Verantwortung

Menschenrechtslückenbewertung bei der Deutschen Telekom AG

  • Teilen
    2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen.
  • Drucken
  • Text vorlesen

Die Deutsche Telekom AG hat in den Jahren 2020/21 eine umfassende Menschenrechtslückenbewertung für ihre zentralen Prozesse abgeschlossen. In dieser Bewertung wurde untersucht, inwieweit die derzeitigen Systeme und Prozesse bereits die sich abzeichnenden Anforderungen der Menschenrechts-Due Diligence in Deutschland und Europa erfüllen. Die Bewertung identifizierte Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten des Menschenrechtsansatzes der Deutschen Telekom AG.

210520-Menschenrechtslückenbewertung

Telekom hat in den Jahren 2020/21 eine umfassende Menschenrechtslückenbewertung für ihre zentralen Prozesse abgeschlossen.

Warum wir eine Bewertung der Menschenrechtslücken vorgenommen haben

Regulierung und Interesse der Stakeholder für die menschenrechtliche Due Diligence von Unternehmen nehmen zu. Um nur einige Beispiele zu nennen: Zum Zeitpunkt der Bewertung ist Deutschland dabei, ein deutsches Lieferkettensorgfaltsgesetz in 2021 zu verabschieden, um damit auch Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und der EU bei der Festlegung verbindlicher Regeln für die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht zu folgen.

Die Deutsche Telekom ist führend in Sachen Nachhaltigkeit. Dazu gehört auch das Verständnis und die Verringerung negativer Auswirkungen auf die Rechte der Menschen. Die erneute Bewertung der Menschenrechtslücken unterstützt uns dabei, die Entwicklungen des Menschenrechtsansatzes der Deutschen Telekom zu aktualisieren, um den Erwartungen unserer Stakeholder und den steigenden Bedürfnissen in den kommenden Jahren gerecht zu werden. 

Ergebnisse 

Die Bewertung ergab, dass die Deutsche Telekom AG in mehreren Aspekten der Menschenrechts-Due Diligence internationalen Anforderungen entspricht. Es wurden auch Verbesserungsbereiche ermittelt, die angegangen werden sollen, um den Erfordernissen der künftigen Regulierung und den zunehmenden Herausforderungen der Umwelt gerecht zu werden, in denen die DTAG tätig ist.

Beispiele für positive Praktiken in den aktuellen Due Diligence-Systemen der Deutschen Telekom:

  • Es finden eine Vielzahl von Risikobewertungen statt, die verschiedene Aspekte von Menschenrechtsrisiken abdecken, wie Compliance-Risikobewertungen, Bewertungen des Arbeitsschutzes oder digitaler Sicherheitsrisiken. Ergänzt werden diese durch eine regelmäßige Bewertung der sozialen Verantwortung der Unternehmen, einschließlich Menschenrechtsfolgenabschätzungen in Märkten mit hohem Risiko, Mitarbeitenden-Audits oder nachhaltige Bewertung der Lieferkette.
  • Bewährte Verfahren im Bereich des digitalen Risikos, einschließlich hoher Standards zum Schutz des Rechts auf Privatsphäre, Verfahren um die ethischen Aspekte künstlicher Intelligenz zu adressieren und eines sich abzeichnenden Programms zur digitalen Verantwortung.
  • Es gibt mehrere Beschwerdemechanismen, wie beispielsweise das konzernweite TellMe! System, oder Anlaufstellen zum Thema Datenschutzbedenken oder Infrastrukturbereitstellungen. 

Beispiele für identifizierte Aktionsbereiche:  

  • Analyse, Aktualisierung und Überprüfung der Vollständigkeit und Relevanz der regelmäßig bewerteten Menschenrechtsrisiken, um branchenspezifischere Menschenrechtsrisiken einzubeziehen
  • Erweiterung von weiteren Analysen in bestimmten Schlüsselbereichen wie Beschaffung, digitale Verantwortung oder Beschwerdemanagement
  • Aktualisierung der wichtigsten Richtlinien, um die kommenden regulatorischen Erwartungen vollumfänglich zu erfüllen
  • Steigerung der externen Kommunikation

Nächste Schritte

Für die Deutsche Telekom ist die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht ein kontinuierlicher Prozess. Die Ergebnisse dieser Menschenrechtslückenbewertung werden DTs kurz-, mittel- und langfristigen Aktivitäten im Bereich der Menschenrechte leiten. Derzeit aktualisiert die Deutsche Telekom AG ihren Menschenrechtskodex im Rahmen des regelmäßigen Überprüfungszyklus unserer Richtlinien. Wir wollen neue regulatorische Anforderungen sowie ein breiteres Spektrum von Menschenrechtsthemen aufnehmen. Darüber hinaus haben wir unsere externe Menschenrechtshomepage aktualisiert und weitere Informationen wie unsere neueste Menschenrechtskarte aufgenommen. 

Wie wir es gemacht haben

Das Projekt wurde zwischen Juni 2020 und April 2021 von der Unternehmensberatung twentyfifty GmbH durchgeführt.

Die Lückenbewertung wurde 

  • basierend auf internationalen Standards für die menschenrechtliche Sorgfaltspflicht von Unternehmen, insp. die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte und die OECD-Leitlinien für multinationale Unternehmen durchgeführt;
  • durch zahlreiche Interviews mit internen Funktionsträgern und der Überprüfung interner und externer Dokumente und Prozess analysiert;
  • angereichert durch eine Menschenrechtskarte, die entwickelt wurde, um das "Territorium" relevanter Menschenrechtsthemen für die Deutsche Telekom AG zu erfassen.

Menschenrechte bei der Deutschen Telekom

Die Deutsche Telekom AG hat sich in ihrem Kodex für Menschenrechte & Soziale Grundsätze verpflichtet, international anerkannte Menschenrechte in ihren Geschäftstätigkeiten und Lieferketten zu achten. Basierend auf diesem Engagement setzt die Deutsche Telekom AG die Menschenrechts-Due Diligence im Einklang mit den UN-Leitprinzipien Business & Human Rights um. Die Deutsche Telekom AG entwickelt ihren Ansatz und ihre Aktivitäten kontinuierlich im Einklang mit den sich ändernden Erwartungen.

Zwei Hände, auf die die Umrisse der Kontinente gemalt sind

Menschenrechte

Verankert ist die Pflicht zur Achtung der Menschenrechte in den grundlegenden Regelwerken der Telekom.

FAQ