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Verena Fulde

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Die Existenzfrage: Alles neu? Telekom und OTTO in der digitalen (R)Evolution“

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Auf der Bühne: Stefan Kohn (links), Katy Roewer

Auf der Bühne: Katy Roewer, OTTO-Bereichsvorstand Service, und Stefan Kohn, Leiter der Telekom Design Gallery (links).

Digitale Zukunft gestalten statt verwalten!

Wie müssen sich alteingesessene Branchengrößen in der Digitalisierung wandeln, um weiterhin erfolgreich zu sein? Beim Talk der Initiative „Digitale Verantwortung“ in der OTTO-Zentrale in Hamburg wurde die Existenzfrage gestellt. Antworten gab es von Katy Roewer, OTTO-Bereichsvorstand Service und Dr. Stefan Kohn, Leiter der Telekom Design Gallery, Felix Schlereth, Innovation Analyst bei Trendone, Irene Heshmati Leiterin Future Work bei OTTO und Moderator Jürgen Bock, Leiter Unternehmenskultur und Corporate Values bei OTTO.

OTTO stellt in diesem Jahr nach 68 Jahren sein Flagschiff, den OTTO-Katalog, ein. Die Zukunft des Onlinehändlers ist digital. Der disruptive Eingriff ins Geschäftsmodell ist für viele langjährige Kunden und Mitarbeiter ein Meilenstein. „Die Entscheidung in diesem Jahr den letzten Katalog zu produzieren, war ein magischer Moment, befreiend und nostalgisch zugleich, denn der Katalog ist ein Symbol unserer Geschichte, das in vielen Haushalten präsent war, wie das grüne Telefon der Telekom“, so Katy Roewer. Auch die Deutsche Telekom wandelt sich vor dem Hintergrund der Digitalisierung. Vom analogen hin zum IP-basierten Netz. Vom grünen Wählscheibentelefon und Telefonzellen hin zu vernetzen Tischdecken, Tapeten etc., welche die Besucher des Talks vor Ort ausprobieren konnten. 

Digitalisierung und Du

Alles zu digitalisieren ist erst der Anfang. „Alles was vernetzt werden kann, wird zukünftig vernetzt sein“, so Stefan Kohn. Automatisierung und die Entwicklung künstlicher Intelligenz seien die logischen nächsten Schritte in der digitalen Transformation, erklärt er. Welche Auswirkungen das auf die Arbeitswelt hat, darüber sind sich Wissenschaftler und Experten nicht einig. Einig sind sich dagegen die Panelteilnehmer: Die neue digitalisierte Arbeitswelt erfordert von Mitarbeitern nicht nur Flexibilität und neue Fähigkeiten, sondern eine neue Haltung. „Aufgabe und Herausforderung der Führungskräfte ist es vor diesem Hintergrund, den Mitarbeitern die Unsicherheit und Angst zu nehmen und eine offene Kultur des Vertrauens zu fördern – in einem Prozess, den wir selbst nicht bis ins Detail kennen“, erläutert Katy Roewer. Ein kultureller Wandel müsse mit der digitalen Transformation einher gehen, soll es gelingen den Menschen Sicherheit zu geben. OTTO fördert dies beispielsweise mit der Einführung neuer, offener Bürowelten und einer Duz-Kultur, bei der sich alle Mitarbeiter auf Augenhöhe begegnen. 

Vertrauen als Wettbewerbsvorteil 

Und wie ist es um den Unternehmenserfolg bestellt? Im digitalisierten Handel diktieren die großen globalen Player wie Amazon das Geschäft. In der Telekommunikation dominieren Unternehmen wie WhatsApp und Skype. Sind die Würfel beim Thema Digitalisierung etwa schon gefallen und stehen die Gewinner fest? „Nein. Ich glaube, dass auch wir alteingesessenen Unternehmen mit einer Historie, die länger als zehn Jahre zurückreicht, eine gute Chance haben, uns im Wettbewerb zu behaupten,“ sagt Stefan Kohn. Mehr dazu im Gastbeitrag von Stefan Kohn. Auch Traditionsunternehmen wie Otto und die Deutsche Telekom, haben gute Chancen sich im Wettbewerb zu behaupten: Sie bieten ihren Kunden nicht nur gute Produkte, sondern auch analoge Werte wie Vertrauen und Sicherheit. Diese Werte sind der Schlüssel um in der digitalen (R)Evolution zu bestehen. Denn Kunden wollen wissen, mit wem sie es zu tun haben, ob mit einem Menschen oder einem Bot. Künstliche Intelligenz erfordert Transparenz – darüber sind sich die Panelteilnehmer einig. Deswegen hat die Telekom Leitlinien für künstliche Intelligenz ins Leben gerufen. 

Digitalisierung bedeutet Kollaboration

„Wir müssen in Europa stärker zusammenarbeiten, um Hürden wie Marktgröße und unterschiedliche gesetzliche Rahmenbedingungen auszugleichen“, sagt Stefan Kohn. Digitalisierung bedeutet Kollaboration: Daten und Menschen verbinden sich. Und auch Unternehmen wie Otto und die Deutsche Telekom, die sich beide mit ähnlichen Themen befassen. Schließlich haben beide Unternehmen viel mehr gemein als auf den ersten Blick ersichtlich ist: Beide sind Größen in ihrer Branche. Beide mit Tradition und dem Mut, den Wandel in der Digitalisierung zu gestalten: Vom Versandhaus zur Online-Plattform mit 95 Prozent des Umsatzes im digitalen Bereich. Von der staatlichen Behörde zum führenden Telekommunikationsunternehmen Europas.

Das Podiumsdiskussion ist Teil der Initiative „Digitale Verantwortung“. Die Deutsche Telekom hat die Initiative Anfang 2016 unter diesem Motto gestartet, um eine Diskussion über die Chancen und Risiken der Digitalisierung in Gang zu bringen. Mehr unter "Digitale Verantwortung".
 

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