kabelweg bis zur Anschlussdose in der Zimmerwand noch mit einem Kupferkabel überbrückt. Bei dieser Anschlussart steht dem Endverbrauche das VDSL-Internet zur Verfügung. Die Umwandlung optischer Signale in elektrische Signale erfolgt im Multifunktionsgehäuse (MFG), der sich in den bekannten grauen Kästen am Straßenrand befindet.

Beim Anschluss-Prinzip Fiber to the building (FTTB) ist eine Glasfaserleitung bis in das Gebäude verlegt und endet am Abschlusspunkt Linientechnik oder in dessen Nähe. Innerhalb des Hauses wird die letzte Strecke vom Abschlusspunkt bis in die Wohnung oder das Büro abschließend mit einem Kupferkabel überbrückt.

Glasfasernetze als Zukunftstechnologie für mehr Digitalisierung

Die Installation von Glasfaser hat gegenüber bisherigen Kupferleitungen sowohl Vor- als auch Nachteile. 
LWL-Kabel mindern die Verluste bei der Datenübertragung auch auf längeren Distanzen. Das bedeutet, dass Kunden die volle Bandbreite nutzen können, die mit Glasfaser möglich sind. Keine andere Leitungsart garantiert bessere Bandbreiten. 

Dank der hohen Bandbreiten durch Glasfaser-Internet profitieren Nutzer jederzeit von den Vorzügen der schnellen Datenübertragung. Ein wesentlicher Vorteil liegt darin, parallel mehrere Online-Anwendungen durchzuführen, ohne spürbare Verluste bei der Bandbreite in Kauf nehmen zu müssen. In einem Einfamilienhaus können auf diese Weise die Eltern im Wohnzimmer auf der Couch gemeinsam einen Film streamen, während die Kinder mit Freunden in die Welt von Online-Games in Echtzeit eintauchen. Eine schnelle Glasfaser-Verbindung ist zudem eine gute Grundlage für vernetzte Häuser mit Smart-Home-Systemen, die unser Leben in vielerlei Hinsicht noch komfortabler, effizienter und sicherer machen. 

Eine Eigenschaft des Glasfaserkabels ist, dass kein Strom übertragen wird.  Somit wird für Alarmanlagen und Notrufdienste eine Notstromversorgung benötigt, sowie evtl. ein zweiter Übertragungskanal per Mobilfunk oder Kupferkabel. 

Die Investitionskosten für den Breitband-Ausbau in Deutschland beziffern sich auf hohe zweistellige Milliardenbeträge. Der Ausbau der Glasfasernetze läuft auf Hochtouren, denn Breitband-Internet ist als Zukunftstechnologie sehr wichtig. Allein die Telekom investiert in Deutschland rund 5 Milliarden Euro pro Jahr in den Ausbau ihrer Netze. Die Politik hat die Zielstellung ausgegeben, die Digitalisierung der Gesellschaft voranzutreiben und dafür Breitbandverbindungen deutlich zu erweitern. Dafür stehen auch Fördergelder bereit, die Anreize für den verstärkten Ausbau von Glasfasernetzen in ländlichen Regionen bieten sollen.

Breitbandausbau

Netze

Die Telekom investiert jedes Jahr mehrere Milliarden Euro in den Netzausbau.

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