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Klaus vom Hofe

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Das Gedächtnis der Telekom

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Was haben die Zeitschrift des Deutsch-Österreichischen Telegraphenvereins von 1856 und ein aktuelles Produktmagazin gemeinsam? Antwort: Beide sind Archivalien im Telekom-Unternehmensarchiv. Die älteste und die jüngste, um genau zu sein.

Zeitschrift des Deutsch-Österreichischen Telegraphenvereins und das Produktmagazin „Mehr Magenta“

Altersunterschied von über 160 Jahren: das älteste und das jüngste Objekt im Telekom-Archiv.

Die Leser der Zeitschrift des Deutsch-Österreichischen Telegraphenvereins waren vermutlich Techniker und Mitarbeiter im Telegrafenwesen: Sie erfuhren darin im Jahr 1856 auf hunderten von heute recht vergilbten Seiten Details zur Telegrafenleitung durch den Bodensee oder mitten durch Berlin und mehr. Eine ganze Seite informierte über den neuen Morse-Code, der erst neun Jahre später standardisiert werden sollte. Es muss eine spannende Zeit gewesen sein - enormes Wachstum und bestimmt viel Aufbruchstimmung. Schließlich galt es, die Kommunikation auch grenzüberschreitend zu ermöglichen. 

Wie gelangte der Sammelband zur Telekom? „Eine Kollegin von der Post rief an – sie erzählte mir von einem Telegrafie-Archiv in der früheren Oberpostdirektion Potsdam, das aufgelöst werden sollte“, erzählt mein Kollege Wolfgang Richter. Er hat das Telekom-Archiv in Bonn aufgebaut und hält hier die Fäden zusammen. Nach dem Anruf inspizierte er die Archivalien und sicherte unter anderem den Sammelband von 1856. 

„Wir sammeln alles, was die Geschichte und Geschäftstätigkeit der Telekom seit ihrer Gründung 1995 dokumentiert“, erklärt Wolfgang Richter. Weil Telegrafie aber nun mal zu den technischen Vorläufern gehört, zieht er den Fokus auch hier gerne weiter auf. Genau 561.682 Objekte lagern zurzeit im Archiv, darunter über 500.000 Videos und Fotos – Abzüge, Dias wie Negative und natürlich digitale Bilder. Den Rest machen Preislisten, Geschäftsberichte und Redemanuskripte genauso aus wie Kataloge, Mitarbeiter- und Kundenzeitungen, Fachzeitschriften und Plakate. Auch einige alte Telefone und Handys gibt es im Keller der Telekom-Zentrale in Bonn. Immer wieder erhält Wolfgang Richter Anfragen von Kollegen, aber auch aus der Öffentlichkeit. Sehr spezielle mitunter, etwa wenn es darum geht, wann ein Ortsnetz in einem Dorf in der Eifel in Betrieb ging.  

Zukunft braucht Herkunft

Neue Technologien, Innovationen - bei uns dreht sich ständig viel um Zukunftsthemen. Doch immer mal wieder zieht es mich auch ins Unternehmensarchiv der Telekom. Ein für mich wichtiger Ausgleich, vielleicht mitgesteuert von dem Gedanken „Zukunft braucht Herkunft“. Auch die Begeisterung für Innovationen und technische Leistungen spiegelt sich in den Archivalien wieder, wie etwa in der Zeitschrift des Deutsch-Österreichischen Telegraphenvereins. Und irgendwann in der Zukunft werden Archivfachleute über dann längst Vergangenes wie Apps oder 5G Auskunft geben.

Da bin ich meinem Kollegen Wolfgang Richter sehr dankbar, dass er mir die Türen öffnet. Und auch dafür, dass er uns in der Kommunikation immer wieder an Jahrestage erinnert. So wie „25 Jahre D1-Netz“ im vergangenen Jahr. Und bald stehen 25 Jahre Deutsche Telekom AG an.

Übrigens: zwischen dem ältesten Objekt und dem jüngsten liegen nun über 160 Jahre. Das neueste ist das Produktmagazin „Mehr Magenta“. Es fand seinen Weg direkt aus der Druckerpresse in eine stabile Mappe samt Inventar-Nummer „24316“.  Als nächstes kommen ein Mitarbeiterflyer und die neueste Ausgabe von „Mehr Magenta“ hinzu. (Jetzt wird es doch noch werblich😊) Wer darin schmökern möchte, klickt hier. 

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