Konzern

MyShake App macht Smartphones zum Frühwarnsystem

  • Teilen
    2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen.
  • Drucken
  • Text vorlesen

Von allen Naturkatastrophen fordern Erdbeben die meisten Menschenleben und verursachen die höchsten Schäden. Bei einem Beben können Sekunden über Leben und Tod entscheiden.

Gemeinsam mit der Telekom arbeiten Forscher der US-Universität Berkeley an einem Erdbeben-Frühwarnsystem, das auf Smartphones basiert.

Im Februar veröffentlichten sie die mit den Telekom Innovation Laboratories im Silicon Valley entwickelte App MyShake. Mit Hilfe der App sollen Android-Smartphones zu einem seismischen Sensornetz zusammengeschlossen werden – und ihre Besitzer im Ernstfall Sekunden vor einem Erdbeben warnen.

Die Grundidee ist einfach: Moderne Smartphones verfügen über einen Beschleunigungssensor, der beispielsweise bei der Steuerung von Spielen zum Einsatz kommt. Die Forscher haben einen Algorithmus entwickelt, der es ermöglicht über den Sensor Erschütterungen auszulesen. Falls die Daten dem Schwingungsprofil eines Erdbebens entsprechen, meldet die App Zeitpunkt, Ort und gemessene Stärke der Erschütterung an die seismologische Abteilung der Berkeley Universität zur weiteren Analyse.

Eine Cloud-basierte Software prüft die eingehenden Daten. Das Programm bestätige ein Erdbeben, wenn mindestens vier Telefone entsprechende Erschütterungen registrieren und dies mehr als 60 Prozent aller Smartphones in einem 10-Kilometer-Radius des Epizentrums entspricht. Forscher vergleichen dann die Daten mit denen traditioneller Seismographen.

Eine Warnung an die Smartphone-Besitzer erfolgt aber erst, sobald genügend Menschen die App nutzen und das System zuverlässig arbeitet. In der aktuellen Phase ist daher das wichtigste Ziel, für den Crowdsourcing-Ansatz zu werben und möglichst viele MyShake App-Nutzer zugewinnen. Denn je dichter das Netzwerk, um so eher können Beben ermittelt werden. Aktuell gehen die Wissenschaftler davon aus, dass sie im nächsten Frühjahr – nach einer etwa einjährigen Testphase – ein App-Update veröffentlichen können, mit dem auch Warnungen an Nutzer versendet werden.

Digitale-Verantwortung-Frau-Roboter_HuB

Digitale Verantwortung

Experten diskutieren über die Zukunft der Digitalisierung.

FAQ

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Durch die Nutzung der Website {js_accept}akzeptieren{js_accept} Sie die Verwendung von Cookies. Weitere Informationen finden Sie hier.