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Peter Kespohl

Tarifergebnis für T-Systems erzielt

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  • Einigung mit ver.di: Gehälter der tariflich Beschäftigten werden ab 2019 in zwei Stufen angehoben
  • Regelungen zur variablen Vergütung werden schrittweise an bestehende Konzernregeln angepasst
  • Neuer T-Systems Tarifvertrag gilt rückwirkend ab dem 1. April 2018 und hat eine Laufzeit von 33 Monaten
T-Systems Gebäude

T-Systems hat in den Tarifverhandlungen mit ver.di am Freitag ein Ergebnis erzielt. Neben einer Anhebung der Gehälter in zwei Stufen ab dem 1. Januar 2019 wurde auch eine Einigung über die Harmonisierung der variablen Vergütungsregelungen erreicht.

Der neue Tarifvertrag sieht vor, die Gehälter der tariflich Beschäftigten der T-Systems International und der Multimedia Solutions (MMS) ab 2019 in zwei Schritten anzuheben. Dabei werden die Gehälter zum 1. Januar 2019 um 2 Prozent und zum 1. Januar 2020 um weitere 2,5 Prozent erhöht. Für die Beschäftigten in den Entgeltgruppen 1 bis 5 beträgt die Erhöhung zum 1.Januar 2019 sogar 3 Prozent. Der neue Tarifvertrag gilt rückwirkend ab dem 1. April 2018 und hat eine Laufzeit von 33 Monaten.

„Uns ist nach schwierigen und langen Verhandlungen ein für beide Seiten tragfähiges Ergebnis am Verhandlungstisch gelungen - bei der Gehaltsanhebung, bei der Harmonisierung der variablen Vergütungsregelungen und auch bei der Laufzeit des neuen Tarifvertrages. Auch bieten wir neue Möglichkeiten, Beruf und Privatleben besser auszubalancieren“, zeigt sich Georg Pepping, Geschäftsführer Personal der T-Systems insgesamt zufrieden mit dem gefundenen Kompromiss. 

Variable Vergütung

Mit Blick auf die finanzielle Sicherheit für das laufende Jahr, garantiert T-Systems ihren Beschäftigten für 2018 eine Auszahlung der Unternehmenszielerreichung von mindestens 100%.

Für die Folgejahre (2019 ff.) werden die Regelungen zur variablen Vergütung an die im Telekom Konzern geltenden Regelungen schrittweise angepasst. Die variable Vergütung für Tarifbeschäftigte im Nicht-Vertrieb wird für 2019 auf 100% festgelegt und wie üblich im Folgejahr ausgezahlt. Im Jahr 2020 erfolgt dann eine Umstellung auf eine monatliche Vorauszahlung und im Jahr 2021 dann auf ein Jahresfestgehalt. Für tarifliche Mitarbeiter mit Vertriebszielen ermittelt sich die Höhe des variablen Anteils am Jahreszielentgelt ab dem 1. Januar 2019 zu 100 % nach Individual- und Teamzielen. Die bisherige teilweise Einberechnung der Unternehmenszielerreichung entfällt.

Sozialverträgliche Umsetzung der Personalreduzierung

Das Tarifergebnis beinhaltet keine Regelungen zum Kündigungsverzicht. Der bestehende tarifliche Kündigungsverzicht endet damit am 31. Dezember 2018. Danach gelten die im August 2018 mit dem Gesamtbetriebsrat der T-Systems zur sozialverträglichen Umsetzung der Personalreduktion getroffenen Regelungen.

Arbeitszeit

Die Zeitgutschriften für die altersreduzierte Arbeitszeit werden über den 31. Dezember 2018 hinaus weiter ausgesetzt. Hiermit tragen die Tarifvertragsparteien der rückläufigen Beschäftigungssituation Rechnung. Neben der Einführung eines tarifvertraglichen Langzeitkontos in der MMS haben sich die Tarifvertragsparteien auch auf die Einführung eines neuen Teilzeitmodells „Additional Days Off“ in der T-Systems und in der MMS verständigt. Beschäftigte können ihre vertragliche Wochenarbeitszeit auch reduzieren, indem sie Vollzeit weiterarbeiten und den gewonnenen Zeitüberschuss innerhalb des Jahres in Freizeitblöcken wieder aufbrauchen. „Gerade in der IT-Industrie arbeiten viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Projekten. Wir schaffen so die Möglichkeit eine echte zusätzliche Auszeit zu nehmen“, so Georg Pepping.

Das Verhandlungsergebnis steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien.

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