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Chris Habel

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Virtual Reality: Aus dem Horrorhaus im Sumpf auf das gemütliche Sonnendeck

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Vor weit über 20 Jahren hatte ich noch einen Gameboy mit Briefmarkenbildschirm in der Hand, der nicht einmal richtige Farben darstellen konnte. Ich habe virtuelle Steine entweder mobil oder am TV zu einprägsamer russischer Musik ineinander gestapelt, bin mit einem (juhu, farbigen!) Igel nächtelang durch die Gegend gerollt oder habe mit Freunden an einem PC-Monitor mit Joystick und Tastatur FIFA gespielt.

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Heute kann ich mir VR direkt nach Hause holen. Entweder über eine der zahlreichen Brillen, die in Kombination mit Smartphones funktionieren oder für Zocker wie mich als zusätzliches Set für die PlayStation.

Damals gab es noch keine Onlinespiele und erst recht kein Virtual Reality, zumindest nicht für die breite Masse. Zwar habe ich noch ganz dunkel Menschen in schweren Anzügen in Lagerhallen o.ä. im Hinterkopf, sowohl die damaligen exorbitant hohen Kosten solcher Gerätschaften als auch der Gedanke, diese im heimischen Wohnzimmer einzusetzen, waren meilenweit entfernt von den heutigen Möglichkeiten. Über die damalige Grafik möchte ich gar nicht erst reden.

Und heute? Kann ich mir VR direkt nach Hause holen. Entweder über eine der zahlreichen Brillen, die in Kombination mit Smartphones funktionieren oder für Zocker wie mich als zusätzliches Set für die PlayStation. Natürlich habe ich mich für Letzteres entschieden.

Auf in den Sumpf – Eintauchen in die virtuelle Realität

Der erste Ausflug – ich bin ja ein harter Kerl – geht direkt in Resident Evil 7. Das Spiel ist schon im Nicht-VR-Modus kein Spaß, aber richtig mittendrin statt nur dabei durch ein Horrorhaus im Sumpf zu schleichen ist tatsächlich das nervenaufreibendste Erlebnis, das ich in dieser Art jemals mitgemacht habe. Nachdem mir unter anderem mit der Kettensäge die Hand abgetrennt wurde – sehr eindrucksvoll übrigens, wenn das direkt vor den eigenen Augen passiert – wusste ich auch schnell, wie mein Nervenkostüm so gestrickt ist. Solch eine Intensität länger als 30 Minuten am Stück durchzuhalten fällt schon wirklich schwer.

Aber hey, es gibt auch weniger blutiges Material. Mal wird man im einem Haikäfig in den Ozean hinabgelassen, findet sich (auch sehr cool) auf einem fremden Planeten mit Dinosauriern wieder oder bewegt in feinster Jump’n’Run-Manier einen kleinen Roboter durch lustige bunte Welten. Die Liste ist lang, sowohl im PlayStation-Bereich als auch bei den weniger kostspieligen VR-Brillen aus dem Hause Samsung & Co.

Der Effekt, wenn man eigentlich still irgendwo sitzt oder steht und sich dann der virtuelle Boden unter einem bewegt, bleibt auf jeden Fall im Gedächtnis hängen und sorgt auch für ein Wow-Erlebnis. Bisher bei jedem Probanden, der von mir dazu genötigt wurde, mal in die virtuelle Realität (vorzugsweise das böse Haus) einzutauchen.

Diese Anwendungsmöglichkeiten und Spielereien beziehen sich im Grunde auf eine Person mit Brille und vielleicht noch Zuschauer drum herum. Der nächste Schritt liegt somit auf der Hand. Mehrere Menschen gleichzeitig in einem virtuellen Raum. Das nennt sich dann Social VR.

Digitales Sonnendeck: Magenta VR Lounge als virtueller Treffpunkt

Durch den technologischen Fortschritt, das Internet und die dazu gehörigen Geräte ist unsere Welt immer kleiner geworden. Heutzutage kann ich einfach mein Smartphone zücken und einen Videoanruf machen mit einer Person, bei der es völlig unerheblich ist, wo sie sich befindet. An diesem Punkt setzt Social VR an bzw. hebt die Möglichkeiten, die wir heute schon gewohnt sind, auf ein neues Level. Gezeigt wird dies zum Beispiel in der Magenta VR Lounge, die die Telekom auf der IFA in Berlin präsentiert. Darin können sich bis zu drei Personen auf einer virtuellen Dachterrasse treffen. Dort können sie sich gemeinsam Inhalte aus der Magenta VR App ansehen und sich direkt über Sprache miteinander austauschen.

Freunde aus verschiedenen Orten können so gemeinsam am virtuellen Lagerfeuer chillen und sich über Gott und die Welt unterhalten. Paare, die räumlich getrennt sind, können gemeinsam einen Kinofilm schauen oder sich einfach nur nah sein. Eltern, deren Kinder im Ausland sind, können einen Kontakt halten, der über reine Sprachtelefonie hinausgeht. Oder wenn wir an den Job denken. Virtuelle Konferenzen über sämtliche Landesgrenzen hinweg inklusive Präsentationen an einer virtuellen Leinwand. All das ist bereits möglich und wird über kurz oder lang auch in unseren Alltag übergehen. Der nächste logische Schritt wird sein, dass auch Berührungen und physische Empfindungen möglich sind. Hier denke ich natürlich schon wieder ans Gaming. In einem virtuellen Rennwagen die Piste entlang zu jagen und dabei sowohl die Vibration der Straße als auch vielleicht sogar den Wind im Gesicht zu spüren, wäre schon phänomenal.

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