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Caroline Bergmann

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Auto und Umweltschutz – passt das zusammen?

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Auto und Umweltschutz – ein erster Reflex: das passt nicht zusammen. Staus auf Autobahnen, Parkplatzsuche in der Stadt. Ein Drittel des innerstädtischen Verkehrs sind Parkplatzsuchende. Nicht gerade umweltfreundlich und das genaue Gegenteil von weniger Verkehr zum Schutz der Umwelt.

Transparente Lieferketten haben das Potential, die Ökobilanz in der Produktion zu verbessern.

Transparente Lieferketten haben das Potential, die Ökobilanz in der Produktion zu verbessern. © Telekom

Eine intelligente Verkehrsplanung mit einem intelligenten Zusammenspiel der unterschiedlichen Verkehrsmittel ist ein Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Aber auch das Auto an sich – für viele von uns ein wichtiger Teil unserer individuellen Mobilität – leistet „seinen“ Beitrag. Es verändert sich; es wird nachhaltiger, digitaler und klimafreundlicher. Es verbraucht weniger Sprit und fährt immer häufiger elektrisch. Und schaut man auf die Produktion des Autos gibt es auch hier das Potential, die Ökobilanz zu verbessern. Stichwort: mehr Nachhaltigkeit durch Transparenz in den Lieferketten. Was heißt das genau? 

Was - Wann - Woher: transparente Lieferketten für mehr Nachhaltigkeit

CO2-Emissionen entstehen nicht erst in der Fabrik, wo die einzelnen Komponenten zusammengebaut werden. CO2-Emissionen entstehen schon vorher – bei der Produktion der einzelnen Teile. Je nach Branche entfällt ein Großteil der CO2-Emissionen auf diese Einzelteile, deren Herstellung und Transport. Um also den CO2-Fußabdruck eines Produktes zu bewerten, braucht es den Blick auf die Lieferkette. Auf jeden einzelnen Schritt der nötig ist, um ein Produkt herzustellen. Einen Blick auf alle Ressourcen, Materialien und Transportwege. 

Für die Automobilbranche eine extrem schwierige Aufgabe. Denn kaum eine Maschine ist so komplex wie ein modernes Auto. Ein Automobilhersteller bezieht seine Einzelteile von ungefähr 1.000 verschiedenen Lieferanten. Weit über zehn Millionen Teile werden in der Produktion täglich verarbeitet.  Die Informationen zu jedem Teil systematisch und transparent zusammenzuführen stellt den Automobilsektor mit seinen umfangreichen Lieferketten vor eine besondere Herausforderung. 

Catena-X eine Allianz der Automobilindustrie: gemeinsam für einen sicheren Datenaustausch

Die meisten Unternehmen sind inzwischen von den Vorteilen überzeugt, die sich durch eine Vernetzung der Lieferkette ergeben. Von Anfang bis Ende, von der Produktion bis zum Recycling. Die gemeinsame Nutzung der Daten scheitert bisher jedoch aus verschiedenen Gründen. Neben einer Vielzahl verschiedener Datenformate, sind dies besonders Sicherheitsbedenken. Die Angst, wichtige Daten mit anderen Unternehmen zu teilen. Diese Vertrauenslücke ist groß, weil es bisher an Instrumenten fehlt, die eine Datensouveränität sicherstellen. Dabei bedeutet Datensouveränität: jedes Unternehmen entscheidet für sich, mit wem und für welchen Zweck es seine Daten teilt. 

Genau hier setzt Catena-X an: eine Allianz der Automobilindustrie für einen sicheren, souveränen und standardisierten Datenaustausch. Die Zahl der Mitglieder wächst kontinuierlich. Von Autobauern wie BMW, Mercedes Benz oder Volkswagen, über Forschungsunternehmen wie die Fraunhofer Gesellschaft bis zum IT-Ausrüster wie SAP und Telekom. Von kleinen und mittleren Unternehmen bis zum Konzern. Europaweit. Ihr gemeinsames Ziel: eine Plattform für alle Beteiligten der automobilen Wertschöpfungskette zu schaffen, um gemeinsam aktuelle Herausforderungen, wie Nachhaltigkeit, Resilienz oder auch Geo-Politik anzugehen. Diesen Ansatz befürwortete auf der 26. Weltklimakonferenz in Glasgow auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace. "Vom Prinzip her ist das genau der richtige Weg", so Viola Wohlgemuth, Expertin für Ressourcenschutz in einem Interview. "Transparenz ist absolut notwendig und der kritische Punkt, um die Treibhausgasemissionen in den Lieferketten zu bemessen und eben zu reduzieren."

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