Blog.Telekom

Jan Hofmann

0 Kommentare

Bei uns steckt KI drin

  • Teilen
    2 Klicks für mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie können Ihre Empfehlung senden. Schon beim Aktivieren werden Daten an Dritte übertragen.
  • Drucken
  • Text vorlesen

Wenn du an Produkte und Services mit Künstlicher Intelligenz (KI) denkst, kommt dir dann die Telekom in den Sinn? Wahrscheinlich nicht, oder? Doch tatsächlich gibt es bei uns im Konzern über viele Bereiche hinweg inzwischen eine Vielzahl von Projekten, die sich mit KI beschäftigen.

Es gilt herauszufinden, wie diese Basistechnologie unsere Produkte weiter verbessern, unsere Prozesse vereinfachen und die Kollegen unterstützen kann. Damit sind wir noch keine KI-Firma, aber in jedem Fall ein Unternehmen, das sich intensiv mit den Möglichkeiten und Chancen von KI auseinandersetzt. Und KI bereits produktiv einsetzt.

Künstliche Intelligenz bei der Telekom

Wo setzt die Telekom künstliche Intelligenz (KI) ein und was hat Ethik damit zu tun.

Unter dem Motto „AI-Driven Enterprise“ (auf Deutsch: KI orientiertes Unternehmen) präsentieren wir beim Mobile World Congress (MWC) anhand dreier Beispiele, wie und wo wir bei der Telekom künstliche Intelligenz einsetzen.

Die Bandbreite reicht dabei von Produkten für Privatkunden wie der Connect App und „Hallo Magenta“, dem kommenden Smart Speaker, über Chatbots bis hin zur Prüfung von Verträgen im Einkauf und der Netzausbauplanung. Hinzu kommt unsere Großkundensparte T-Systems mit Tools zur vorausschauenden Wartung oder Echtzeit-Prognosen der Fahrtseiten von Zügen im Bahnverkehr und vielem mehr.

Beim MWC stellen wir vier sehr unterschiedliche Projekte vor

  • Digitaler Serviceassistent
    Der Chatbot beantwortet Standard-Anfragen von Kunden auf der telekom.de/hilfe. Die besondere Herausforderung bei allen Dialogen mit Chatbots ist das Verstehen des konkreten Anliegens, das Kunden in ganz unterschiedlichen Varianten formulieren können. Daher haben wir uns neben der gesamten automatisierten Dialogführung im vergangenen Jahr insbesondere auch auf das Natural Language Understanding konzentriert. Und das zeigt Wirkung: Von den monatlich ca. 130.000 Chats mit dem Bot kann er im Durchschnitt 40 Prozent selbstständig beantworten und das Anliegen lösen. Das ist eine Verdopplung beider Werte innerhalb weniger Monate.
  • KI im Gebäudemanagement
    Hier entwickeln wir eine KI, die dabei hilft, die Auslastung unserer Gebäude zu optimieren und damit Einsparungen zu erzielen. Das ist bei 100.000 Mitarbeitern, die verteilt auf zahlreiche Bürogebäude in Deutschland arbeiten und auf deren Ansprüche flexibel reagiert werden muss, nicht trivial. Die KI verarbeitet dafür eine Vielzahl von Daten, die unsere Gebäude charakterisieren. Dazu gehören Aspekte wie die Auslastung der Gebäude aber auch deren Anbindung an Bus und Bahn. Daraus entwickelt die KI Szenarien, wie sich die Auslastung der Gebäude verbessern lässt. Am Ende entscheidet der Mensch, die KI beschleunigt und vereinfacht für den Nutzer aber maßgeblich die Analyse.
  • Optimierung von Mobilfunknetzen
    Hier wird KI eingesetzt, um automatisch Fehlfunktionen in Mobilfunknetzen zu erkennen. Im nächsten Schritt analysiert die KI das den Fehler verursachende technische Problem (z.B. Überlagerungen bzw. gegenseitige Störungen verschiedener Funksignale). Auf Basis dieser Analyse gibt sie Empfehlungen, wie der Fehler beseitigt werden kann.
  • Glasfaser-Ausbauplanung
    Mithilfe von KI wird die Glasfaser-Ausbauplanung wesentlich schneller und mit kürzeren Vorlaufzeiten möglich. Ein spezielles Fahrzeug sammelt über verschiedene Sensoren und Laser-Scanning-Technologie präzise Daten über die für Erweiterungen ausgewählte Umgebung. Diese Daten werden in georeferenzierte 3D-Bilddaten übersetzt. Das System lernt Landschaftsmerkmale wie Häuser, Gras, Bäume usw. hinsichtlich ihrer Planungsrelevanz zu erkennen und nutzt diese Fähigkeit, um den Netzwerkplanungsprozess zu verbessern. Natürlich kann das System auch verfügbare Referenzdaten wie Straßenkarten einbeziehen. Dadurch kann das System schnell präzise Vorschläge für ideale Routen für unterirdische Kabel erstellen. Das Projekt wird in Kooperation mit Fraunhofer durchgeführt.

Ich finde, es gibt derzeit keine Technologie, die spannender ist. Vor allem, weil KI riesiges Potential für Unternehmen in ganz unterschiedlichen Branchen hat.

Basis für alle KI-Projekte sind übrigens unsere selbstbindenden KI-Leitlinien. Vertreter vieler Bereiche gemeinsam haben neun Grundsätze für einen ethischen Umgang mit KI formuliert. Wichtigste Prinzipien sind hierbei Transparenz, Verlässlichkeit und Sicherheit. Sie fördern das meines Erachtens wichtigste Gut für erfolgreiche KI: Vertrauen – von unseren Kollegen und unseren Kunden.

Ich finde es sehr gut, dass wir uns damit - als einer der ersten Konzerne weltweit übrigens - einen Rahmen und wichtige Orientierung gegeben haben. Und so auch einen Beitrag leisten, dass Technik dem Menschen dient. Denn das Potential von KI ist enorm. Ich bin gespannt auf die KI-Entwicklungen der nächsten Jahre – und welche Produkte und Services wir darauf für unsere Kunden und unser Unternehmen entwickeln können. Lassen Sie uns unsere KI-Zukunft aktiv gestalten!

Die Deutsche Telekom auf dem MWC 2019 in Barcelona, Blick auf den Stand.

MWC Barcelona

Das Motto in Barcelona ist Intelligente Konnektivität, wie sie der neue Kommunikationsstandard 5G künftig liefert.

FAQ