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Katastrophen-Warnung am Beispiel Israels

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Ein gutes Beispiel für die Organisation von Warnungen im Katastrophenfall ist Israel, ein Land, das sich seit Jahren in konstanter Alarmbereitschaft befindet und ein Vorreiter bei technischen Innovationen ist. Sogar bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ist israelische Technik im Einsatz.

Satellit über Israel zum Katastrophenschutz

Einen typischen Alarmfall in Israel stellen Bombenangriffe dar. Um vor einem Einschlag zu warnen, wurde unter anderem die App "Red Alert: Israel" entwickelt. Diese einfach und übersichtlich aufgebaute Plattform warnt vor Raketen-Angriffen, indem sie die Region sowie den Zeitpunkt des Einschlags angibt, sodass die Menschen sich dort rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Diese App funktioniert begleitend zur akustischen Warnung über Sirenen und wird bestenfalls ergänzt von Apps, die über die Lage der Bomben-Schutzräume informieren.

Eine weitere wichtige Anwendung ist die "Home Front Command"-App. Sie wurde im Auftrag der gleichnamigen israelischen Streitkräfte entwickelt und warnt vor Angriffen, Terrorattacken und Wetter-Katastrophen. Sie arbeitet auf Basis der GPS-Daten und gibt auf den Standort der Nutzer angepasste Benachrichtigungen. So lässt sich eine unnötige Panik vermeiden. Home Front Lieutenant Colonel Shlomi Maman erläutert: "Wir sehen Warnungen, die Bürger erreichen, die nicht betroffen sind, als genau so kritisch wie Warnungen, die betroffene Bürger nicht erreichen…” Aber auch diese App steht nicht für sich alleine, sondern wird flankiert von Sirenen-Alarm, Warnungen per Mail und via Radio und TV.

Daneben ist natürlich auch Twitter ein wichtiges Element in der Kommunikation und es kann hilfreich sein, beispielsweise dem Sprecher der Polizei oder dem offiziellen Account der Israelischen Armee (IDF) zu folgen, um auch auf diesem Weg aktuelle und seriöse Informationen zu erhalten.

Auf dieses hohe technologische Knowhow wurden auch die für die Sicherheit bei den Olympischen Spielen 2016 zuständigen Stellen aufmerksam. Sie setzen bei der zentralen Personenschutz-App auf israelische Technik: Mit der App "SayVu" lassen sich schnell und automatisiert Notrufe an die Hotline senden. Mittels einer individuell ausgewählten sogenannten "Hot Button”-Funktion können Nutzer sogar bei gesperrtem Bildschirm – ohne das Öffnen der App – automatisch Ortsangabe, Videos, Fotos oder Tonaufnahmen senden und damit die Hilfskräfte alarmieren.

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