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Sarah Schuchardt - Die MINT-Begeisterung muss da sein

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„Ich hatte immer den festen Willen, Informatik zu lernen. Denn sonst wird es nichts“. Dieses Resümee zieht Sarah Schuchardt. Von 2011 bis 2014 absolvierte sie ein Studium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHGW).

Sarah-Schuchardt

Ihr Abschluss: Der Bachelor of Science in angewandter Informatik. Seit knapp einem Jahr bildet sie sich zur Cyber Security Expertin weiter. Sie ist damit eine von zwei Frauen dieses ersten Jahrgangs. Zurückblickend, so Sarah Schuchardt, war es ein „geradliniger Weg“. Bereits in der Grundschule mochte sie Rechnen, ab der 7. und 8. Klasse hatte sie als Wahlfach Informatik. Mathe lag ihr als Fach immer sehr. „Familiär vorbelastet war ich in dieser Hinsicht jedoch nicht“, so die künftige Sicherheits- Expertin. In der Oberstufe wurde an ihrer Schule leider kein Leistungskurs Informatik angeboten, deshalb wählte sie Physik und Englisch.

„Das war das Beste, das mir untergekommen ist“
Nach dem Abi in Berlin begann sie jedoch ein Duales MINT-Studium in Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart. „Den Tipp habe ich von meinem Cousin bekommen.“ Er war im ersten Jahrgang dieses Studiums. Für Sarah Schuchardt war der Bachelor of Science in Angewandter Informatik als Duales Studium genau das Richtige: „Dieses Studium war abwechslungsreich. Nur reines Lernen an der Uni wäre mir zu trocken gewesen. Kurzum: Es war das Beste, was mir untergekommen ist“. Seit dem ersten Semester war ihr Kurs mit insgesamt acht Frauen von 23 Teilnehmern besetzt – der Kurs mit dem höchsten Frauenanteil. Und sechs Frauen waren bis zum Schluss dabei.

Weiterbildung zur Cyber Security Expertin
Gegen Ende des Studiums bewarb sie sich auf zahlreiche Stellen. Jedoch kurz vor Ende der Ausbildung wurde sie immer unruhiger: „Bisher hatte ich nur in der alten Heimat Berlin nach einer neuen Stelle geschaut. Doch je knapper die Zeit für mich wurde, um so mehr habe ich gemerkt, dass ich die Scheuklappen weiten muss“. Da erreichte sie eine E-Mail: Kurzfristig wurde ein Platz frei für die Weiterbildung zum Cyber Security Experten. Sie bewarb sich auf den Platz. Schuchardt erinnert sich: „Die Zusage erhielt ich am Freitag. Bereits am Montag darauf war in Bonn der Auftakt. Ein langes Telefonat mit meiner Familie und einen Tag Bedenkzeit brauchte ich. Dann sagte ich zu“. Geklärt werden mussten vor allem die Fragen: “Wie komme ich nach Bonn und wo übernachte ich?“

„Die Chance meines Lebens“
Die erste Woche des neuen Weiterbildungsangebotes war vollkommen durchgeplant. Nach dem Start-Event begannen direkt am nächsten Tag die ersten Kurse. Bis zum Ende der Woche fand für alle das erste allumfassende IT-Security-Seminar statt. Sarah Schuchardt hat auch in der Weiterbildung das Programmieren als Steckenpferd für sich entdeckt: „Hier kann ich viel lernen“. Es gibt Hochschulmodule, die man belegen kann, Prüfungen müssen gemeistert werden – alles findet kontinuierlich statt . Ihr Fazit nach fast einem Jahr Weiterbildung: „Es war die richtige Entscheidung, die Chance meines Lebens“.

Gemischtes Team
Das Team, so Schuchardt, sei nett und es gibt immerhin zwei Frauen bei der Qualifikation zum Cyber-Security Experten. Jeder Teilnehmer des Programms vertritt eine eigene Meinung und geht einen anderen Weg. Vor den Klausuren, so Schuchardt, frage man zwar mal die Gruppe, wie sie die Aufgabe lösen, aber jeder lerne eigenständig. Und auch hier sind – wie beim Studium - Frauen in den Arbeitsgruppen. Sarah Schuchardt empfindet, dass die Arbeit eine anderen Charakter hat, wenn das Team gemischt ist.

„Der Security-Bereich hat mich fest in den Klauen“
Was die Zukunft betrifft so hat sie großes Interesse daran, Sicherheitsdaten als Grafiken leicht verständlich aufzuarbeiten. Das ist ein Gebiet, dass neu ist und immer wichtiger wird. Die Arbeit im Cyber-Defense-Zentrum, in dem sie eingesetzt ist, gefällt ihr sehr und sie würde gerne längere Zeit in diesem Bereich arbeiten. Hier bedarf es eines viel breiteren Wissens – im Gegensatz zu dem Spezialisieren auf Security Data Visualtization. Aber die Sicherheit von Daten und Systemen wird auf jeden Fall Schwerpunkt ihrer zukünftigen Arbeit sein, ist Schuchardt sich sicher: „Der Security-Bereich hat mich fest in den Klauen“.

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