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Georg von Wagner

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IP-Umstellung: Von ISDN zum Internet Protokoll - 10 Fragen und Antworten

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Ein Arbeiter der Deutschen Telekom verknüpft Kabel.

Arbeiter der Deutschen Telekom

Die Deutsche Telekom modernisiert das Telekommunikationsnetz in Deutschland und macht es damit fit für die Zukunft.

Im Jahr 2015 hat die Deutsche Telekom damit begonnen, parallel zum Breitbandausbau, alle Sprach- und Datenanschlüsse auf die neue Internet-Protokoll-Technologie (IP-Technologie) umzustellen. Nun ist es fast geschafft: Bis Ende des Jahres sollen alle herkömmlichen Telekom-Anschlüsse von Privatkunden auf die zukunftsfähige Technologie modernisiert sein. Für Geschäftskunden soll der Wechsel ins moderne Netz Ende 2020 abgeschlossen werden.  Für die Nutzung schneller Internetverbindungen ist diese Modernisierung eine wichtige Voraussetzung und bringt auch sonst neue Möglichkeiten.

Unsere Mitarbeiter im Kundenservice helfen tagtäglich bei allen möglichen Fragen rund um die Telekommunikation weiter. Wir wollten von ihnen wissen, was die zehn drängendsten Fragen zur IP-Umstellung sind. Damit die Umstellung reibungslos klappt, haben wir hier Informationen zu den wichtigsten Fragen zusammengestellt.

1. Warum stellt die Telekom ihr Telefonnetz auf IP-Technik um?

Mit dem IP-Netz und dem Glasfaserausbau errichtet die Deutsche Telekom das Netz der Zukunft. Dieses neue Netz basiert komplett auf dem universellen technischen Standard Internet-Protokoll, kurz IP. Ohne IP-Anschluss können die Kunden vom Breitbandausbau nicht profitieren: Für die Nutzung schneller Internetverbindungen über Vectoring- oder Glasfaseranschluss ist IP die Voraussetzung.

Diese Umstellung bringt weitere Vorteile mit sich. So kann das IP-Netz sämtliche Daten über einen einzigen Anschluss übertragen. Telefonate werden dabei in glasklarer Qualität per "Voice over IP" (VoIP) geführt. Gleichzeitig stellt der IP-Anschluss E-Mails zu und ermöglicht das Surfen im Internet. Auch Fernsehen überträgt der neue Anschluss, wenn Sie das Telekom-TV-Angebot "MagentaTV" nutzen. All das, und in der Zukunft vieles mehr, macht das Netz der Zukunft möglich.

  • Ein Netz für alles: Das gesamte Telekom-Netz wird auf IP umgestellt, damit nicht mehrere Technologien nebeneinander existieren und dazwischen Brücken gebaut werden müssen. Solche Brücken wären zum Beispiel nötig, um ein IP-Telefonat in das analoge Netz zu übertragen. Das verbraucht nicht nur mehr Energie, sondern verursacht auch zusätzliche Kosten.
  • Zukunftssicherheit: Der IP-Standard ermöglicht die schnellere und flexiblere Einführung neuer Dienste – etwa Videoconferencing oder "Unified Communications" (Multimedia-Kommunikation).
  • Ausfallsicherheit: Die Wartung veralteter Technik, etwa von ISDN-Anschlüssen, wird zunehmend schwieriger, da erforderliche Ersatzteile auch seitens der Hersteller bald nicht mehr verfügbar sind.
Grafik zum IP-Anschluss.

Der IP-Anschluss bringt neue Möglichkeiten in jedes Haus.

All diese Gründe führen dazu, dass die Deutsche Telekom die herkömmlichen Telefonanschlüsse "Standard", also den Analoganschluss, und "Universal" mit ISDN auf den neuen IP-Anschluss umstellt. Das betrifft übrigens sowohl Privatkunden als auch Geschäftskunden.

Die Kundenbetreuer informieren Sie rechtzeitig mehrere Monate vor der Umstellung und helfen Ihnen bei Fragen gern weiter.

2. Welche Vorteile bietet der IP-basierte Anschluss?

Der IP-basierte Anschluss bietet die gleichen Leistungsmerkmale, wie sie bisher schon vom ISDN-Basisanschluss weithin genutzt werden: zwei Sprachkanäle beziehungsweise "Leitungen", drei bis zehn Rufnummern, SprachBox für jeden Nutzer und weitere Komfortmerkmale wie Rufnummernanzeige, Anrufweiterleitung, Blockieren unerwünschter Anrufer und vieles mehr.

Freuen dürfen sich Telekom-Kunden über viele neue Funktionen, die klassische Anschlüsse nicht bieten konnten. Am wichtigsten das sogenannte "High Definition Voice", kurz HD Voice. Dabei handelt es sich um Sprachtelefonate in deutlich besserer Tonqualität, als es im Telefonnetz bisher möglich war. Dazu benötigen beide Gesprächsteilnehmer einen IP-Anschluss und HD-Voice-taugliche Endgeräte. Übrigens funktioniert dies auch vom Festnetz in den Mobilfunk. Die generell hohe Sprachqualität ist auch bei paralleler Internetnutzung immer gewährleistet.

Angenehmer Nebeneffekt der IP-Umstellung: Künftig fallen zwei Geräte und die entsprechende Verkabelung weg. Der DSL-Splitter und der NTBA werden nicht mehr benötigt – weniger Kästchen, weniger Kabelwirrwarr.

3. Können vorhandene Endgeräte weiter genutzt werden? Welche Geräte müssen gegebenenfalls ausgetauscht werden?

Die Umstellung auf einen IP-Anschluss setzt einen passenden Internet-Router voraus. Im Sortiment der Deutschen Telekom leisten das die Modelle Speedport Pro, Speedport Smart, Speedport Neo und Speedport W724V. Ältere Geräte wie Speedport W723V oder W921V sind ebenfalls noch geeignet. Auch die Modelle einiger Fremdhersteller funktionieren am IP-Anschluss – mehr dazu erfahren Sie beim entsprechenden Hersteller selbst.

Die Anschlüsse des Speedport W724V

Der Speedport Pro

Der Telekom-Router W504V kann ebenfalls weiter genutzt werden – allerdings ist dazu ein spezielles "DSL-Kabel für den IP-basierten Anschluss" erforderlich, das die Telekom auf Bestellung kostenlos liefert. Ist der vorhandene Router nicht für den Einsatz am IP-Anschluss geeignet, muss er allerdings ausgetauscht werden.

Alle genannten Router bieten zwei Telefonbuchsen (TAE-Buchsen), an denen sich vorhandene analoge Endgeräte wie Telefone, Anrufbeantworter oder Faxgeräte anschließen lassen. Bei schnurlosen Telefonen wird die zugehörige Basisstation einfach in die TAE-Buchse des Routers eingesteckt.

Bisherige ISDN-Nutzer können auch ihre bisherigen Endgeräte am IP-Anschluss weiterverwenden. Für den Anschluss von ISDN-Telefonen wird ein IP-fähiger Router mit einem integrierten Anschluss für ISDN-Geräte (S0-Port) benötigt. Bei der Bestellung eines IP-basierten Telekom Anschlusses und gewünschter Nutzung von vorhandenen ISDN Endgeräten sollte ggf. ein entsprechender Router mitbestellt werden (beispielsweise Speedport Smart und ISDN-Adapter oder Speedlink 5501 / Digi-Boxen).

ISDN Telefone werden an den S0-Port des Routers/Adapters angeschlossen und können so weiterverwendet werden. Bei schnurlosen ISDN Telefonen wird die Basisstation des Telefons an den S0-Port des Routers angeschlossen. Auch viele Telefonanlagen lassen sich am IP-Anschluss weiterbetreiben. Hier ist eine Prüfung im Einzelfall erforderlich. ISDN-Anlagen werden zum Beispiel – wie soeben für ISDN-Endgeräte beschrieben – an einer S0-Buchse oder einem Adapter angeschlossen. Hybride TK-Anlagen lassen sich vom bisherigen Betrieb auf künftigen IP-Betrieb umstellen.

4. Was muss ich bei der IP-Umstellung beachten?

Die Umstellung ist für Sie sehr einfach. Sobald der Anschluss auf das Internet-Protokoll umgestellt wurde, entfernen Sie Geräte wie Splitter und NTBA und stecken stattdessen das Kabel für den Router in die TAE-Buchse des Breitbandanschlusses. Den Umstellungstermin finden Sie unter anderem in der Auftragsbestätigung der Telekom.

Am Router können Sie danach Ihr Telefon, Fax und weitere Geräte anschließen, wie oben unter Punkt drei beschrieben.

Tipp: Treten beim Betrieb eines Faxgerätes Probleme auf, ist es sinnvoll, bei dem Gerät eine niedrige Übertragungsrate (üblicherweise 9600 Bit/Sekunde) fest einzustellen. Weitere Informationen zur IP-Umstellung von Faxgeräten erhalten Sie über diesen Link.

Bitte beachten: Bei der Umstellung auf die IP-Technologie werden die alten Aufzeichnungen in Ihrer SprachBox, Ihrem Anrufbeantworter im Netz, gelöscht. Eine Übertragung der alten Nachrichten an ihre neue SprachBox ist technisch leider nicht möglich. Wichtige Informationen aus alten SprachBox-Nachrichten wie Rückrufnummern, Adressen und Ähnliches sollten Sie sich deshalb rechtzeitig notieren. Wenn Sie über ihren Telekom-Anschluss Sonderdienste wie Hausnotruf oder eine Alarmanlage betreiben, müssen Sie bitte mit Ihrem jeweiligen Diensteanbieter klären, ob die verwendeten Geräte über IP wie bisher funktionieren oder gegebenenfalls durch neue ersetzt werden sollten.

Für die Hersteller dieser Geräte hat die Telekom eigens ein Testcenter eingerichtet, in dem sie ihre Geräte auf Funktionsfähigkeit im IP-Netz prüfen können. Dieses Angebot wurde in den vergangenen Jahren intensiv genutzt. Mehr Informationen dazu hier.

5. Gibt es auch neue Telefone, die speziell für die IP-Technik ausgelegt sind? Welche Vorteile bieten sie?

Ja, die Deutsche Telekom bietet neue Endgeräte an, mit denen sich die Funktionen des neuen IP-Anschlusses besonders gut nutzen lassen. Um den vollen Leistungsumfang der neuen IP Anschlüsse zu nutzen, empfehlen wir die Verwendung von Geräten aus der innovativen Speedphone-Reihe (beispielsweise Speedphone 10, 11, 31, 51, 100, 500, 700 oder 701). Sie sind eigens für den Betrieb an einem Speedport-Router (beispielsweise Speedport Smart, Neo oder Pro) konstruiert. Sie unterstützen alle Leistungsmerkmale des IP-Anschlusses sowie HD Voice für Gespräche in höchster Qualität.

Das Speedphone 10 schwarz.

Das Speedphone 51

Auch von Fremdherstellern werden schnurgebundene und schnurlose Telefone angeboten, die speziell für den Betrieb am IP-Anschluss ausgelegt sind.

6. Was kostet der Umstieg?

Mit der Modernisierung der Technik gibt es Änderungen bei den Leistungen. Die alten Verträge passen daher in vielen Fällen nicht mehr und können nicht fortgeführt werden. Der bisherige Vertrag wird, wenn Sie sich für einen IP-Anschluss entscheiden, durch den neuen IP-Vertrag ersetzt. Ob dessen monatlicher Preis im Vergleich zu Ihrem alten Vertrag etwas günstiger oder etwas teurer ist, hängt davon ab, welchen Anschlusstyp Sie vorher hatten – und welche Leistungsmerkmale Sie künftig nutzen wollen. So kostete zum Beispiel ein ISDN-Anschluss (Universal-Anschluss) mit DSL 16000 im Tarif "Call&Surf Comfort" zuletzt 38,95 Euro/Monat. Das vergleichbare IP-basierte Angebot "MagentaZuhause S" kostet in den ersten sechs Vertragsmonaten 19,95 Euro/Monat und ab dem 13. Monat 34,95 Euro/Monat.

Falls der Router durch ein neueres, IP-kompatibles Modell ersetzt werden muss, kommen gegebenenfalls die Kosten für das neue Gerät hinzu, das Sie kaufen oder mieten können. Das Modell Speedport Smart 3 kostet zum Beispiel einmalig 159,99 Euro oder monatlich 4,94 Euro (inklusive Endgeräte-Servicepaket). Wer den Speedport-ISDN-Adapter benötigt, kann diesen für einmalig 69,99 Euro kaufen.

Für den Wechsel auf einen IP-Anschluss gewährt die Telekom jedoch üblicherweise eine Gutschrift, deren Höhe vom neu gewählten Tarif abhängt. Sie ist als Zuschuss für die gegebenenfalls erforderlichen Neuanschaffungen gedacht.

7. Was passiert mit speziellen Endgeräten wie Hausnotruf, Alarmanlagen, EC-Cash-Terminals, Aufzugnotruf oder privaten Münztelefonen?

Spezialisierte Dienste mit entsprechenden Endgeräten nutzen eine Vielzahl von Anschluss- und Übertragungsarten. Deshalb muss im Einzelfall geklärt werden, ob und gegebenenfalls wie sich solche Geräte am IP-Anschluss weiter nutzen lassen.

Hausnotrufsysteme Hausnotrufsysteme können am IP-Anschluss weiterverwendet werden, sofern sie über eine Internetverbindung (LAN/WLAN) angebunden sind. Alternativ lassen sich manche Hausnotrufsysteme über Mobilfunk betreiben. Ihr Ansprechpartner ist in solchen Fällen der jeweilige Dienstanbieter.

Auch für Alarm- oder Brandmeldeanlagen ("Gefahrenmeldeanlagen") gilt: Sie können am IP-Anschluss weiterfunktionieren, sofern sie sich übers Internet an die jeweilige Servicezentrale anbinden lassen. Gefahrenmeldeanlagen der Klasse "VdS Home" können an beliebige Anschlüsse (IP oder Mobilfunk) angebunden werden. Anlagen der VdS-Klassen A, B oder C erfordern zwingend einen Ersatzweg, zum Beispiel Mobilfunk und eine ständige Spannungsversorgung. Auch in diesem Fall sollten Sie sich von Ihrem Dienstanbieter oder dem Notruf- oder Serviceleitstellenanbieter beraten lassen.

Weitere Infos zum Thema Umstellung von Alarmanlagen gibt es hier.

Electronic-Cash-Terminals können am IP-Anschluss weiter benutzt werden, sofern sie über eine Internetverbindung (LAN/ WLAN) angebunden sind. Alternativ können EC-Cash-Terminals über Mobilfunk angebunden werden. Betroffene sollten sich für eine individuelle Beratung an ihren EC-Cash-Anbieter (TeleCash, easyCash, B&S Card Service oder andere) wenden.

ISDN-basierte Aufzugnotrufsysteme sollten gegen eine mobilfunkbasierte Lösung ausgetauscht werden. Alle großen Hersteller haben solche Lösungen bereits im Angebot. Aktuell kein Handlungsbedarf besteht bei Aufzugnotrufsystemen, die unmittelbar an einen rein analogen Sprachanschluss angebunden sind (sofern dieser nicht mit DSL kombiniert ist).

Münztelefone können weiter genutzt werden, wenn sie die Kassierung selber steuern können (zeitbasierte Eigentarifierung). Ältere Geräte, die zwingend eine Tarifinformation aus dem Netz für die Kassierung benötigen, funktionieren mit einem IP-basierten Telekom Anschluss nicht mehr.

Ob und mit welchem Aufwand sich ein Münztelefon auf einen Betrieb ohne Zählimpuls umstellen lässt, kann der Kunde in der jeweiligen Bedienungsanleitung nachlesen. In jedem Fall weicht durch die Selbsttarifierung die Telefonrechnung vom kassierten Betrag ab.

Der Kundenservice der Telekom unterstützt Sie bei der Umstellung.

8. Kann man am IP-Anschluss auch weiterhin über andere Dienste telefonieren?

Ja, IP-Telefonie über Fremdanbieter wie Skype oder Sipgate funktioniert auch am IP-Anschluss. Call by Call und Preselection sind mit einem IP-Anschluss ebenfalls möglich.

9. Wie steht es am IP-Anschluss um die Ausfall- und Datensicherheit? Bleiben auch die Notrufnummern 110/112 zuverlässig erreichbar?

Mit Blick auf die Ausfallsicherheit: Die Deutsche Telekom betreibt laut vielen unabhängigen Tests das beste Festnetz in Deutschland. Und auch zukünftig wollen wir diesem Anspruch gerecht werden. Deshalb nutzen wir im IP-Netz spezielle Mechanismen, um etwa eine Verkehrsüberlastung oder technische Störungen zu verhindern. Wichtige Netzbestandteile sind zudem doppelt aufgebaut, um die Ausfallsicherheit zu erhöhen – quasi mit Netz und doppeltem Boden.

Was die Datensicherheit angeht: Die Telekom sorgt für Vertraulichkeit und Integrität der übermittelten Daten. Hierzu bieten wir für Gespräche über VoIP eine verschlüsselte Übertragung an. Unsere Kabelanlagen werden zudem gegen unberechtigten Zugriff geschützt und es gibt keine Möglichkeit, den Datenverkehr unberechtigt umzuleiten.

Die Nutzung unseres VoIP Dienstes ist nur am eigenen Anschluss oder mittels Authentisierung per Benutzername und Passwort möglich (beispielsweise bei der sogenannten nomadischen Nutzung an einem fremden Telekom Anschluss).

Telefonie über IP ist bei der Telekom genauso sicher wie die bisherige Technik. Sie läuft bei uns über ein eigenes physisches Netz, welches das IP-Protokoll nutzt aber nicht mit dem offenen Internet gleichzusetzen ist. Die IP-Telefonie im Netz der Telekom ist an den Telekom-Anschluss gebunden. Die Anschlüsse im Telekom-Netz werden authentifiziert und es wird geprüft, ob ein Anschluss auch tatsächlich zur Rufnummer passt. Die Verbindung findet also zwischen zwei registrierten und authentifizierten Teilnehmern/Endpunkten statt und wird nicht wie bei VoIP ohne eigenes Netz durch beliebige IP-Router im Internet durchgeleitet. Das ist ein wesentlicher Unterscheid zum Angebot von VoIP-Anbietern ohne eigenes Netz.

Zu weiteren Sicherungsmaßnahmen gehören beispielsweise die Absicherung der Teilnehmeranschlussleitung mit verschlossenen Verteilern und Netzabschlüssen sowie die Verlegung im Erdreich und in Rohren – die physische Netzinfrastruktur und die Netzleitungen sind also größtmöglich gesichert. Der überwiegende Teil der in Deutschland vermittelten Telefonate wird auf gleiche Art und Weise auch zum Ziel-Teilnehmer vermittelt. (Zum Vergleich: Auch bei analoger und bei ISDN-Telefonie werden aktuell keine zusätzlichen Maßnahmen zur Verschlüsselung von Telefonaten getroffen.) Die Telekom bietet daher im Vergleich zu den VoIP-Anbietern ohne eigenes Zugangsnetz ein weitaus höheres Sicherheitsniveau aufgrund der vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen auf der Teilnehmer-Anschlussleitung. Diese Maßnahmen sind im Rahmen eines Sicherheitskonzeptes mit der Bundesnetzagentur abgestimmt.

Selbstverständlich lassen sich über den IP-Anschluss Notrufe zur Polizei (110) oder zur Feuerwehr (112) zuverlässig absetzen. Sie werden wie bei herkömmlichen Telefonanschlüssen immer zur nächstgelegenen Leitstelle weitergeleitet. Die Weiterleitung eines Notrufes von einem IP-basierten Anschluss erfolgt geographisch sogar noch präziser als bei einem Notruf von einem herkömmlichen Telefonanschluss. Zur Bestimmung der nächstgelegenen Leitstelle wird hier nämlich die Anschrift des Standortes ausgewertet – nicht nur, wie bisher üblich, die Vorwahl des Anschlussbereiches.

Anders als bei bisherigen Analog- oder ISDN-Anschlüssen, an denen ein ISDN-Telefon mit Notspeisung betrieben wurde, funktioniert ein IP-Anschluss allerdings nicht mehr, wenn der Strom ausfällt.

Eine Ausnahme bildet das IP-basierte Nachfolgeprodukt des reinen analogen Sprachanschlusses. Hier gibt es auch weiterhin eine Stromversorgung aus dem Netz. Über die sogenannten MSAN-POTS-Anschlüsse lassen sich so einfache analoge Telefone betreiben, die kein eigenes Netzteil benötigen.

Wer sich gegen Stromausfälle im eigenen Haushalt absichern möchte, kann Router und Endgerät auf eigene Kosten mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) ergänzen.

In der Regel wird man bei großflächigen Stromausfällen jedoch einen gegebenenfalls erforderlichen Notruf einfach mit dem Handy und somit übers Mobilfunknetz absetzen. Auf Netzseite sorgt die Deutsche Telekom ihrerseits mit Notstromversorgungen dafür, dass das Netz betriebsbereit bleibt.

10. Wer hilft Kunden, die sich die Umstellung selbst nicht zutrauen? An wen kann man sich bei Fragen oder Problemen wenden?

Die Deutsche Telekom unterstützt ihre Kunden bei der Umstellung mit einer Vielzahl von Serviceangeboten. So findet sich etwa ein leicht verständliches Anleitungsvideo zur Umstellung auf YouTube.

Für Senioren bieten wir einen besonderne Service an, der beum Umstieg hilft. Dazu mehr in diesem Video:

20170502_Telekom-hilft-Senioren-IP-Umstellung

Fürs Smartphone gibt es die kostenlose DSL-Hilfe-App. Und unter https://telekomhilft.telekom.de findet sich eine hilfsbereite Community, die Unterstützung auch bei auch komplizierteren technischen Fragen bietet.

Für technische Fragen oder im Falle von Problemen erhalten Sie kompetente Beratung bei der kostenlos erreichbaren Hotline 0800/330 1000.

Wer sich den Umstieg trotz der Self-Service-Angebote nicht zutraut, kann aber auch auf verschiedene Installationsservices zurückgreifen. Diese Unterstützung ist dann allerdings kostenpflichtig: Für pauschal 99,95 Euro bietet die Telekom die "Persönliche Installation" an, bei der ein Techniker vor Ort Anschluss und Konfiguration des Routers vornimmt, bis zu drei Endgeräte wie Telefon oder Fax anschließt und bei der Konfiguration des PC für den Internet-Zugang und der Einrichtung eines E-Mail-Programms hilft.

Haben Sie auch den Telekom-IPTV-Dienst "MagentaTV" gebucht, gibt es für ebenfalls pauschal 99,95 Euro das Angebot "Persönliche Installation TV", das Anschluss und Konfiguration von Internet, Telefon und TV (Router, PC und Media Receiver) umfasst. Über diese und weitere Installationspakete können sich Interessenten hier informieren und diese dort auch buchen.

Kundenservice ist bereit für den Endspurt

Mittlerweile ist die Mammutaufgabe fast geschafft. Mehr als 20 Millionen Anschlüsse sind bereits auf die IP-Technologie umgestellt und damit fit für die Zukunft. Doch was ist, wenn nach der IP-Umstellung die Bandbreite nicht ausreicht, um neben dem Telefonanschluss auch das Internet zu nutzen? Das kann in Ausnahmefällen vorkommen, wenn ein Anschluss zu weit vom nächsten Verteilerkasten entfernt ist. Dann ist die physikalische Dämpfung auf dem Kupferkabel sehr hoch und bremst den Datenfluss zu stark. In vielen Fällen kann mit Hilfe eines Hybrid-Anschluss‘ die Internetnutzung per LTE über das Mobilfunknetz ermöglicht werden. Wie das geht, wird in diesem Beitrag (pdf, 2.7 MB) erklärt.

Wir haben außerdem alternative Optionen entwickelt, die die Leistungsmerkmale eines ISDN-Anschluss auffangen. Parallel sind wir in Gesprächen mit einem Satellitenbetreiber, um den Kunden, denen wir auf der Basis des IP-Netz keinen ausreichenden Breitbandanschluss mehr anbieten können, zunächst einen reibungslosen Wechsel der Anschlusstechnologie zu ermöglichen. Auf Basis der Satellitentechnologie ist für unterversorgte Gebiete sowohl Internet als auch Fernsehen möglich. Betroffenen Kunden wird der Kundenservice ein entsprechendes Angebot noch innerhalb der Kündigungsfrist machen.  

Insbesondere für Geschäftskunden gibt weitere Möglichkeiten die Erreichbarkeit sicherzustellen. Ein Beispiel ist die sogenannte "Golfplatzlösung".

Für diese Ausnahmefälle bitten wir Kunden, frühzeitig mit dem Kundenservice Kontakt aufzunehmen, um sich zu den Alternativen beraten zu lassen. Einen neuen Anschluss passgenau nach den Kundenbedürfnissen umzusetzen, erfordert auf beiden Seiten ausreichend Vorlauf.

FAQ

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