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Christian Fischer

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Junge Unternehmen und Großkonzerne – das kann funktionieren

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So sieht wohl der Idealfall aus: Eine 2017 gegründete Software-Firma kommt mit der digitalen Lösung eines analogen Problems daher. Und ein Großkonzern findet das so gut, dass er gleich schaut, wo überall dieser Ansatz ausprobiert werden könnte. Das nennt man wohl eine hübsche Win-Win-Situation. Was sage ich, Win-Win-Win… Aber erst mal die Einzelheiten. Es geht um die Firma Serinus aus Hagen.

Was ein Alarm-Knopf mit Resilienz zutun hat

Draufhauen und Hilfe bekommen – was analog so einfach funktioniert, darf digital nicht plötzlich komplizierter werden. In diesem Fall wird es sogar komfortabler.

Serinus hilft seinen Kunden unter anderem bei der digitalen Bewältigung von nicht geplanten Zwischenfällen. So ein Zwischenfall könnte zum Beispiel ein Feuer in einem bestimmten Gebäudeteil eines Bürokomplexes sein. Dabei kommt es darauf an, schnell handeln zu können und viele unterschiedliche Interessen-Gruppen mit Informationen zu versorgen. Das fängt bei den Notfall-Helfern an, die dabei unterstützen das Gebäude zu evakuieren. Und es hört schließlich bei den Beschäftigten auf, die sicher aus dem Gebäude herausgebracht werden sollen und wissen möchten, wie man sich dabei verhält. 

In der analogen Welt drückst du im einfachsten Fall auf den großen roten Knopf auf dem Alarm steht und gibst somit ein Signal, dass schnell jeder versteht. Und in der digitalen? Dort stellt Serinus nun eben einen solchen “Knopf“ in Form einer Software zur Verfügung. Dieser kann über Module konfiguriert werden und ist damit bereit für die unterschiedlichsten Arten von Zwischenfällen. Wird er aktiviert, läuft eine vorher definierte Informations-Kaskade ab. Dadurch bekommt jeder Beteiligte Informationen zur Lage, zu seiner Rolle und zu den nächsten Handlungs-Schritten. Mehr noch, das System hilft diese Zwischenfälle zu dokumentieren und die Notfall-Kontakte zu verwalten.

Die Deutsche Telekom setzt dabei nicht nur auf das junge Unternehmen, um ihren Geschäftskunden helfen zu können. Sie selbst hat auch Bedarf und das gleich an mehreren Stellen. Um zum Beispiel das weltweite Notfall- und Krisen-Management zu digitalisieren, wurde der Markt auf entsprechende Lösungen hin untersucht. So hundertprozentig passte erst einmal nichts auf die definierten Anforderungen. Sackgasse? Nein. Die Software-Schmiede aus Hagen hat sich den Bedarf genau erklären lassen und gemeinsam mit dem Lagezentrum der Telekom das so genannte „Incidentboard“ entwickelt. Das ist derzeit auf dem Markt einmalig und hilft Incidents, sprich Vorfälle, digital in den Griff zu bekommen. Außerdem sind die Systeme von Serinus konsequent auf intuitive Bedienung ausgelegt, auch unter Stress-Situationen. Auch das verschafft den Lösungen Vorteile gegenüber den Wettbewerbern.

Das Lagezentrum ist weltweit dazu da, die Sicherheitslage im und außerhalb des Konzerns im Auge zu behalten. Terror, Pandemie, Unfälle - bei besonders kritischen Vorfällen oder übergreifendem Koordinierungs-Bedarf sind ein kühler Kopf und eine bestmögliche Unterstützung durch verlässliche Software gefordert. Die Serinus-Cloud wird dort derzeit zum zentralen Notfall- und Krisen-Management-Werkzeug entwickelt.

Auch Evakuierung und Service werden komfortabler

Eine andere Einsatzmöglichkeit bietet sich bei der Telekom Security an. Sie ist im Unternehmen unter anderem verantwortlich für die physikalische und personelle Sicherheit, also auch für die Prävention gegen Gewalt am Arbeitsplatz. Man hofft natürlich, dass so ein Fall nie eintrifft. Aber dennoch muss man als Konzern auch auf schwere Gewalttaten vorbereitet sein. Die dazu erforderlichen Prozesse und Kommunikations-Strukturen werden mit der zuständigen Polizei abgestimmt. Im Ernstfall unterstützt zukünftig die Applikation „Alarmierung und Evakuierung“ die Kolleginnen und Kollegen. Auch dabei geht es darum, trotz Stress-Situation den bestmöglichen Informations-Fluss sicher zu stellen. Derzeit gibt es Pilotversuche in Darmstadt, Leipzig und Bonn dazu.

Schließlich entsteht im Service der Telekom noch mit Hilfe der Software-Firma ein intuitiv zu bedienendes Informations-System für den Außendienst. Hier wurde mit der Covid-19 Pandemie deutlich, dass es erforderlich sein kann auf Knopfdruck Handlungs-Anweisungen direkt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz übermitteln zu können. Für eine bundesweit verteilte Organisation muss unter Föderalismus-Gesichtspunkten eine solche Lösung erst recht flexibel sein. Ob das so hinhaut, wird der Praxistest zeigen.

Über ihre Projekte hat die Deutsche Telekom bislang schon so viel Erfahrung gesammelt, dass sie diese nun anderen Unternehmen zur Verfügung stellt. Im Verlauf des Jahres 2020 hat sich gezeigt, dass Resilienz für große, mittlere und auch kleine Unternehmen ein überlebenswichtiger Faktor sein kann. Auch in Behörden ist der Bedarf entsprechend groß. Folgendes kann man tun, damit der Betrieb auch in Ausnahme-Situationen nicht ins Stocken gerät

Aufmerksam wurde die Telekom auf Serinus nicht per Zufall, sondern über ihr TechBoost-Programm. Mit diesem unterstützt der Konzern junge Unternehmen mit innovativen, cloudbasierten Geschäftsmodellen. Die bekommen ein hübsches Guthaben für die Open Telekom Cloud, Tarifrabatte und Hilfe bei Vertrieb, Marketing und Kommunikation, um durchstarten zu können. Das Beispiel Serinus zeigt, dass es sich im besten Fall um eine Partnerschaft auf Augenhöhe handeln kann, die rasch auch Früchte abwirft. Mehr dazu hier

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Katja Werz

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