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Andreas Fuchs

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Deutsche Telekom plant für die kommenden Jahre Wachstum mit unverminderter Geschwindigkeit

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  • 2017 bis 2021 Wachstumsprognose bei Umsatz, bereinigtem EBITDA und Free Cashflow bleibt konstant hoch
  • Ab 2019 sollen alle Einheiten zum Wachstum von Umsatz und Ergebnis beitragen
  • Entwicklung des bereinigten Gewinns je Aktie wird ab 2019 neue Richtschnur für Dividende
  • Konvergente Produkte und Service für Kunden im Fokus
  • Investitionen bleiben auf hohem Niveau, Schwerpunkt auf Ausbau der Breitbandnetze und 5G
  • FTTH-Ziele für Deutschland konkretisiert
  • Internet der Dinge, Cloud und Sicherheitslösungen sollen T-Systems zurück auf Wachstumskurs bringen

Die Wachstumsstory geht weiter. Die Deutsche Telekom will auch in den kommenden Jahren die wichtigsten Finanzkennzahlen weiter steigern. Dies gab der Konzern bei seinem Kapitalmarkttag in Bonn bekannt. Für den Zeitraum 2017 bis 2021 soll der Umsatz jährlich im Schnitt um 1 bis 2 Prozent steigen, das bereinigte EBITDA soll im Schnitt um 2 bis 4 Prozent zulegen und der Free Cashflow durchschnittlich um 10 Prozent pro Jahr wachsen. Das sind dieselben Wachstumsraten, die der Konzern beim Kapitalmarkttag 2015 für die Jahre 2014 bis 2018 prognostiziert und danach auch erreicht oder zum Teil sogar deutlich übertroffen hatte.

Die Dividende soll für das laufende Geschäftsjahr – zahlbar in 2019 – wie angekündigt der Entwicklung des Free Cashflows folgen. Geplant sind vorbehaltlich der erforderlichen Gremienbeschlüsse 70 Cent je Aktie. In den folgenden Jahren gilt die Entwicklung des bereinigten Gewinns je Aktie als Richtschnur für die Dividende. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll von geplant rund 1,0 Euro in 2018 auf rund 1,2 Euro im Jahr 2021 wachsen. Weiterhin gilt für die Ausschüttung eine Untergrenze von 50 Cent je Aktie als Mindestdividende. Rückkäufe eigener Aktien werden darüber hinaus als Bestandteil der Aktionärsvergütung in Erwägung gezogen.

„Wir werden auch in den kommenden Jahren das in unserer Branche einzigartige Wachstumsprofil zeigen“, sagte Tim Höttges, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom. „Alle Einheiten des Konzerns sollen dabei zum Wachstum beitragen. Wir sind ein deutsches Unternehmen. Wir sind die führende Telko in Europa und wir haben eine starke Position auf beiden Seiten des Atlantiks.“

Die Deutsche Telekom will ihre Führungsposition bei Netzen durch ein weiterhin hohes Investitionsniveau behaupten. Außerhalb der USA sollen die Investitionen ungefähr stabil auf dem hohen Niveau von 2017 bleiben.

Die Planungen gelten ohne die angekündigte Transaktion in den USA, den geplanten Zusammenschluss von T-Mobile US mit dem Wettbewerber Sprint. Bei einem Abschluss der Transaktion würden in den ersten drei Jahren die Integrationskosten voraussichtlich die Synergien aus dem Zusammenschluss bei Kosten und Investitionen übersteigen. Unter der Annahme, dass der Zusammenschluss Anfang 2019 wirksam wird, würden der bereinigte Gewinn je Aktie und der Free Cashflow des Konzerns bis 2021 noch negativ beeinflusst. Bereits im darauffolgenden Jahr sollen dann die Synergien, die allein bei Kosten und Investitionen einen Barwert von 43 Milliarden Dollar erreichen sollen, Free Cashflow und bereinigtes Ergebnis je Aktie positiv beeinflussen.

Die Kosten will die Deutsche Telekom in den kommenden Jahren deutlich reduzieren. Getrieben durch Automatisierung und Digitalisierung will der Konzern seine indirekten Kosten außerhalb der USA bis 2021 um 1,5 Milliarden Euro senken. Etwa die Hälfte davon entfällt auf nicht personalbezogene Einsparungen wie etwa bei Immobilien und nicht mehr benötigten IT-Plattformen – auch infolge der IP-Umstellung, die für Privatkunden in Deutschland 2019 abgeschlossen werden soll. Der Großteil der geplanten Maßnahmen zur Personalreduzierung ist durch entsprechende Vereinbarungen etwa zur Altersteilzeit zum Ende des laufenden Jahres bereits gesichert.

Der Breitbandausbau wird auch in den kommenden Jahren ein klarer Schwerpunkt bleiben. Tim Höttges erklärte dazu: „Wir sind bekennende Netzinvestoren. Mit Milliarden für Millionen. Wir setzen unseren Breitband-Ausbau mit Glasfaser forciert fort.“ In Deutschland sollen bis Ende kommenden Jahres 80 Prozent der Haushalte mit Glasfaser-Infrastruktur der Telekom für schnelles Internet erreicht werden. Durch den Ausbau von Vectoring sollen bereits zum Jahresende 2019 rund 70 Prozent der Haushalte Bandbreiten von mindestens 100 Mbit/s buchen können. In der zweiten Jahreshälfte 2018 startet die Deutsche Telekom zudem den Rollout von Super-Vectoring. Schon zum Jahresende ist geplant, rund 15 Millionen Haushalten Surfgeschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s, mindestens aber 105 Mbit/s anbieten zu können.

Parallel erfolgt bereits in diesem Jahr der Glasfaserausbau bis ins Haus (FTTH), beispielsweise in Gewerbegebieten, Schulen und neuen Wohngebieten. Ab 2021 sollen bei entsprechenden regulatorischen Rahmenbedingen bis zu 2 Millionen Haushalte pro Jahr FTTH und damit die Möglichkeit zu Gigabit-Bandbreiten erhalten. Darüber hinaus sollen fast ein Viertel der deutschen Haushalte Zugang zu Gigabit-Geschwindigkeiten über Wireless-to-Home-Technologien erhalten. In den europäischen Landesgesellschaften soll bei einem insgesamt stabilen Investitionsrahmen der Anteil der Investitionen für Glasfaser bis ins Gebäude verdreifacht werden.

Im Mobilfunk sollen weiße Flecken geschlossen, Bandbreiten erhöht und die Basis für das künftige 5G-Netz gelegt werden. Deshalb plant die Telekom, die Zahl der Mobilfunk-Basisstationen in Deutschland von 27.000 im Jahr 2017 auf 36.000 in 2021 zu erhöhen. Hinzu kommen noch Small Cells für verdichtete innerstädtische Bereiche. Mit diesem beschleunigten Ausbau will die Telekom die Bevölkerungsabdeckung ihres LTE-Netzes in Deutschland von 94 Prozent im Jahr 2017 auf 98 Prozent im Jahr 2019 erhöhen. 

In den europäischen Landesgesellschaften ist für 2021 eine Zahl von 47.000 Basisstationen sowie Small Cells geplant, nach 41.000 im Jahr 2017. 

T-Mobile US will vor allem durch Nutzung des 2017 erworbenen Spektrums im niedrigfrequenten Bereich bestehende Lücken in ländlichen Gebieten füllen, die Kapazitäten im Netz erhöhen und die Versorgung in Gebäuden verbessern.

Für das Kundenerlebnis in Europa bleiben Bündelprodukte aus Festnetz und Mobilfunk aus der MagentaEINS Familie im Fokus. MagentaEINS Kunden haben eine um etwa die Hälfte niedrigere Kündigungsrate als andere Kunden. Außerdem sind die monatlichen Umsätze – etwa durch die Buchung zusätzlicher Dienste – deutlich höher. Der Anteil der Haushalte in Europa, die solche konvergenten Angebote nutzen, soll weiter steigen: von 21 Prozent im Jahr 2017 auf rund 40 Prozent in 2021.

Ebenso im Blickpunkt stehen weitere Verbesserungen beim Service. Nach den deutlichen Fortschritten der vergangenen Jahre sollen Kennziffern wie Beschwerderate oder Kundenzufriedenheit weiter deutlich verbessert werden. „Unser Service ist nie fertig. Darum verbessern wir ihn ständig. Er soll tadellos sein. Er prägt unser Image insgesamt. In Deutschland wollen wir darum den Anteil der Probleme, die wir für Kunden innerhalb von 24 Stunden lösen, von aktuell 66 Prozent auf mehr als 80 Prozent im Jahr 2021 erhöhen“, sagte Tim Höttges.

Bei Lösungen für Geschäftskunden setzt die Deutsche Telekom auf die Wachstumsfelder von T-Systems wie Internet der Dinge, Cloud und Sicherheitslösungen. Für diese Bereiche erwartet T-Systems bis 2021 deutliches Wachstum. Damit soll das stagnierende oder leicht rückläufige klassische Telekommunikations- und IT-Geschäft von T-Systems überkompensiert werden und die Einheit wieder auf Wachstumskurs kommen.

Diese Medieninformation enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen Telekom hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Diese zukunftsbezogenen Aussagen beinhalten Aussagen zu der erwarteten Entwicklung von Umsätzen, Erträgen, Betriebsergebnis, Abschreibungen, Cashflow und personalbezogenen Maßnahmen. Daher sollte ihnen nicht zu viel Gewicht beigemessen werden. Zukunftsbezogene Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die generell außerhalb der Kontrolle der Deutschen Telekom liegen. Zu den Faktoren, die unsere Fähigkeit zur Umsetzung unserer Ziele beeinträchtigen könnten, gehören auch der Fortschritt, den wir im Rahmen unserer personalbezogenen Restrukturierungsmaßnahmen und anderer Maßnahmen zur Kostenreduzierung erzielen, sowie die Auswirkungen anderer bedeutender strategischer, arbeitsbezogener und geschäftlicher Initiativen, so z. B. der Erwerb und die Veräußerung von Gesellschaften, Unternehmenszusammenschlüsse und unsere Initiativen zur Netzmodernisierung und zum Netzausbau. Weitere mögliche Faktoren, welche die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen können, sind ein Wettbewerb, der schärfer ist als erwartet, Veränderungen bei den Technologien, Rechtsstreitigkeiten und regulatorische Entwicklungen. Des Weiteren können ein konjunktureller Abschwung in unseren Märkten sowie Veränderungen in den Zinssätzen und Wechselkursen ebenfalls einen Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung und die Verfügbarkeit von Kapital unter vorteilhaften Bedingungen haben. Veränderungen unserer Erwartungen hinsichtlich künftiger Cashflows können Wertminderungsabschreibungen für zu ursprünglichen Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte haben, was unsere Ergebnisse auf Konzern- und operativer Segmentebene wesentlich beeinflussen könnte. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten unsere tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von denjenigen abweichen, die in zukunftsbezogenen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Wir können nicht garantieren, dass unsere Schätzungen oder Erwartungen tatsächlich erreicht werden. Wir lehnen – unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen – jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab.
Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen legt die Deutsche Telekom auch alternative Leistungskennzahlen vor, einschließlich EBITDA, EBITDA-Marge, bereinigtes EBITDA, bereinigte EBITDA-Marge, bereinigtes EBT, bereinigter Konzernüberschuss, Free Cashflow sowie Brutto- und Netto-Finanzverbindlichkeiten, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind. Alternative Leistungskennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Kennzahlen, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind, unterliegen weder den IFRS noch anderen allgemein geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Andere Unternehmen legen diesen Begriffen unter Umständen andere Definitionen zugrunde.

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