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Alexandra Janssen - Die Mischung macht’s

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Ihre Neigung zu MINT-Fächern war früh erkennbar: Bereits in der dritten Grundschulklasse interessierte sich Alexandra Janssen für Mathe. Und diese Neigung hat sie während ihrer bisherigen Ausbildung konsequent weiterentwickelt und gelebt.

Alexandra-Janssen

Jetzt absolviert die 20-jährige ein Duales Studium bei der Telekom im Fach Wirtschaftsinformatik. Alexandra Janssen weiß genau, was sie will. Um ihr Ziel zu erreichen, hat sie quasi schon Hindernisse übersprungen oder bereits getroffene Entscheidungen konsequent korrigiert.

Schulzeit verkürzt

„Ich fand es immer super, herausgefordert zu werden“, sagt Janssen. So nahm sie bereits während der Schulzeit an Mathematik-Wettbewerben teil. Es war nur folgerichtig, dass sie Mathematik und Chemie als Leistungskurse belegte. Ihre Schulzeit verkürzte sie, indem sie zwei Klassen übersprang. 2012 machte sie Abitur und stellte sich die Frage nach dem passenden Studium. Ihr Wunsch:“ Ich wollte gerne etwas mit Logik machen.“

Ein klares Ergebnis

Um sicher zu gehen, dass sie auch die richtige Studienrichtung wählte, machte sie den sogenannten Geva -Test. Hierbei werden Leistungs- und Intelligenztests durchgeführt, die die Studienwahl vereinfachen sollen. Ihr wurde empfohlen, entweder Wirtschaftsmathematik (fast 94 Prozent Wahrscheinlichkeit) oder Wirtschaftsinformatik (fast 86 %) zu studieren. Ein klares Ergebnis, dachte sie. Ihre Entscheidung fiel auf Wirtschaftsinformatik: „Dieses Studienfach erschien mir vielseitiger. Das hat mich überzeugt.“

Kein Praxisbezug

Zwei Semester studierte sie an der Uni Köln, dann schwenke sie um. „Mir fehlte etwas. An der Uni wurde mir nur reine Theorie vermittelt, es gab keine Anwendung in der Praxis“. Alexandra Janssen bewarb sich auf ein Duales Studium. Im Mai 2013 erhielt sie die Zusage von der Telekom und sagte zu. Anfang Oktober begann ihr Studium der Wirtschaftsinformatik an der Telekom eigenen Hochschule für Telekommunikation in Leipzig (HfTL).

Wöchentlich drei E-Learning-Einheiten

Das gesamte Studium dauert sechseinhalb Semester, in den letzten drei Monaten schreibt man die Bachelorarbeit und kann den Bachelor ablegen. Wenn gewünscht, kann man die Bachelorarbeit jedoch auch vorziehen und bereits während des Studiums schreiben. Alexandra Janssen: „Dies habe ich auch vor“. Die Gesamt-Arbeitszeit beträgt 38 Stunden pro Woche, davon 35 Stunden Arbeit in der Firma. Wöchentlich sind etwa drei E-Learning-Einheiten vorgesehen. In der Ausbildungszentrumsphase (kurz: AZ-Phase), die pro Semester ein bis zwei Wochen dauert, besteht jedes Semester die Möglichkeit, sich kurz vor den Prüfungen eine Woche lang ausschließlich dem Studium und dem Lernen zu widmen. Viele Themen der Vorlesungen, so Janssen, kommen aus den Bereichen Wirtschaft oder sind Informatik-Fächer (Software Engineering, Kommunikationsnetze), aber auch BWL, VWL, Rechnungswesen und Marketing. In diesen Fächern werden Grundlagen gelegt. Zudem werden die Basics der Programmiersprachen vermittelt. Weitere Inhalte sind betriebliche Informationssysteme, Grundlagen der Wirtschaftsinformatik, Projektmanagement.

Gleichbehandlung beider Geschlechter

Von den ursprünglich 110 Studienbeginnern sind 102 Studierende übrig geblieben, so Janssen. Diese verteilen sich in ganz Deutschland auf 33 Ausbildungszentren. Die Zuordnung findet nach dem Arbeitsstandort statt. In Bonn, als Standort der Zentrale, sind es 26 Studenten, darunter zwei Frauen. Alexandra Janssen sieht keine Vor- oder Nachteile darin, als Frau ein MINT-Fach zu studieren. „Für mich macht es keinen Unterschied. Und ich glaube auch nicht, dass man als Frau Nachteile hat“. Zu Beginn des Studiums gab es einen Kommunikationsworkshop nur für Frauen. Titel: „Klare Worte. Souveräner Auftritt“. Das Seminar behandelte die Unterschiede männlicher und weiblicher Kommunikation und vermittelte Kommunikationsinstrumente. Ihre bisherige Erfahrung: Die Telekom unterstützt die Gleichbehandlung beider Geschlechter.

„Es macht Spaß, aktiv mitzuwirken“

Janssen durchlief verschiedenste Bereiche innerhalb der Telekom. Dadurch erhielt sie Einblicke in verschiedenste Geschäftsbereiche: vom Marketing übers Großhandels-Geschäft bis zur Produkteinführung. Die Einsätze haben ihr klar gemacht: „Es macht mir Spaß, Projektmanagement zu betreiben und hier aktiv mitzuwirken“.

„Die Mischung macht's“

In Zukunft kann sie sich gut vorstellen, Gesundheitssysteme zu managen. Bei ihrem Auslandseinsatz in Luxemburg hat sie entsprechende Erfahrungen gesammelt. Dort hat sie die Betreuung der IT-Infrastrukturen einer Bank durch T-Systems Luxemburg kennengelernt und unterstützt. Ihr Fazit: Dieses duale Studium hat mich vor allem wegen der unterschiedlichen Inhalte gereizt. Die Mischung macht es. Es geht eben nicht nur um Wirtschaft oder Informatik – und gerade dadurch ist das Studium samt Praxiseinsatz immer wieder spannend und interessant.

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